Club-Gwaaf zum Spieltag: Nicht auf der Höhe
In einem gut gefüllten Max-Morlock-Stadion unterlag der Club mit 0:2 gegen Dynamo Dresden, im Anschluss gingen die Akteure mit sich selbst hart ins Gericht. Der Nachbericht zu #FCNSGD.
Bitter: Niederlagen schmerzen, vor allem vor so einer Kulisse. Deshalb war es ein bitterer Samstagnachmittag für die Klose-Elf im Max-Morlock-Stadion. Zunächst herrschte das Gefühl, dass der Club das erste Tor schießt, aber Piet Scobel, Berkay Yilmaz und Julian Justvan verpassten. Danach setzte sich Mohamed Ali Zoma gegen den Dresdner Pauli durch, wäre allein aufs Tor gezogen und kommt zu Fall – kein Foul. „Ich bin der Letzte, der die Schuld beim Schiedsrichter sucht“, stellte Miro Klose nach dem Spiel aber klar, wenngleich man in dieser Situation über einen Platzverweis hätte diskutieren können.
Nach der Pause hatte dann Adam Markhiyev die erste Möglichkeit, aber der Dresdner-Keeper Schreiber parierte. Daraufhin lag der Ball im FCN-Tor: „Ich bin sauer auf mich, dass ich den Fehler mache. Wir waren da ganz ordentlich im Spiel. Das Eigentor hat uns dann ein bisschen gebrochen. Das war komplett unnötig“, beschrieb Henri Koudossou seine Gefühlslage. Der FCN bäumte sich anschließend nur optisch auf, ohne für richtig Gefahr zu sorgen, musste per Konter das 0:2 schlucken und stand am Ende mit leeren Händen da. „Wir haben verdient verloren“, fasste Justvan zusammen.
Behäbig: Verdient deshalb, weil man bei den entscheidenden Faktoren nicht auf der Höhe war: „Dynamo war immer ein Schritt schneller, wir waren viel zu träge“, so Klose. „Wenn wir es schaffen, das Spiel zu verlagern, dann wird es gefährlich. Aber der Kopf war heute das Entscheidende und wir haben uns immer für die falsche Lösung entschieden. Das führte dazu, dass wir oftmals unvorbereitet in die Box geflankt haben. Da kommt dann so ein Spiel zustande“, lautete die erste Analyse des Club-Coaches nach dem Spiel. Diesen Matchplan konnte die Klose-Elf am Samstag nicht auf dem Platz umgesetzt: „Diese Dresdner Mannschaft musst du in Bewegung bringen. Das haben wir nicht geschafft. Wir haben nur zugeschaut, was Dresden macht. Wir haben bei eigenem Ballbesitz keine Ruhe ins Spiel gebracht und keine klaren Bälle gespielt“, pflichtete Justvan seinem Trainer bei.
Bekannt: Dass es die Klose-Elf besser kann, dessen sind sich alle bewusst: „Wir haben immer gesagt, dass wir guten Fußball spielen müssen, um auch gute Spiele zu absolvieren. Das haben wir heute nicht getan. Das müssen wir knallhart ansprechen und analysieren. Und das werden wir“, deutete Klose eine längere Sitzung zu Beginn der neuen Woche an. Denn es gilt, auch in den verbleibenden fünf Spielen zunächst die noch nötigen Punkte zu holen, wie Koudossou nach der Partie sagte: „Wir haben auf keinen Fall das Gefühl, dass die Saison schon gelaufen ist und wissen, dass wir auch noch nach hinten schauen müssen.“ Und darüber hinaus wieder die spielerischen Qualitäten auf den Platz zu bringen und besser zu werden, wie Justvan erklärte: „Wir sind in einem Entwicklungsprozess. Wir wollen einfach besser werden, deshalb müssen wir auch in den letzten Spielen hart an uns arbeiten. Wir ziehen bis zum Ende durch.“
Weitere Artikel zur Partie
- 1. FC Nürnberg
- 56. Henri Koudossou 1:0
- Dynamo Dresden
- 83. Ben Bobzien 1:1
- Stadion
- Datum
- 11.04.2026 13:00 Uhr
- Schiedsrichter
- Felix Bickel
- Zuschauer
- 45000
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - Koudossou (75. von der Hitz), Gruber, Lochoshvili, Yilmaz
- Markhiyev (90. Soldic), Nzingoula (62. Becker), Baack (62. Lubach), Justvan - Scobel (75. Grimaldi), Zoma - Reservebank
- Lisewski, Buchmann, Mkrtchyan, Becker, Fernandez, Lubach, Soldic, von der Hitz, Grimaldi
- Trainer
- Miroslav Klose
- Dynamo Dresden
- Schreiber - Sterner, Pauli, Müller, Rossipal - Boeder, Herrmann (78. Bünning), Ceka
(71. Lemmer), Menzel (78. Kammerknecht), Bobzien (89. Fröling) - Vermeij (71. Daferner) - Reservebank
- Mesenhöler, Bünning, Faber, Kammerknecht, Risch, Fröling, Daferner, Kutschke, Lemmer
- Trainer
- Thomas Stamm