ClubNachwuchs Dienstag, 07.07.2026

Cluberer auf der Jagd nach Europas Thron: "Ein unbeschreibliches Gefühl"

Seit Ende Juni kämpfen Kristian Mandic und Tino Kusanovic mit der kroatischen U19-Nationalmannschaft bei der Endrunde der UEFA U19-Europameisterschaft um den Titel. Mit fcn.de spricht Mandic über die sportliche Reise zur Endrunde, den bisherigen Turnierverlauf, seine persönlichen Leistungen und das anstehende Halbfinale gegen Spanien.

Auf dem Weg zur Endrunde musste die kroatische U19-Auswahl zwei Qualifikationsrunden überstehen und meisterte diese mit Bravour. Die erste Gruppenphase schloss Kroatien mit drei Siegen aus drei Spielen erfolgreich ab. Dabei gelangen Erfolge gegen Serbien (4:1), Gibraltar (8:0) und Georgien (2:0). Auch in der Eliterunde blieb die Mannschaft ungeschlagen und qualifizierte sich dank Siegen gegen die Schweiz (4:1) und Norwegen (1:0) sowie eines 1:1 gegen Frankreich für das Finalturnier.

„Wir hatten starke Gegner auf dem Weg in die Endrunde“, blickt Mandic auf die Qualifikation zurück. Gleichzeitig sei das große Ziel allen bewusst gewesen: „Wir wussten, dass die letzte Teilnahme einer kroatischen U19-Mannschaft schon mehr als zehn Jahre zurücklag. Diese Serie wollten wir brechen. Mit viel Willen, Einsatz und Leidenschaft haben wir das geschafft. Am Ende waren wir natürlich überglücklich.“

Nach Fehlstart doch noch ins Halbfinale

Der Start in die Endrunde verlief allerdings nicht wie erhofft. Zum Auftakt musste sich Kroatien der Ukraine mit 1:3 geschlagen geben. „Wir waren natürlich sehr enttäuscht“, erinnert sich der Verteidiger. Gleichzeitig hebt er die Reaktion seiner Mannschaft hervor: „Wir haben Fehler gemacht, diese aber anschließend richtig gut analysiert und aufgearbeitet.“ Drei Tage später folgte das Duell mit Italien. Nach 90 umkämpften Minuten stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel, der erste Punktgewinn des Turniers.

Vor dem abschließenden Gruppenspiel war die Ausgangslage dennoch schwierig: Italien musste gegen die Ukraine verlieren und Kroatien Serbien möglichst deutlich besiegen. Die kroatische Auswahl erfüllte ihre Aufgabe eindrucksvoll und setzte sich mit 3:0 durch. Weil Italien zeitgleich mit 0:1 gegen die Ukraine verlor, zog Kroatien doch noch ins Halbfinale ein. „Die Stimmung in der Mannschaft war schon vor dem Spiel unfassbar gut. Wir wussten, dass wir mit unseren Qualitäten nur schwer zu stoppen sind, wenn wir sie auf den Platz bringen“, beschreibt Mandic die Momente vor der Partie.

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. „Es war ein absolut unbeschreibliches Gefühl, das ich nach der Qualifikation für das Halbfinale gespürt habe. Wir haben unseren Emotionen freien Lauf gelassen – das war einfach ein geiler Moment“, schwärmt der FCN-Nachwuchsspieler.

Zwei Cluberer überzeugen im Turnier

Mit dem Einzug ins Halbfinale sicherte sich die kroatische U19-Nationalmannschaft gleichzeitig das Ticket für die kommende U20-Weltmeisterschaft und feierte damit bereits einen großen Erfolg. Einen wichtigen Anteil daran haben auch die beiden FCN-Nachwuchsspieler Kristian Mandic und Tino Kusanovic. Kusanovic wurde gegen die Ukraine in der 60. Minute eingewechselt, stand gegen Italien mehr als 70 Minuten auf dem Platz und steuerte beim 3:0-Erfolg gegen Serbien in 85 Einsatzminuten eine Torvorlage bei.

Mandic absolvierte alle drei Gruppenspiele über die volle Distanz und kam dabei als Linksverteidiger zum Einsatz. Mit seinem bisherigen Turnierverlauf zeigt sich der Defensivspieler überglücklich: „Bis dato bin ich sehr zufrieden mit meinen Leistungen. Ich konnte der Mannschaft weiterhelfen, da ist es mir egal, auf welcher Position ich spiele. Auch wenn ich mich in der Innenverteidigung wohler fühle, funktioniert es als Außenverteidiger richtig gut.“

Spanien wartet im Halbfinale

Nun wartet die bislang größte Herausforderung auf die kroatische Auswahl. Im Halbfinale trifft sie auf Spanien. Die Spanier gewannen alle drei Gruppenspiele und weisen eine beeindruckende Tordifferenz von 14:0 auf. Von dieser Bilanz lässt sich Mandic jedoch nicht beeindrucken: „Wir wissen natürlich, dass Spanien ein richtig guter Gegner ist und uns ein hartes Spiel erwartet. Wir müssen uns auf unsere eigenen Stärken fokussieren. Dann haben wir definitiv eine gute Chance, die Spanier zu knacken und ins Finale einzuziehen.“


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