ClubNachwuchs Mittwoch, 03.06.2026

Der Weg zur Meisterschaft: Die Saison der U23

Foto: fcn.de

Siegesserien, packende Spiele, emotionale Momente und ein historischer Titelgewinn: Die U23 des 1. FC Nürnberg blickt auf eine außergewöhnliche Saison zurück, die am Ende durch konstante Leistungen mit der Meisterschaft gekrönt wurde. Auf fcn.de werfen wir einen Blick auf den Weg der Nachwuchscluberer zum Titel.

Ein Auftakt nach Maß

Nach einer intensiven und schweißtreibenden Vorbereitung startete der kleine Club Ende Juli mit einem Heimspiel gegen den TSV Schwaben Augsburg in die Saison. Dank eines späten Treffers von Eric Porstner setzte sich die Mannschaft mit 1:0 durch und feierte einen gelungenen Auftakt. Auch in den folgenden Partien zeigte das Team von Cheftrainer Andreas Wolf früh seine Qualitäten und gewann gegen den FC Memmingen (2:0), den SV Wacker Burghausen (2:1), den FC Augsburg II (2:1) sowie die SpVgg Ansbach (3:1). Damit starteten die Rot-Schwarzen mit fünf Siegen in Serie in die Spielzeit.

„Natürlich war ich sehr froh darüber, dass sich unsere harte Arbeit in der Vorbereitung ausgezahlt hat und wir unsere Leistung direkt auf den Platz bringen konnten“, resümiert Trainer Andreas Wolf den Saisonstart. „Wir haben uns früh in eine gute Ausgangslage gebracht. Das ist mit einer so jungen Mannschaft keineswegs selbstverständlich. Gleichzeitig haben wir von Beginn an gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist.“

Rückschläge weggesteckt

Am sechsten Spieltag wartete mit der Partie gegen die SpVgg Unterhaching das erste Spitzenspiel der Saison auf die Nachwuchscluberer. Am Ende mussten sich die Nürnberger auswärts mit 0:3 geschlagen geben und die Heimreise enttäuscht antreten. Auch eine Woche später setzte es die nächste Niederlage, gegen die DJK Vilzing verlor der kleine Club mit 1:3.

Die Wolf-Elf fand jedoch schnell zurück in die Spur und erkämpfte sich im Spitzenspiel gegen die Würzburger Kickers ein 1:1-Unentschieden. Darauf aufbauend folgten überzeugende Auftritte: Nach einem deutlichen 4:0-Heimsieg gegen den TSV Aubstadt stand das erste Frankenderby der Saison an. Im Sportpark Ronhof sicherte sich der kleine Club mit einem 2:1-Erfolg über die SpVgg Greuther Fürth die Vorherrschaft in Franken und meldete sich eindrucksvoll im Titelrennen zurück.

„Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Es ist nicht selbstverständlich, sich nach zwei bitteren Niederlagen so zurückzukämpfen“, blickt Wolf zurück und führt weiter aus: „Die Mentalität der Jungs hat mich absolut überzeugt. Man hat gespürt, dass sich innerhalb der Mannschaft etwas Besonderes entwickelt.“ Zwar setzte es nur eine Woche später eine deutliche 2:5-Niederlage gegen den FV Illertissen, doch was anschließend folgte, war beeindruckend.

810 Minuten voller Erfolge

Am zwölften Spieltag startete die U23 eine bemerkenswerte Serie von neun Siegen in Folge. Der kleine Club war in dieser Phase kaum zu stoppen, trotzte allen Widerständen und unterstrich eindrucksvoll seine Meisterschaftsambitionen. Den Auftakt machte ein 1:0-Erfolg gegen den VfB Eichstätt, ehe Siege gegen den SV Viktoria Aschaffenburg (5:2), den TSV Buchbach (2:1), die SpVgg Bayreuth (2:0) und die SpVgg Hankofen-Hailing folgten. Damit stand die Wolf-Elf am 17. Spieltag an der Tabellenspitze und krönte sich hochverdient zum Herbstmeister.

