Profis Mittwoch, 16.09.2020

Der Kapitän im Interview: "Gute Basis gelegt"

Foto: Sportfoto Zink

Seit einer Woche ist er unser neuer Kapitän: Als "Riesenehre" empfindet als Enrico Valentini, seinen Heimatverein künftig anzuführen. Im Interview mit fcn.de bilanziert "Vale" die abgelaufene Vorbereitung, blickt ein letztes Mal auf das Pokalspiel gegen Leipzig und verrät, was er sich für die neue Saison wünscht.

fcn.de: Servus Vale, zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch, du bist unser neuer Kapitän. Wie fühlt sich das an?

Enrico Valentini: Es ist eine Riesenehre für mich, dass ich in meinem Heimatverein Kapitän sein darf. Ich bin sehr glücklich darüber, auch wenn ich die Binde nicht zu sehr hervorheben möchte. Es ändert nämlich nichts an meiner Art und Weise. Ich habe das Amt dankend angenommen mit dem Versprechen an die Mannschaft, es genauso gut machen zu wollen wie der Hanno.

fcn.de: Hinter euch liegt eine sehr kurze Saisonvorbereitung. Welcher Schulnote würdest du dieser geben?

Enrico Valentini: Das ist schwierig zu benoten. Das Wichtigste war, eine gute und gesunde Stimmung reinzubringen. Von daher würde ich der Sache eine gute Note geben, aber ohne sie genau zu benennen.

fcn.de: Du sprichst die gute Stimmung an: Wo kommt die her und welchen Anteil hat das neue Trainerteam daran?

Enrico Valentini: Wir müssen schauen, dass wir nicht immer von der guten Stimmung reden und es dann nicht in der Saison auf den Platz kriegen. Es geht Freitag los, darauf freuen wir uns. Die Trainer haben aber einen großen Anteil daran, weil sie unbedarft und ohne Vorurteile hier reingekommen sind, dadurch frischen Wind reinbringen konnten. Das war für uns, die die letzte Saison miterlebt haben, ganz wichtig. Außerdem ist es einfach ein ganz anderer Input, eine ganz andere Art zu spielen. Ich hatte noch keinen Trainer, der mich bislang so hat spielen lassen. Das genieße ich momentan sehr, weil es viel Spaß macht.

fcn.de: Mit Christian Früchtl, Pius Krätschmer, Tom Krauß, Sarpreet Singh, Manuel Schäffler und Pascal Köpke gab es sechs externe Neuzugänge. Wie konntet ihr die Jungs integrieren und was für einen Eindruck hast du von ihnen?

Enrico Valentini: Wie immer konnten wir sie gut integrieren, das sind alles gute Jungs. Pascal kennt sich hier aus, fühlt sich direkt wohl. „Cheffe“ weiß, wie es im Fußball läuft. Seine Präsenz ist sowohl auf als auch neben dem Platz extrem wichtig. Den ausgeliehenen Jungs merkt man nicht an, dass sie ausgeliehen sind. Die fühlen sich hier sehr wohl und geben alle Gas.

fcn.de: Zum Pflichtspielstart ging es gegen RB Leipzig. Über das Ausscheiden wurde inzwischen genug gesprochen. Verrate uns doch lieber mal, was ihr Positives aus der Partie für die neue Saison zieht?

Enrico Valentini: Es war zwar kein Gradmesser, aber Dinge, die auch gegen RB funktionieren müssen, haben wir teilweise nicht gut gemacht. Da müssen wir mehr Ruhe am Ball haben. Am Ende des Tages konnten wir die Druckphasen aber weitestgehend verteidigen. Wenn wir keinen Fehler machen, kassieren wir grundsätzlich auch kein Tor. Die individuellen Fehler müssen wir abstellen, dann ist es sehr schwer, gegen uns ein Tor zu schießen.

fcn.de: Hast du denn grundsätzlich das Gefühl, dass ihr defensiv besser steht als in der vergangenen Saison? Oder kann man das zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau sagen?

Enrico Valentini: Das kann man jetzt noch nicht sagen. Letzte Saison haben wir vor allem viele unnötige Tore kassiert. Die grundsätzliche Arbeit gegen den Ball finde ich aber besser, das kann ich jetzt schon sagen.

fcn.de: Zum Abschluss: Was wünschst du dir und dem Club für die neue Saison?

Enrico Valentini: Eine stabile Saison mit deutlich mehr Siegen als im letzten Jahr. Dann sehen wir, wofür es reicht. Das Ziel, das ich mir setze und das wir als Mannschaft auch so sehen sollten ist, dass wir von Spiel zu Spiel schauen, alles andere kommt dann von alleine. Wir haben in der Vorbereitung eine gute Basis gelegt. Jetzt gilt es, das aber auch umzusetzen und nicht nur zu reden.

fcn.de: Dann wünschen wir euch für Freitag viel Erfolg und uns allen Cluberern eine positive Saison. Danke für das Interview!