Club-Gwaaf zum Spieltag: Gebrochene und ungebrochene Serien
Der Club durchbricht am Freitagabend einige Serien und nimmt dadurch einen Punkt aus Bochum mit. Schlussendlich sorgten aber andere Serien dafür, dass es nur ein Zähler war. Der Nachbericht zum Duell anne Castroper…
Die Bochum-Serie: Im Fußball wird ganz gerne in Serien gerechnet. So hatte der VfL Bochum vor dem Duell gegen den FCN beispielsweise eine Serie von neun ungeschlagenen Partien in Folge vorzuweisen und seine letzte Niederlage im November 2025 kassiert. Seine Ungeschlagen-Serie konnte der VfL gegen den Club also weiter ausbauen – und gleichzeitig eine weitere starten. Das 1:1 war das dritte Bochumer Remis in Folge und bereits das siebte in den letzten acht Spielen.
Auch der FCN brachte seine Serien mit nach Bochum: Seit 19 Jahren hat der Club an der Castroper Straße nicht mehr gewonnen – und war am Ende dennoch nicht unzufrieden, dass diese Serie nicht durchbrochen wurde. „Die Mannschaft hat sich hier gut behauptet“, lobte Adriano Grimaldo den kämpferischen Einsatz seines Teams. Und auch Cheftrainer Miro Klose stellte fest: „Es ist nicht einfach hier. Bochum kann schon eine Wucht entwickeln. Das 1:1 ist okay.“
Die Auswärts-Serie: Dass man letztlich mit dem Remis ganz gut leben konnte, lag auch daran, dass zwei Serien zu Ende gingen. Zum einen punktete der Club nach längerer Zeit mal wieder auswärts. Nach Niederlagen in Paderborn, Darmstadt, auf Schalke und in Magdeburg ging es dieses Mal immerhin mal wieder mit einem Zähler im Gepäck nach Hause. „In den letzten Spielen musste ich immer dem Gegner zum Sieg gratulieren“, erklärte Klose auf der PK. „Deshalb bin ich glücklich, dass wir heute mal was mitgenommen haben.“
Das lag vor allem auch daran, dass Mohamed Zoma erneut traf und eine „schwarze“ Serie beendete: Nach seinen bisherigen acht Treffern, die der Italiener allesamt im Max-Morlock-Stadion erzielte, war der Angreifer nach schöner Vorarbeit von Rabby Nzingoula und Tom Baack auch erstmals auswärts erfolgreich.
Die Elfer-Serie: Es bleibt zu hoffen, dass eine Serie nun im nächsten Spiel wieder zu Ende geht. Denn der VfL erzielte sein Tor aus elf Metern, es war der dritte Strafstoß in Serie, den Reichert passieren lassen musste. Auch Paderborn und der KSC trafen gegen die sonst stabile FCN-Abwehr vom Punkt, mit dem parierten Elfmeter im Rückrundenauftakt gegen Elversberg ist es gar der vierte Strafstoß im sechsten Rückrundenspiel gegen den FCN.
Der Ausblick: Für die Klose-Elf ging es dann spät abends noch in Richtung Heimat. Denn am Samstag fand der Nachholtermin von „Der Club schwärmt aus“ statt und so durften sich wieder zahlreiche Fanclubs über den Besuch ihrer Spieler und Spielerinnen freuen. Der nächste Spieltag hält dann gleich das nächste Auswärtsspiel bereit: Wir gastieren am Sonntag, 1.März im Berliner Olympiastadion. Ob Rabby Nzingoula da mitwirken kann, werden die Untersuchungen in den kommenden Tagen zeigen. Definitiv fehlen wird Adam Markhiyev, der gegen Bochum seine zehnte Gelbe Karte sah.
Weitere Artikel zur Partie
- VfL Bochum
- 72. Francis Onyeka (Elfmeter) 1:1
- 1. FC Nürnberg
- 38. Mohamed Ali Zoma 0:1
- Stadion
- Datum
- 20.02.2026 18:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Patrick Ittrich
- Zuschauer
- 26000
- VfL Bochum
- Horn - Morgalla (17. Olsen) - Masovic - Loosli - Wittek
(83. Rakneberg) - Lenz (83. Bero) - Pannewig - Marshall - Onyeka - Alfa-Ruprecht (62. Kwarteng) - Hofmann - Reservebank
- Thiede, Koscierski, Olsen, Rakneberg, Vogt, Bero, Crimaldi, Kwarteng, Wätjen
- Trainer
- Uwe Rösler
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - von der Hitz - Gruber - Lochoshvili
- Yilmaz
- Markhiyev
- Nzingoula (54. Becker) - Baack - Justvan - Zoma (81. Maboulou) - Grimaldi (81. Scobel) - Reservebank
- Mathenia, Janisch, Mkrtchyan, Porstner, Becker, Fernandez, Soldic, Maboulou, Scobel
- Trainer
- Miroslav Klose