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Profis Hintergründe Mittwoch, 18.03.2015

Der VfL: Tradition aus dem Pott

Foto: Picture Alliance

Der VfL Bochum ist ein Verein mit langer Tradition – und einer gewissen Romantik. Der Ruhrpottverein unter der Lupe.

Als Fußball, martialisch gesprochen, noch nach Blut, Schweiß und Tränen roch, als die Fans über Blutgrätschen diskutierten, die Spieler ihren Pausentee tranken und die Stars der Liga ihre Wasserträger mit der obligatorischen Pferdelunge an ihrer Seite wussten, da hatte der VfL Bochum einen Stammplatz in der Bundesliga. Mittendrin und voll dabei, lange Zeit unabsteigbar, wie die Fans des Ruhrpottklubs mutig posaunten.

Von 1971 bis 1993 gehörte das neben Herbert Grönemeyer zweite Aushängeschild der Stadt ununterbrochen der höchsten deutschen Spielklasse an. Als "Graue Maus" titulierten viele den VfL wenig respektvoll, dabei musste sich der Verein gewiss nicht seiner Leistungen schämen, konnte lange Zeit zu Recht stolz auf das Erreichte sein. Okay, oft steckten die Bochumer im Abstiegskampf, manchmal ärgerten sie dabei auch die "Großkopferten".

Große Namen

Bochum, das stand in Fußball-Deutschland nicht für Glamour, das stand für harte, ehrliche Arbeit. Für Spieler wie Lothar Woelk, Walter Oswald, Jupp Tenhagen, Michael "Ata" Lameck, Torwart Ralf Zumdick und natürlich den Tiger, Hermann Gerland. Spieler, die groß herauskamen, gingen meist zu größeren Vereinen. Stefan Kuntz etwa, Martin Kree, Yildiray Bastürk oder Darius Wosz.

Auch in jüngerer Vergangenheit gingen aus der Talentschmiede große Namen hervor. Ein gewisser Ilkay Gündogan wechselte als Jungspund zum Club, sein weiterer Werdegang ist bekannt. Christoph Kramer, eine Leihgabe aus Leverkusen, wurde ein Jahr nach seinem Abschied gen Mönchengladbach Weltmeister, Leon Goretzka soll Teil der Schalker Zukunft sein.

Seit 2010 zweitklassig

Mit dem ersten Abstieg 1993 pendelte der VfL zwischen den Ligen. Unten angekommen fand er aber immer schnell den Knopf für die Fahrt nach oben zurück. 1997 und 2004 glückte gar Historisches, die Bochumer reisten als Teilnehmer des UEFA-Pokals durch Europa, standen sogar vor den großen Rivalen und Nachbarn aus Dortmund und Schalke in der Tabelle. Elf Jahre und eine gefühlte Ewigkeit ist das her.

Seit dem fünften Abstieg 2010, als der Club im Endspurt an den Bochumern vorbeizog und über die Relegation die Klasse hielt, glückte die Rückkehr in die Bundesliga nicht mehr, mittlerweile spielt der VfL das fünfte Jahr 2. Liga. Schade eigentlich in Zeiten, in denen es immer mehr um Gegenpressing, falsche Neuner und abkippende Sechser geht. Ein bisschen Romantik hat dem Fußball schließlich noch nie geschadet.

Spieldaten

26. Spieltag, 2. Bundesliga 2014/2015
1 : 2
1. FC Nürnberg
70. Peniel Kokou Mlapa 1:2
VfL Bochum
38. Marco Terrazzino 0:1
64. Simon Terodde 0:2
Stadion
Grundig Stadion
Datum
23.03.2015 19:15 Uhr
Schiedsrichter
Harm Osmers
Zuschauer
25528

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Celustka (78. Stark) - Mössmer (61. Nikci) - Hovland - Pinola - Polak - Petrak - Burgstaller - Schöpf - Kerk (68. Mlapa) - Sylvestr
Reservebank
Rakovsky, Bulthuis, Stark, Koch, Nikci, Mlapa
Trainer
René Weiler
VfL Bochum
Esser - Celozzi - Fabian - Bastians - Abdat (59. Bulut) - Losilla - Latza - 18466 (77. Gregoritsch, Zahirovic87. ) - Eisfeld - Terrazzino - Terodde
Reservebank
Luthe, Cacutalua, Bulut, Cwielong, Zahirovic, Forssell, Gregoritsch
Trainer
Gertjan Verbeek

Ereignisse

14. min Spielstand: 0:0
Nicolas Abdat

38. min Spielstand: 0:1
Marco Terrazzino

40. min Spielstand: 0:1
Patrick Fabian

59. min Spielstand: 0:1
Onur Bulut kommt für Nicolas Abdat

61. min Spielstand: 0:1
Adrian Nikci kommt für Jürgen Mössmer

64. min Spielstand: 0:2
Simon Terodde

68. min Spielstand: 0:2
Peniel Kokou Mlapa kommt für Sebastian Kerk

70. min Spielstand: 1:2
Peniel Kokou Mlapa

75. min Spielstand: 1:2
18466

77. min Spielstand: 1:2
Michael Gregoritsch kommt für 18466

78. min Spielstand: 1:2
Niklas Stark kommt für Ondrej Celustka

85. min Spielstand: 1:2
Danny Latza

87. min Spielstand: 1:2
Adnan Zahirovic kommt für Michael Gregoritsch