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Donnerstag, 28.05.2009

Club mit Paukenschlag in die Relegation!

Eigler und Boakye mit dem Doppelpack treffen zum verdienten 3:0-Sieg im Stadion der Freundschaft.

Die 90 längsten Minuten der Saison – Nervenanspannung und Adrenalin pur – gab es am Donnerstag, 28.05.09, im Stadion der Freundschaft in Cottbus im Relegations-Hinspiel 2008/2009. Eine atemberaubende Partie sahen die rund 2.500 Club-Fans, die sich auf die über 400 Kilometer weite Reise in die Lausitz gemacht hatten.

Ein intensives, wenn nicht sogar robustes Spiel schon ab der ersten Spielminute! Die Konstellation war klar: Jeder Spieler wusste genau, es ging um Alles! Beide Mannschaften gaben sich kämpferisch, wollen sich nichts schenken. Die erste Chance hatten die Gastgeber: Stiven Rivic testete Keeper Raphael Schäfer – der Nürnberger Kapitän hielt das Leder (1.). Auch in der 17. Minute ein überragender Schäfer. Mit den Handschuhspitzen lenkte er den Ball über die Latte.

Boakye sorgte für das wichtige Auswärtstor

Aber genug zu den Lausitzern. Die erste Nürnberger Chance gab es in Minute zwei. Nach einer Bieler-Flanke scheiterte Daniel Gygax nur knapp. In der sechsten Minute landete der Schuss von Christian Eigler aus 20 Metern im Seitenaus. In der 13. Spielminute geschah das, auf das ganz Nürnberg hoffte: Der Club hatte das Heft in die Hand genommen und ging in Führung, wenn auch etwas glücklich. Torschütze war Isaac Boakye, der nach einem Angriff über die linke Seite abzog – noch von einem Cottbuser abgefälscht flog der Ball ins Netz! Was für ein Jubel in der Kurve der Nürnberger – Schweigen hingegen auf den Rängen der Cottbus-Fans. So konnte es weitergehen...

Doch die Partie blieb nervös, mit einigen Chancen auf beiden Seiten. Innerhalb von wenigen Minuten hatte erst der FC Energie eine Großchance – Schäfer faustete Shaos Kopfball nach einem Freistoß über die Latte (22./ ähnlich 25.). Aber auch der Club war mal nach vorne dran – einen Konter über links spitzelte Gygax quer auf Eigler (23.). Ein Abwehrmann der Cottbuser warf sich in letzter Sekunde dazwischen. In der 31. Minute stand Marek Mintal frei im Strafraum, das kleine Problem: Um das Torphantom standen einmal mehr vier Abwehrspieler.

Traumstart in Hälfte zwei

Seitenwechsel. Die Minuten tickten in Zeitlupe. Die Mannschaften machten Meter um Meter – auf zum großen Ziel! Adrenalin im Blut von jedem Fan und jedem Spieler. Und das musste raus. Christian Eigler fand als erster das Ventil: In der 55. Minuten hatte Daniel Gygax den Ball auf dem Schlappen, und lupfte auf den in Richtung Tor lossprintenden Eigler. Noch ein Lupfer über Gerhard Tremmel und ganz Franken lag sich in den Armen. „Hier regiert der FCN“ hörte man aus der Nürnberger Kurve – „Aufwachen“ skandierten die Fans des FCE. Unglaublich – es stand 0:2!

Luftholen, weiter. Nach vorn, schnell und wirkungsvoll über Daniel Gygax und Peer Kluge, was machte der Nürnberger Mittelfeldmotor am Donnerstag Meter! Auch auf dem Zettel: Zwei Riesenchancen von Christian Eigler (61./68.) – leider ohne Erfolg. Auch nach hinten war der Club ein sicheres, eingespieltes Team. Joe Mnari als Staubsauger vor der Viererabwehrkette, die kaum etwas anbrennen ließ. Und wenn war immer noch der bestens aufgelegte Raphael Schäfer zur Stelle.

Das Sahnehäubchen

In den Schlussminuten flachte das Tempo etwas ab. Mike Frantz, der nach seiner Verletzung für Peer Kluge gekommen war, versuchte es zweimal aus der Distanz (81./85.). In der 86. Minute machte sich auch bei Christian Eigler die lange Saison bemerkbar, ihn ersetzte Dario Vidosic. In der 89. Minute dann jedoch noch einmal Riesenjubel bei den Rot-Schwarzen: Mintal hatte von der Strafraumgrenze rechts auf den völlig frei stehenden Isaac Boakye gepasst, der ließ sich nicht zweimal bitten und zog eiskalt mit dem Außenrist ab – Tremmel hatte keine Chance, 0:3.

Endlich pfiff Schiedsrichter Florian Meyer ab, der Jubel kannte keine Grenzen mehr! Unter frenetischen Fangesängen und Applaus – auch aus der Cottbuser Kurve – verließen die Cluberer die Arena. Nun heißt es im Rückspiel noch einmal alles aus den Beinen holen. Aber keine Frage: Mit Euch pack mer’s!