Club-Gwaaf zum Spieltag: Ein weiter Weg
Vieles deutete auf den zweiten Heimsieg der laufenden Saison hin, doch kurz vor Schluss musste der Club den 1:1-Ausgleichstreffer hinnehmen – was kurz nach Schlusspfiff für Ärger und einen Tag später für Ernüchterung sorgte. Wenngleich es auch positive Erkenntnisse im Heimspiel gegen die Störche gab.
Das 2:0 verpasst: Das Heimspiel gegen Kiel hatte seine Anlaufschwierigkeiten, doch dann folgte der Brustlöser in zweierlei Hinsicht: Mohamed Ali Zoma schaltete nach einer eigentlich verunglückten Verlagerung von Julian Justvan am schnellsten und traf zum 1:0. „Ich bin glücklich darüber, dass er diesen Befreiungsschlag geschafft hat. Ich habe gehofft, dass es dann etwas leichter geht“, kommentierte Miro Klose den Treffer seines Schützlings. Der Treffer brachte auch mehr Tempo in die Partie und die FCN-Offensive hatte zahlreiche Chancen auf das zweite Tor des Tages. Schlussendlich war dies aber auch ein Ärgernis nach dem Abpfiff: „Wir wollten natürlich nachlegen, aber das haben wir verpasst“, so Adriano Grimaldi, der selbst per Kopfball die Chance auf das 2:0 hatte.
Mit einem Tag Abstand lässt sich aber auch positiv herausstellen, dass der Weg stimmt – wie erneut das Beispiel unserer Nummer 23 zeigt. „Wir müssen uns auch immer vor Augen halten, woher Momo kommt und welchen Weg wir mit ihm gegangen sind. Er kommt jetzt mehr und mehr in diese Szenen, in denen er für uns wichtig ist. Er wird sich wieder belohnen“, betont der FCN-Cheftrainer. Der sich zudem sicher ist: „Wir haben die Chancen auf das 2:0. Wenn da einer reingeht, dann verändert sich das Spiel.“
Lange Zeit stabil: Es blieb bei diesem einen Treffer, der fast zu reichen schien. Denn bis auf eine Großchance von Kiel-Angreifer Adrian Kapralik ließ die FCN-Defensive kaum etwas zu:
„Es ist ärgerlich, weil wir wussten, dass sie viel über Flanken kommen werden. Wir haben es bis dahin auch sehr gut verteidigt, verpassen aber diesen einen Moment“, lobte Grimaldi die Leistung seiner Abwehrkollegen – bis auf eben diesen einen Moment. Und so bleibt auch hier das Ärgernis über den kassierten Gegentreffer hängen, wenngleich über 86 Minuten eine solide Defensive stand, die verdeutlichte, dass sie ebenfalls auf dem richtigen Weg ist.
Ein kleiner Schritt: So hätte der Heimerfolg auch tabellarisch ein kleiner Befreiungsschlag werden können, was einen weiteren Schritt raus aus dem Tabellenkeller bedeutet hätte. Nun bleibt aber die Erkenntnis, dass man sowohl im Spiel als auch über die nächsten Wochen insgesamt bis zum Ende konsequent bleiben muss, um sich Stück für Stück aus den unteren Tabellenregionen herauszuarbeiten: „Am Ende des Tages geht es für uns darum, jetzt einfach Punkte zu sammeln. Jetzt ist es einer geworden, was okay ist“, fasste unsere Nummer 33 zusammen.
Der Ausblick: Die Chance für den nächsten Schritt bietet sich am kommenden Sonntag in Kaiserslautern: „Auf dem Betzenberg geht es immer heiß zu und her. Jetzt analysieren wir Kiel, haken das Unentschieden ab und richten den Fokus auf Lautern“, gibt Grimaldi die Richtung für die anstehende Trainingswoche vor. Am Mittwoch um 15 Uhr trainiert die Klose-Elf dabei öffentlich. Einer, der dann nicht auf dem Trainingsplatz mitwirken kann, ist Danilo Soares. Unser Linksverteidiger musste am Wochenende eine Schraube aus einer alten Verletzung, die ihn zuletzt gestört hatte, in einem kleinen Eingriff entfernen lassen. Somit wird er in den kommenden Tagen nicht zur Verfügung stehen.
Weitere Artikel zur Partie
- 1. FC Nürnberg
- 28. Mohamed Ali Zoma 1:0
- Holstein Kiel
- 87. Carl Johansson 1:1
- Stadion
- Datum
- 19.10.2025 13:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Timo Gansloweit
- Zuschauer
- 31079
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - Drexler, Gruber
, Lochoshvili, Yilmaz - Markhiyev
, Becker
, Diop (58. Grimaldi) - Justvan (90. Janisch), Lubach, Zoma (76. Biron) - Reservebank
- Mathenia, Janisch, Karafiat, ??, Porstner, Biron, Grimaldi, ??, Telalovic
- Trainer
- Miroslav Klose
- Holstein Kiel
- Krumrey - Zec
, Johansson, Komenda, Bernhardsson - Knudsen, Davidsen (62. Schwab), Rosenboom (62. Müller), Kapralik (69. Niehoff), Skrzybski - Harres (46. Therkelsen) - Reservebank
- Weiner, Ivezic, Nekic, Roslyng, Niehoff, Schwab, Therkelsen, Wagner, Müller
- Trainer
- Marcel Rapp