Club-Gwaaf zum Spieltag: Zu wenig Ertrag
Auf den Rängen war es erneut ein Fest – auf dem Platz ging es ordentlich zur Sache. Schlussendlich unterlag der Club am Sonntagmittag jedoch mit 0:1 beim Tabellenführer aus Gelsenkirchen, wenngleich er dem jetzigen Herbstmeister ordentlich Paroli bot.
Zu wenig Wucht: Wenn der Club auf Schalke trifft, ist eigentlich immer ordentlich etwas los. Dies traf am Sonntag aber nicht auf die gegnerischen Strafräume zu. Wenn man auswärts beim Tabellenführer spielt, ist dies allerdings erst einmal kein schlechtes Zeichen. Doch die Gastgeber nutzten in der zweiten Hälfte einen ihrer Umschaltmomente, auf der anderen Seite wollte es Luka Lochoshvili und Artem Stepanov nicht gelingen, Loris Karius zu überwinden: „Es war alles in allem ein ordentliches Spiel von uns. Im letzten Drittel hat uns aber die Entschlossenheit gefehlt. Da waren einfach ein paar Sachen zu unsauber“, bilanzierte Julian Justvan nach dem Spiel und sprach dabei von den oftmals aussichtsreichenden Momenten, die der FCN zunächst durch sein Kombinationsspiel im Mittelfeld generierte. „Die Leistung war ordentlich, aber das bringt uns nichts. Das sind die Dinge, an denen wir täglich arbeiten. Aber wir müssen die Box mit mehr Intensität fluten und das auch im Spiel umsetzen. Wir sind in den Momenten einfach nicht zwingend genug“, zeigte sich FCN-Cheftrainer Miroslav Klose enttäuscht über das Ergebnis - wohlwissend, dass mehr möglich gewesen wäre auf Schalke.
Zu wenig Intensität: Der FC Schalke 04 steht in dieser Saison vor allem für eines: Wucht und Intensität. Bei Heimspielen wird dies zusätzlich von über 55.000 S04-Fans getragen. Doch so wirklich gelingen wollte das den Gastgebern am Sonntagnachmittag nicht, was auch mit dem Club zu tun hatte, wie S04-Coach Miron Muslic nach der Partie befand: „Wir haben nicht in unser Spiel gefunden und hatten keine Wucht und keine Intensität. Der Club hat uns im Ballbesitz laufen lassen, weil sie technisch saubere Lösungen parat hatten. Deswegen sind wir der glückliche Sieger.“ Genau auf diese Parameter bereitete Klose seine Mannschaft vor: „Wir wussten, dass sie mit Wucht und Intensität kommen werden.“
Der Rückstand kurz nach der Pause half dann selbstredend nicht dabei, die Aufgabe lösbarer zu machen: „Nach dem 0:1 machen die Schalker das Spiel sehr unruhig. Sie ziehen das Stadion mit, und dann wird es hier sehr schwierig für uns“, so Julian Justvan. Dennoch erzeugten unsere Nummer 10 und seine Mannschaftskollegen immer wieder das Gefühl, dass doch noch etwas gehen könnte. Schlussendlich fehlte es aber auch beim FCN an der letzten Entschlossenheit, wodurch am Ende zu wenig Ertrag für eine nicht allzu schlechte Leistung bleibt.
Viele Emotionen: Losgelöst vom Sportlichen war es erneut ein gelungener Ausflug ins Ruhrgebiet. Bereits vor dem Spiel hatten Fans beider Lager die Möglichkeit, bei diversen Aktionen die Fanfreundschaft zu pflegen. Und 15 Minuten vor Anpfiff wird „Die Legende lebt“ wohl nur im Max-Morlock-Stadion noch lauter gesungen. Die Nordkurve Gelsenkirchen zeigte dann noch eine spektakuläre Choreografie mit beiden Vereinswappen und so kann zweifelsohne festgehalten werden: Diese Fanfreundschaft ist einzigartig!
Ausblick: Nun steht die letzte Pflichtspielwoche vor der Klose-Elf, in der im Heimspiel gegen Hannover 96 noch einmal Punkte her sollen. Die letzte öffentliche Trainingseinheit des Jahres findet am Mittwoch um 10:30 Uhr am Valznerweiher statt und wer beim letzten Heimspiel des Jahres noch dabei sein möchte, kann sich hier noch mit Tickets eindecken.
Weitere Artikel zur Partie
- FC Schalke 04
- 52. Vitalie Becker 1:0
- 1. FC Nürnberg
- –
- Stadion
- Datum
- 14.12.2025 13:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Christian Dingert
- Zuschauer
- noch unbekannt
- FC Schalke 04
- Karius - Ayhan - Katic - Kurucay
(77. Becker) - El-Faouzi - Schallenberg
(77. Pöpperl) - Wallentowitz (46. Porath) - Becker (86. Sanchez) - Antwi-Adjei (46. Gomis
) - Karaman - Sylla - Reservebank
- Podlech, Becker, Matriciani, Sanchez, Pöpperl, Porath, Younes, Zalazar, Gomis

- Trainer
- Miron Muslic
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - Drexler (89. Baack) - Gruber - Lochoshvili
- Yilmaz - Markhiyev
- Becker (76. ERROR!) - Lubach
- Justvan - Grimaldi (89. Scobel) - Zoma - Reservebank
- Mathenia, ??, Porstner, Baack, Diop, von der Hitz, Maboulou, Scobel, ??
- Trainer
- Miroslav Klose