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Donnerstag, 03.02.2011

„Der Club verkauft sich in dieser Saison wirklich gut“

fcn.de sprach vor dem Spiel gegen die Werkself mit Bayer-Torhüter René Adler.

René Adler ist deutscher Nationaltorwart und steht seit 2002 bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag. Im Sommer verhinderte nur eine Rippenverletzung, dass er als Nummer Eins im deutschen Tor mit nach Südafrika fahren durfte. fcn.de hat sich mit dem 26-Jährigen über Leverkusens Titelambitionen, seine Ziele mit der Nationalmannschaft und natürlich den Club unterhalten.

fcn.de: Hallo Herr Adler, Bayer 04 ist gut in die Rückrunde gestartet. Können Sie Dortmund noch gefährlich werden?

René Adler: Wir tun gut daran, nicht auf Borussia Dortmund oder auf andere Teams zu schauen. Dortmund ist so weit weg, dass es wenig seriös wäre, sich mit einer „Jagd“ auf den BVB zu befassen. Wir müssen schauen, dass wir unsere Position verteidigen. Das ist schwierig genug. Aber wir haben das Selbstvertrauen und die Qualität, es zu schaffen.

fcn.de: Im Sommer mussten Sie leider aufgrund einer Rippenverletzung auf die WM verzichten, obwohl Sie eigentlich als Nummer Eins vorgesehen waren. Wie sehen Ihre Ziele mit der Nationalelf nach dem Turnier aus?

René Adler: Manuel Neuer hat sich bei der WM in Südafrika einen Vorsprung erarbeitet. Er hat bei der WM gut gehalten und sich das Vertrauen des Bundestrainers verdient. Das akzeptiere ich, es ist klar, dass ich mich in eine gewachsene Hierarchie einfügen muss. Aber natürlich werde ich versuchen, Joachim Löw durch konstant gute Leistungen im Verein meine Verlässlichkeit zu beweisen. Es ist und bleibt für mich ein großes Ziel und eine Ehre, für die Nationalmannschaft zu spielen.

fcn.de: Leverkusen hat mit Jupp Heynckes den ältesten Trainer der Bundesliga – gegen den allgemeinen Trend hin zu immer jüngeren Übungsleitern. Welche Rolle spielt seine Erfahrung?

René Adler: Jupp Heynckes ist ein entscheidender Faktor für unseren Erfolg. Er ist, Sie sagen es, ein erfahrener Trainer, der im Fußball schon alles erlebt hat und genau dies vor allem den jungen Spielern vermittelt, ohne wie eine Überfigur zu wirken. Er kann sich unheimlich gut in die einzelnen Spieler hineinversetzen, eine seiner größten Stärken ist die Kommunikation. Wir hoffen alle, dass er ein weiteres Jahr bei Bayer 04 Leverkusen bleiben wird.

fcn.de: Mit Co-Trainer Peter Hermann, Stefan Reinartz und Stefan Kießling stehen einige Ex-Cluberer in Diensten von Bayer 04. Haben Sie sich von Ihnen ein paar Tipps für das Spiel geben lassen?

René Adler: Wenn das immer so einfach wäre, dann hätten die Nürnberger in der vergangenen Saison unsere lange Serie ohne Niederlage kaum beenden können. Es ist natürlich klar, dass es im heutigen, modernen Fußball kaum noch Geheimnisse gibt. Unabhängig von den Ex-Cluberern in unseren Reihen bereiten wir uns akribisch auf den 1. FCN vor. Aber wer weiß? – vielleicht hat einer der Genannten ja am Ende doch den entscheidenden Tipp…

fcn.de: Zum Abschluss: Wie schätzten Sie, wird die Partie laufen?

René Adler: Nürnberg wird es uns sehr schwer machen. Der Club verkauft sich in dieser Saison wirklich gut. Das ist eine Mannschaft, die nicht leicht zu spielen ist. Aber dasselbe gilt auch für uns. Es wird sicherlich eng zugehen, aber ich hoffe, dass wir uns am Ende durchsetzen können.