"Club-Gwaaf zum Spieltag": Schnell, stabil, gierig
Der Club gewinnt auch in Dresden und bestätigt damit seinen positiven Trend. Wir blicken nochmal zurück auf den Auswärtssieg...
Schnell & effizient: Es ist ein Satz, den jeder Fußballer – egal ob Champions League oder A-Klasse – schon häufig gehört hat vor einem Spiel: "Wir müssen sofort voll da sein." Besser als der Club am Freitagabend in Dresden, kann man vermutlich nicht "voll da sein". Denn nach gut 13 Sekunden zappelte der Ball bereits im Dynamo-Tor und ließ die rund 3.000 Club-Fans vor Ort so frühzeitig jubeln, wie noch kein anderer Verein seine Anhänger in dieser Zweitliga-Saison jubeln ließ.
"Besser kann so ein Abend nicht beginnen", schwärmte Torschütze Rafael Lubach, der die präzise Vorarbeit von Artem Stepanov sehenswert verwandelte. "Wirklich planen kannst du so etwas natürlich nicht", gestand Miroslav Klose. "Aber man trainiert es schon. Fakt ist: Wir wollten direkt nach vorne und kurz rausspielen." Und so klappte, was schon gegen Braunschweig geklappt hatte: Mit seinem ersten Torschuss ging der FCN prompt in Führung und blieb auch danach effizient. Torschuss Nummer zwei, ein sehenswerter Fallrückzieher von Mohamed Zoma, entschärfte Dresden-Keeper Roman Grill gerade noch so. Torschuss Nummer drei durch Tim Janisch war dann wieder drin.
Glücklich & verlässlich: Für den Club war Janischs 2:1 extrem wichtig, für den Rechtsverteidiger selbst noch viel mehr als das. "Mit diesem Tor geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Für den Verein zu treffen, von dem man selbst Fan ist, ist das Beste, was es gibt. Ich hatte bei meiner Auswechslung Tränen in den Augen. Ich werde sicher noch ein paar Nächte davon träumen", sagte der 20-Jährige, der seit er elf Jahre alt ist das Club-Trikot trägt. Erstmals seit dem 4. Spieltag hatte Klose Janisch wieder in die Startelf beordert und damit ein glückliches Händchen bewiesen.
Auch der zweite Neue in der Anfangsformation machte seine Sache gut: Robin Knoche ersetzte den Gelb-gesperrten Luka Lochoshvili und bildete zusammen mit Fabio Gruber gegen die robusten und kopfballstarken Vincent Vermeij und Christoph Daferner ein stabiles Abwehrzentrum. Ganz vorne feierte in den Schlussminuten derweil ein weiterer Club-Youngster seine Premiere: Piet Scobel, Torjäger aus der U23, durfte erstmals bei den Profis ran und erhielt von Kapitän Robin Knoche direkt ein Sonderlob: "Der Junge hat einen super Charakter und arbeitet einfach. Da freut es einen, wenn solche Jungs ihre Premiere feiern."
Stabil & gierig: Mit dem Sieg verabschiedet sich der Club nun in die letzte Länderspielpause des Jahres – und hat seit der letzten Länderspielpause einen weiteren Aufwärtstrend erkennen lassen. Aus den vier Partien nach der Pause im Oktober holte die Klose-Elf acht Punkte, ist nun bereits seit insgesamt fünf Spielen ungeschlagen und holte dabei elf von 15 Zählern. In den letzten sieben Begegnungen konnte nur Hertha BSC den Club bezwingen.
Und dadurch schieben sich Knoche und Co. auch in der Tabelle langsam nach oben. "Wir wollten unbedingt gewinnen, um den Abstand nach unten zu vergrößern", erklärte Lubach das Ziel fürs Spiel in Dresden, während Janisch ergänzte, wie es nun möglichst weitergehen soll: "Wir wollen einfach weiter klettern. Deshalb wollen wir auch das nächste Heimspiel gegen Bielefeld gewinnen, auch wenn's schwer wird."
Weitere Artikel zur Partie
- Dynamo Dresden
- 45. Dominik Kother 1:1
- 1. FC Nürnberg
- 1. Rafael Lubach 0:1
50. Tim Janisch 1:2
- Stadion
- Datum
- 07.11.2025 18:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Eric Weisbach
- Zuschauer
- 31749
- Dynamo Dresden
- Grill - Marx (71. Faber) - Boeder - Bünning - Rossipal - Hauptmann (71. Menzel
) - Amoako (59. Casar
) - Fröling - Kother (81. Oehmichen) - Vermeij - Daferner
(59. Lemmer) - Reservebank
- Mesenhöler, Faber, Kammerknecht, Casar
, Herrmann, Menzel
, Müller, Oehmichen, Lemmer - Trainer
- Thomas Stamm
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - Janisch (74. Drexler) - Knoche - Gruber - Yilmaz - Markhiyev
- Lubach
- Becker - Justvan (87. Karafiat) - Stepanov (74. Grimaldi) - Zoma (74. Diop) - Reservebank
- Mathenia, Drexler, Karafiat, Porstner, Baack, Diop, Grimaldi, Scobel, Telalovic
- Trainer
- Miroslav Klose