Auch personelle Rotationen und Ausfälle konnten die Rot-Schwarzen nicht stoppen: Im Rosenaustadion gewann die U23 trotz angespannter Personalsituation mit 2:0 gegen den TSV Schwaben Augsburg. Nach weiteren Erfolgen gegen den FC Memmingen (2:0) und einem überzeugenden 3:0-Derbysieg gegen die FC Bayern Amateure verabschiedete sich der kleine Club in die Winterpause. „Es ist unfassbar, was in dieser Phase passiert ist“, beschreibt Andreas Wolf die Serie. „Die Mannschaft hat einen echten Killerinstinkt entwickelt und Wege gefunden, Spiele für sich zu entscheiden, unabhängig von der personellen Situation. Jeder war voll da. Wir waren das konstanteste Team und haben uns die Herbstmeisterschaft absolut verdient.“

Starker Auftakt und kurze Durststrecke

Zum Start ins neue Kalenderjahr wartete mit den Würzburger Kickers direkt ein echter Härtetest. Vor einer beeindruckenden Kulisse im Max-Morlock-Stadion erzielte Skowronek den entscheidenden Treffer zum 1:0-Erfolg und sorgte für einen gelungenen Jahresauftakt. Anschließend musste die Wolf-Elf jedoch zwei Rückschläge hinnehmen: Gegen formstarke Ansbacher setzte es eine 0:2-Niederlage, ehe auch das Duell mit Meisterschaftskonkurrent Unterhaching mit 0:2 verloren ging. Die Rot-Schwarzen ließen sich davon jedoch nicht aus der Bahn werfen, ließen Taten folgen und blieben bis zum Saisonende ungeschlagen.

Mit einem 1:0-Erfolg gegen die DJK Vilzing fand die U23 zurück in die Erfolgsspur und legte gegen den FC Augsburg II sowie den TSV Aubstadt zwei weitere 1:0-Siege nach. Auch im zweiten Frankenderby der Saison überzeugten die Nachwuchscluberer, setzten sich erneut gegen die SpVgg Greuther Fürth durch (2:0) und krönten sich zum Frankenmeister. Nach Unentschieden gegen den FV Illertissen (1:1) und den VfB Eichstätt (2:2) feierte die Wolf-Truppe außerdem einen eindrucksvollen 4:1-Heimsieg gegen die Bayern Amateure. „Das waren allesamt intensive Spiele, doch die Jungs haben sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen“, erklärt Wolf rückblickend. „Mit engagierten und reifen Auftritten haben wir uns eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet.“

Spektakuläre Spiele und die vorzeitige Meisterschaft

Gegen den späteren Absteiger Viktoria Aschaffenburg mussten die Nürnberger lange auf den entscheidenden Treffer warten, ehe Kusanovic mit seinem späten Tor zum 1:0-Endstand für Erleichterung sorgte. Es folgten zwei spektakuläre Partien: ein 4:3-Erfolg über den SV Wacker Burghausen sowie der höchste Saisonsieg beim beeindruckenden 8:1 gegen den TSV Buchbach. Am 33. Spieltag reiste die Club-U23 schließlich nach Bayreuth, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Durch das torlose Unentschieden bei der SpVgg Bayreuth sicherten sich die Wolf-Schützlinge vorzeitig den Titel und bejubelten den hochverdienten Gewinn der Regionalliga Bayern.

„Wir waren ein brutal eingeschworener Haufen, das hat man in jeder Phase gespürt“, sagte Kapitän Fabian Menig nach dem Spiel. „Obwohl im Laufe der Saison fast 40 Spieler zum Einsatz kamen, hat jeder seine Rolle angenommen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Am Ende haben wir die Spiele gewonnen und dabei auch spielerisch überzeugt.“ Auch Andreas Wolf zog ein positives Fazit: „Trotz der Entscheidung, nicht aufzusteigen, hat die Mannschaft die Spannung bis zum Schluss hochgehalten. Über die gesamte Saison hinweg waren wir das konstanteste Team und sind deshalb absolut verdient Meister.“

Im Anschluss machte sich die Mannschaft auf den Weg ins Max-Morlock-Stadion, wo vor rund 50.000 Zuschauern im Rahmen des Profispiels gegen den FC Schalke 04 die Meisterschale überreicht wurde. Besonders die anschließende Ehrenrunde durchs Achteck unter dem Jubel der Fans wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Auch wenn die Saison mit einem 2:2-Unentschieden gegen die SpVgg Hankofen-Hailing endete, blickt der gesamte Verein gemeinsam mit seinen Fans auf eine historische Spielzeit zurück: den ersten Meistertitel in der Regionalliga Bayern.

Jungs, das war ein fantastisches Jahr – wir sind unglaublich stolz auf euch!


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