Demba Diop: Ein „Teranga“ für das FCN-Mittelfeld
Kurz vor Schluss des Transferfensters verpflichtete der Club mit Demba Diop einen Spieler, den zuvor wahrscheinlich kaum ein Club-Fan auf dem Zettel hatte. Wir stellen euch den frisch gewordenen 22-Jährigen aus dem Senegal etwas genauer vor.
Am vergangenen Donnerstag feierte Demba Diop seinen 22. Geburtstag. Somit wird es rund 18 Jahre her sein, als der kleine Demba mit dem Fußball spielen begann: „Wir haben einfach auf den Straßen unter Freunden unsere Turniere ausgespielt“, erzählt er von seinen Anfängen in einem Nachbarschaftsort der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Danach folgte der erste zukunftsweisende Schritt: „Als ich 12 Jahre alt war, ging ich in die Akademie von Diambars FC. Dort musste man zunächst verschiedene Tests absolvieren, die darüber entscheiden, ob man aufgenommen wird oder nicht.“ Demba schaffte den Schritt in die von Patrick Vieria gegründete Akademie und fortan gab es für ihn nur noch eine Option.
„Mein Vater hat selbst Fußball gespielt. Er hat mir den Sport nähergebracht. Als ich in der Akademie war, wurde mir klar, dass ich Fußballer werden muss, da es jahrelang nichts Anderes gab. Circa die Hälfte der Spieler, die die Akademie besuchen, schaffen es nach Europa“, fasst er seine Entwicklung der rund acht Jahre, die er dort verbrachte, zusammen. Der Mittelfeldspieler fiel auf und schaffte so den Schritt nach Belgien zu Zulte Waregem.
Highlights und Rückschlag
Im September 2022 wechselte er zum belgischen Zweitligisten, ein paar Monate später gelang ihm und der senegalesischen U20 Nationalmannschaft der große Coup – der Gewinn des U20 Afrika-Cups: „Bei diesem Turnier konnte ich einfach zeigen, was ich kann. Es wird immer von vielen Scouts besucht. Ich habe zwar eine Verletzung davongetragen, aber mich in Belgien wieder zurückgekämpft.“ Es folgten zwei weitere Jahre beim belgischen Verein, bei dem er vor allem seine „Mentalität entwickeln konnte“ und am Ende der Gewinn der Zweitligameisterschaft stand.
Bescheidenheit und Vorfreude
„Wir sind bescheiden und werden auch die „Teranga“ genannt: Das bedeutet Gastfreundschaft und Offenheit, was sehr gut auf mich und die Menschen im Senegal zutrifft“, lautet seine Beschreibung zu sich als Person. Was natürlich auch nicht fehlen darf, ist die afrikanische Lebensfreude: „Ich habe immer ein Lächeln im Gesicht, mir wird schon etwas einfallen“, antwortet er schmunzelnd auf die Frage, inwiefern er diese Lebensfreude auch in die Kabine einbringen möchte.
Beim FCN sieht er die für ihn passende Möglichkeit, seine Entwicklung bestmöglich voranzutreiben und freut sich vor allem auf eines: „Ich habe noch nie vor 30.000 oder mehr Zuschauern gespielt. Natürlich habe ich den deutschen Fußball verfolgt und man merkt, wie viele Menschen hier daran interessiert sind. Ich freue mich sehr darauf, mein erstes Spiel vor so vielen Zuschauern zu machen“, sagt er abschließend zu seinen Zielen für die nächsten Wochen.