Club-Gwaaf zum Spieltag: Ein verhindertes & ein erlebtes Déjà-vu
Der Pokal schreibt seine eigenen Geschichten. Und diese sind mitunter sehr dramatisch. Mit einem 6:5-Sieg im Elfmeterschießen qualifizierte sich die Klose-Elf für die zweite Runde im DFB-Pokal. Wir blicken noch einmal zurück.
Déjà-vu verhindert: Erste Pokalrunde, zwischenzeitlicher Regen und eine Gegengerade voller Club-Fans: Vieles erinnerte in Köln an die Erstrundenpartie vor einem Jahr in Illertissen. Der Ausgang ist bekannt und die erneute Ernüchterung wollten die ClubProfis am Samstag in der Domstadt tunlichst verhindern: „Unser Gegner hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Miroslav Klose nach dem Spiel aber die Viktoria aus Köln, die den FCN dank Last-Minute-Ausgleich in die Verlängerung und ins anschließende Elfmeterschießen zwang. „Das Elfmeterschießen ist dann immer Glückssache, weshalb das heute ein glückliches Weiterkommen war“, konstatierte der FCN-Cheftrainer. Doch dieses Mal lag das Glück auf der Seite der Klose-Elf und das Déjà-vu von vor einem Jahr konnte schlussendlich noch abgewendet werden.
Déjà-vu erlebt: Dass es beim Drittligisten nicht einfach wird, zeigte auch die Vergangenheit. Am 20. August 2016 trat der FCN schon einmal in der ersten Runde des DFB-Pokals im Sportpark Höhenberg an. Mit einem 1:1-Unentschieden ging es auch damals in eine torlose Verlängerung und dank eines gehaltenen Elfmeters von Raphael Schäfer qualifizierte sich der Club für die zweite Runde. Zehn Jahre später ist es Jan Reichert, der mit zwei Paraden das Weiterkommen sicherte: „Das ist dann sehr viel Intuition und Instinkt. Ich bin glücklich darüber, dass ich der Mannschaft so helfen konnte“, kommentierte der Club-Kapitän gewohnt demütig seine Leistung. Vom Deutschen Fußball-Bund erhielt er zudem die völlig verdiente Auszeichnung zum „Man of the Match“.
Debüts gefeiert: In der 67. Spielminute reagierte das FCN-Trainerteam zum ersten Mal und brachte mit Ioannis Masouras und Can Moustfa zwei frische Kräfte. Letzterer feierte dadurch sein Pflichtspieldebüt für den 1. FC Nürnberg. In der Nachspielzeit der regulären Spieldauer schöpfte Klose sein Wechselkontigent dann voll aus und brachte Kristian Mandic in die Partie, der damit sein Profidebüt ebenso feiern durfte. Beide Debütanten übernahmen dann auch beim Elfmeterschießen sogleich Verantwortung und netzten jeweils für Rot-Schwarz ein.
Topspiel wartet: Mit drei Siegen in Folge startete der Club zuletzt in der Spielzeit 2017/18 in eine neue Saison. In der vierten Partie trennte man sich dann im Heimspiel gegen Union Berlin mit 2:2-Unentschieden. Somit hat die Klose-Elf am kommenden Samstag die Möglichkeit, eine neue Marke zu setzen, wenn die Arminia aus Bielefeld zur Topspielzeit um 20.30 Uhr im Achteck gastiert. Tickets gibt es weiterhin hier, in Block 26 haben wir zudem ein kleines „Südkurven Spezial“ für euch.
Weitere Artikel zur Partie
- Viktoria Köln
- 90. Meiko Sponsel (Kopfball) 1:1
120. Jakob Sachse (Elfmeter) 2:2
120. Alexander Prokopenko (Elfmeter) 3:3
120. Noah Maboulou (Elfmeter) 4:5
130. Tobias Eisenhuth (Elfmeter) 5:6
- 1. FC Nürnberg
- 56. Piet Scobel 0:1
120. Julian Justvan (Elfmeter) 1:2
120. Kristian Mandic (Elfmeter) 2:3
120. Adam Markhiyev (Elfmeter) 3:4
120. Fynn Otto (Elfmeter) 3:5
120. Can Yahya Moustfa (Elfmeter) 4:6
- Stadion
- Datum
- 22.08.2026 15:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Eric Weisbach
- Zuschauer
- 8000
- Viktoria Köln
- Schulz - Sponsel - Eisenhuth - Kloss - Tonye (46. Prokopenko) - Duman (74. Fallmann) - Swider - Jakob - Castelle (57. Maboulou) - Wolf
(75. Jahn
) - Otto (87. Sachse
) - Reservebank
- Wyciok, Boboy, Fallmann, Amann, Jahn
, Pledl, Maboulou, Prokopenko, Sachse
- Trainer
- Marian Wilhelm
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - Janisch (67. Masouras) - Kalogeropoulos (90. Mandic) - Otto - Porstner - Markhiyev
- Fernandez
- Lubach (78. Heß) - Justvan - Scobel (78. Grimaldi) - Zoma (67. Moustfa) - Reservebank
- Lisewski, Heß, Mandic, Masouras, Kornwachs Barjuan, Soldic, Grimaldi, Haugen, Moustfa
- Trainer
- Miroslav Klose