Das Fazit zum Transferfenster: „Demütig bleiben und weiterarbeiten“
Am Mittwoch zog Vorstand Sport Joti Chatzialexiou im Rahmen einer Medienrunde sein Fazit zum Sommertransferfenster. Wir haben die wichtigsten Botschaften mitnotiert.
Vorstand Joti Chatzialexiou über…
…seine Gesamtbewertung des Transferfensters: „Übergeordnet kann man sagen, dass wir unsere Transferziele nahezu zu 100 Prozent erreicht haben. Wir haben aus der wirtschaftlichen, personellen und sportlichen Sicht nahezu eine Punktlandung erzielt. Deswegen hatten wir auch einen vergleichsweise langweiligen Deadline-Day, da wir bei unserem zusammengestellten Kader bleiben wollten und sehr glücklich darüber sind.“
…über die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen: „Wir haben uns auch auf dieser Ebene in den letzten Jahren breiter aufgestellt, was die Arbeit während eines Transferfensters erleichtert. Michael Bischof, Christopher Schindler und ich haben die selbe Idee davon, wie wir als 1. FC Nürnberg Fußball spielen wollen. Florian Büchel und sein Team haben unendlich viele Spieler gecheckt und Matthias Wallenwein kümmert sich vorrangig darum, dass die neuen Spieler auch aus persönlicher Sicht gut in die Kabine passen. Insgesamt haben wir das gute Teamwork bewiesen.“
…über die Strategie im Transferfenster: „Wir hatten zwischen Sport und Finanzen einen Strategiewechsel. Wir konnten es uns diesen Sommer leisten, finanziell in Vorleistung zu gehen, weil wir uns in den letzten Jahren eine gewisse Stabilität erarbeitet haben. Das hat man beispielsweise an den Transfers für die Innenverteidigung gesehen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten wir dennoch im Hinterkopf und haben auch gute ablösefreie Lösungen gefunden. Dennoch hat dieser Strategiewechsel maßgeblich dazu beigetragen, schon frühzeitig gewisse Positionen besetzt zu haben.“
…die Auswirkungen dieses Strategiewechsels: „Frühzeitig gewisse Personalien umzusetzen, ist etwas, was wir in den vergangenen Jahren nicht verwirklichen konnten. Zudem hatten wir in den letzten Jahren zwei große Umbrüche. Einen gewissen Stamm beizubehalten, tut aber auch der Kabine und dem Zusammenhalt der Mannschaft gut. Davon bin ich überzeugt. Zudem Konnte Miro frühzeitig mit den Spielern arbeiten und wir konnten nicht in eine wirtschaftliche Schieflage rutschen, die uns gegebenenfalls noch einmal unter Verkaufsdruck gesetzt hätte.“
…viele Spieler halten zu können: „Wir haben Jungs mit großem Potenzial und wir sind sehr froh darüber, dass wir Spieler wie Adam Markhiyev, Julian Justvan, Finn Becker oder Jan Reichert halten konnten, da sie wichtige Spieler für uns sind. Die Entscheidung bezüglich Mohamed Ali Zoma war dann auch ein Signal an die Mannschaft und an das Umfeld. Gerade das Umfeld war in den letzten zwei Jahren sehr geduldig mit uns und deswegen haben wir uns dazu entschieden, jetzt die sportlichen Belange in den Vordergrund zu rücken.“
…über die verschiedenen Profile innerhalb der Mannschaft: „Unser Ziel war es auch, eine gewisse Intensität in den Kader reinzubringen und Spieler dazuzuholen, die uns Power geben – egal ob von Beginn an oder von der Bank. Darüber hinaus können wir nun unterschiedliche Systeme spielen und auf Gegner reagieren. Das war auch der Grund, wieso wir mit Rayan Ghrieb und Can Moustfa zwei Spieler verpflichtet haben, die ihre Qualitäten im Eins-gegen-Eins haben.“
…über die Entwicklung der Jungen Spieler: „Wir haben vor zwei Jahren diesen Weg eingeschlagen und wollen ihn nun auch konsequent weiterverfolgen. Zu Beginn des Transferfensters ist die Stürmerthematik aufgeploppt, aber wir haben unser Vertrauen in Piet Scobel gesetzt und er zahlt es uns jetzt zurück. Tim Janisch kam mit einem veränderten Mindset aus der Sommerpause wieder und hat es sich jetzt verdient, in der Startelf zu stehen. Und auch bei Eric Porstner hatten wir die Fantasie, dass er sich durchsetzen kann und wird. Das sind alles hungrige Jungs und Beispiele dafür, dass sich ihre Arbeit auszahlt. Auch das Beispiel Kristian Mandic hat einmal mehr gezeigt, dass wir diese Jungs reinwerfen können.“
…über den Saisonstart: „Mit den ersten Spielen bin ich natürlich sehr zufrieden. Im Pokal sind wir mit zwei blauen Augen davongekommen und es würde meiner Herzfrequenz guttun, mal nicht ins Elfmeterschießen zu müssen. Für uns gilt jetzt aber, weiterhin demütig zu bleiben und an uns und unseren Dingen weiterzuarbeiten.“