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Profis Mittwoch, 29.01.2020

Die 2. Liga im neuen Jahr: Spannend, unberechenbar, historisch

Foto: DFL

Mit dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Donnerstag, 30.01.20, startet für den 1. FC Nürnberg die Rest-Rückrunde der 2. Bundesliga. Eine Liga, die sich auch in dieser Spielzeit ausgesprochen ausgeglichen präsentiert. Ein enger Aufstiegskampf, ein spannender Abstiegskampf: oben wie unten konnte sich bislang kein Team absetzen. fcn.de hat ein paar wissenswerte Fakten zur aktuellen 2. Bundesliga zusammengetragen.

  • Schwer zu tippen

Wieviele Wettscheine die 2. Bundesliga in dieser Saison wohl schon hat platzen lassen? Es dürften etliche gewesen sein angesichts dieser Ausgeglichenheit, die einmal mehr im Unterhaus herrscht. 18 Spieltage sind gespielt, kein einziges Team kann bislang eine zweistellige Anzahl an Siegen vorweisen. Das gab’s zuletzt vor 16 Jahren! Wer an diesem Spieltag trotzdem eine Wette platzieren möchte: wir empfehlen den Auswärtssieg im Volksparkstadion – natürlich ohne Gewähr...

  • Spannender Aufstiegskampf

Da bahnt sich ein Krimi an, der ganz nach dem Geschmack von Alfred Hitchcock sein dürfte. Denn: Der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga ist so eng wie lange nicht mehr. Ganz oben thronen derzeit die Arminen aus Bielefeld, dicht gefolgt vom Hamburger SV und dem VfB Stuttgart. Denen ist der 1. FC Heidenheim dicht auf den Fersen. Im Schlepptau Jahn Regensburg und der FC Erzgebirge Aue, die gerade mal eine Hand voll Punkte hinter den erstplatzierten Bielefeldern liegen. So kuschelig ging es im oberen Zweitliga-Tableau letztmals in der Spielzeit 2003/04 zu.

  • Spannender Abstiegskampf

Der Club hätte gerne oben mitgemischt, nach einer durchwachsenen Hinrunde ist die Realität eine andere. Zur Winterpause lag der 1. FCN auf dem Relegationsplatz zur 3. Liga, ist aber alles andere als abgeschlagen. Das Liga-Mittelfeld ist (noch) einen Katzensprung entfernt, zwei Zähler trennen den FCN vom Elftplatzierten aus St. Pauli. Seitdem die DFL einen Sieg mit drei anstatt zwei Punkten belohnt, gab es einen solch kleinen Abstand zu diesem Saison-Zeitpunkt erst einmal in der Geschichte der 2. Bundesliga (2004/05). Also: Höchste Zeit für eine Aufholjagd!

  • Ewige Tabelle

Eine fast schon zu schöne Vorstellung: mit zwei Siegen innerhalb von vier Tagen KÖNNTE der Club klettern. Nicht nur in der aktuellen Zweitliga-Tabelle, sondern auch in der ewigen. Dort steht der Rekordaufsteiger derzeit auf Rang 20, sechs Punkte hinter dem 1. FC Saarbrücken. Mit einem Auswärtssieg in Hamburg und einem Heimsieg gegen Sandhausen zöge man am Regionalligisten vorbei. Am Ende bleibt dies aber nur eine Randnotiz, zunächst gilt es, einen soliden Auftritt im Volksparkstadion hinzulegen.

  • Van den Berghs Rekordjagd

Er ist einer der erfahrensten der Liga und gleichzeitig auf dem Weg, einen schmeichelhaften Rekord einzufahren. Kiels Johannes van den Bergh hat bereits 179 Zweitliga-Spiele auf dem Buckel. Was dem 33-jährigen Linksverteidiger fehlt? Ein Tor. Bereits an diesem Spieltag könnte van den Bergh auf Platz drei der Torlos-Rekordspieler dieser Liga ziehen, sofern er in den ersten 75 Minuten gegen Darmstadt ohne eigenen Treffer bleibt. Unangefochten auf Rang eins steht übrigens der ehemalige Freiburg-Verteidiger Rolf Maier, der es auf 21.852 Zweitliga-Minuten (251 Spiele) ohne Tor bringt.

  • Erstklassige Neuzugänge

Die Liga rüstet auf! Mehrere Vereine haben das im Winter geöffnete Transferfenster genutzt, um sich namhaft und mit Erstliga-Erfahrung zu verstärken. Der kommende Club-Gegner HSV holte sich beispielsweise auf Leihbasis Louis Schaub vom 1. FC Köln, Jordan Beyer aus Gladbach und Joel Pohjanpalo aus Leverkusen. Linksverteidiger Darko Churlinov (zuvor Köln) schloss sich den Stuttgartern an, Angreifer Fabian Reese wechselte von Schalke in seine Geburtsstadt Kiel. Robert Zulj, Unioner Aufstiegsheld und bei Hoffenheim ohne Einsatz in dieser Spielzeit, soll künftig die Bochumer Offensive beleben und mit John Guidetti wechselte ein ehemaliges Talent von Manchester City (zuletzt für Deportivo Alaves aktiv) nach Hannover. Auch der Club schaute auf dem Transfermarkt nicht nur zu, verstärkte sich mit Philip Heise (Norwich) und „Dinos“ Mavropanos (FC Arsenal).