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Profis Hintergründe Montag, 30.11.2015

Der Club nach St. Pauli: Die Richtung stimmt

Foto: Daniel Marr

Die letzten Wochen zeigen: Der Club ist auf dem richtigen Weg. Der Sieg auf St. Pauli macht den Trainer stolz, doch noch "wartet viel Arbeit auf uns".

Man kann sich für einen Sonntag sicherlich schönere Dinge vorstellen, als den späten Nachmittag und Abend auf der Straße zu verbringen und mal schnell mehr als 600 Kilometer runter zu schrubben. Wenn die vorausgegangenen Stunden allerdings ein richtig schönes Erlebnis waren, dann steckt man das ganz locker weg. "Nach so einem Sieg", sagte deshalb René Weiler am Morgen nach dem Erfolg beim FC St. Pauli, "empfindet man die Fahrt natürlich viel angenehmer".

Zumal der 1. FC Nürnberg in dieser Saison erst einmal als Sieger die Heimreise antrat. In Hamburg gelang den Mannen von Trainer René Weiler nun der zweite Auswärtsdreier dieser Spielzeit – in überragender Art und Weise. Mit 4:0 hatte man beim Tabellendritten gewonnen, der bis dato die wenigsten Gegentore der Liga kassiert und zu den heimstärksten Teams der Liga gezählt hatte.

"Es war kollektiv sehr gut"

"Wir können sehr zufrieden sein", erklärte René Weiler. "Und man ist schon auch stolz, wenn man ein Spiel so gewinnt." In der Offensive setzte der Club immer wieder Akzente und schlug eiskalt zu, in der Defensive arbeitete man geschlossen und gewährte den Gastgebern über 90 Minuten kaum eine echte Torchance. "Es war kollektiv sehr gut, ich mag gar nicht einzelne herausheben. Sie haben es miteinander richtig gut gemacht", lobte der Club-Trainer seine Akteure. "Wir investieren derzeit einfach sehr viel", erklärte Keeper Raphael Schäfer, dem vor allem das gemeinschaftliche Arbeiten im Spiel gegen den Ball gefiel.

In der Offensive, so Weiler, sind wir inzwischen "unberechenbarer". Zum Beleg: Die vier Tore in St. Pauli entstanden allesamt aus unterschiedlichen Situationen. Dem 1:0 ging eine schöne Kombination über den Flügel voraus, beim zweiten Treffer suchte Torschütze Niclas Füllkrug entschlossen den Weg in die Tiefe und wurde von Alessandro Schöpf genial bedient. Das 3:0 war ein perfekt ausgespielter Konter, während der Club bei Tor Nummer vier nach einer Standardsituation zuschlug.

"Nicht überbewerten"

In überschweifende Euphorie verfiel beim Club trotz des höchsten Auswärtssieges seit 15 Monaten allerdings niemand. "Das Resultat ist etwas zu hoch ausgefallen, das muss man schon auch eingestehen", sagte Weiler. Und Schäfer ergänzte: "Man darf das jetzt auch nicht überbewerten. Es wartet weiterhin viel Arbeit auf uns."

Trotzdem sind sich die Beteiligten einig: Die Richtung, die die Mannschaft in den letzten Wochen eingeschlagen hat, stimmt. "Es war ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung", so Weiler, der mit seiner Elf nur eines der letzten zehn Spiele verlor. "Man merkt schon, dass wir inzwischen nur schwer zu schlagen sind."

Spieldaten

16. Spieltag, 2. Bundesliga 2015/2016
0 : 4
FC St. Pauli
1. FC Nürnberg
17. Niclas Füllkrug 0:1
43. Niclas Füllkrug 0:2
53. Tim Leibold 0:3
89. Patrick Erras 0:4
Stadion
Millerntor-Stadion
Datum
29.11.2015 12:30 Uhr
Schiedsrichter
Sören Storks
Zuschauer
29546

Aufstellung

FC St. Pauli
Himmelmann - Hornschuh - Sobiech - Ziereis - Buballa - Alushi (78. Gonther) - Buchtmann - Sobota - Maier (72. Verhoek) - Kalla (46. Dudziak) - Thy
Reservebank
Heerwagen, Dudziak, Gonther, Nehrig, Rzatkowski, Fafa, Verhoek
Trainer
Ewald Lienen
1. FC Nürnberg
Schäfer - Brecko - Margreitter - Bulthuis - Sepsi - Behrens - Erras - Schöpf - ?? - Leibold (88. Hercher) - Füllkrug (62. Blum)
Reservebank
Rakovsky, Hovland, Blum, Kerk, Petrak, Hercher, Sylvestr
Trainer
René Weiler

Ereignisse

17. min Spielstand: 0:1
Niclas Füllkrug

43. min Spielstand: 0:2
Niclas Füllkrug

46. min Spielstand: 0:2
Jeremy Dudziak kommt für Jan-Philipp Kalla

47. min Spielstand: 0:2
Philipp Ziereis

53. min Spielstand: 0:3
Tim Leibold

60. min Spielstand: 0:3
Waldemar Sobota

62. min Spielstand: 0:3
Danny Blum kommt für Niclas Füllkrug

72. min Spielstand: 0:3
John Verhoek kommt für Sebastian Maier

76. min Spielstand: 0:3
Ondrej Petrak kommt für

78. min Spielstand: 0:3
Sören Gonther kommt für Enis Alushi

88. min Spielstand: 0:3
Philipp Hercher kommt für Tim Leibold

89. min Spielstand: 0:4
Patrick Erras