Club-Gwaaf zum Spieltag: Die Chance verpasst
Ein erneut kompliziertes Auswärtsspiel liegt hinter dem Club, der am Samstag mit einem Punkt aus Ostwestfalen zurückkehrte. Unser Rückblick auf das 1:1-Unentschieden auf der Bielefelder Alm.
Vermissen: Es begann eigentlich alles nach Plan an diesem Samstagnachmittag in Bielefeld. Adam Markhiyev suchte mit einem langen Ball Adriano Grimaldi, der band die Bielefelder Innenverteidiger, sodass Mohamed Ali Zoma freie Fahrt hatte und mit seinem elften Saisontor zur 1:0-Führung traf. Auch im Anschluss war es der Club, der auf der Bielefelder Alm den Ton angab, doch wiederrum die Chancen zum 2:0 liegen ließ: „Wir müssen in der ersten Halbzeit unsere Möglichkeiten nutzen. Das ist das, was uns derzeit fehlt“, war dies der einzige Punkt, den Miroslav Klose mit Blick auf die erste Halbzeit vermisste. Trotz der 1:0-Pausenführung war aber auch klar, dass sich dieses Spiel noch einmal verändern könnte.
Veränderungen: Zu Beginn der Partie hatte Miro Klose seine Startelf auf drei Positionen verändert, wodurch Javier Fernadez zu seinem Startelfdebüt für den FCN kam und mitverantwortlich für die ordentliche erste Halbzeit war. DSC-Cheftrainer Mitch Kniat sah sich in der Pause ebenfalls zu Veränderungen gezwungen: „Es war gut, dass wir mit dem 0:1 in die Halbzeit gehen und wir nachjustieren konnten.“ Dies nahm auch das FCN-Trainerteam wahr und Klose reagierte: Der FCN-Defensivbund ließ daraufhin nur eine wirklich gefährliche Chance zu, aber Jan Reichert parierte sensationell gegen den DSC-Kapitän Mael Corboz. In der 82. Minute sorgte dann Ex-Cluberer Tim Handwerker mit seinem 121 km/h-Freistoß für den 1:1-Endstand: „Dass der Freistoß dann so reingeht, schmerzt natürlich. Da habe ich mich falsch entschieden, weil ich rausgegangen bin. Dadurch geht die Lücke auf“, nahm Kapitän Fabio Gruber das Gegentor mit auf seine Kappe.
Verdient: Zwar fühlte sich dieser Punkt nach dem Schlusspfiff mehr nach einer Niederlage an, betrachtet man die Leistung der Klose-Elf aber in Gänze, war dieser Zähler bei heimstarken Bielefelder, die zuletzt gegen Braunschweig, Darmstadt und Paderborn sieben Zähler auf der heimischen Alm holten, in Ordnung: „Wir haben es über viele Phasen auch gut gemacht und den Gegner immer wieder vor Herausforderungen gestellt“, fasste Jan Reichert zusammen. In der Nachspielzeit hatte Rafael Lubach zudem die große Chance auf die erneute Führung, verpasste aber, sodass am Ende Punkt Nummer 38 in dieser Spielzeit stand.
Ausblick: Die 40-Punkte-Marke ist somit noch nicht geknackt, doch bereits am kommenden Sonntag soll es dann so weit sein: „Es gilt weiter dranzubleiben. Wir haben nächste Woche eine weitere Chance, um die 40-Punkte-Marke zu knacken. Das wollen wir schaffen“ blickte Jan Reichert auf das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg voraus. Ob die beiden angeschlagen ausgewechselten Mohamed Ali Zoma und Adriano Grimaldi dabei sein können, werden die genaueren Untersuchungen zu Beginn der neuen Woche zeigen. Wer aber definitiv dabei sein möchte, kann sich hier im Ticketshop noch Karten für das vorletzte Heimspiel der Saison sichern.
Weitere Artikel zur Partie
- Arminia Bielefeld
- 81. 1:1
- 1. FC Nürnberg
- 8. Mohamed Ali Zoma 0:1
- Stadion
- Datum
- 18.04.2026 13:00 Uhr
- Schiedsrichter
- Robin Braun
- Zuschauer
- 26750
- Arminia Bielefeld
- Kersken - Lannert (46. Wörl) - Bauer
- Großer - ?? - Russo
- Corboz (78. Young) - Rochelt - Grodowski (68. Momuluh) - Boakye (60. Hagmann) - Telalovic (46. Uldrikis) - Reservebank
- Oppermann, Hagmann, Schneider, Momuluh, Sarenren Bazee, Schreck, Wörl, Young, Uldrikis
- Trainer
- Mitch Kniat
- 1. FC Nürnberg
- Reichert - Koudossou - Gruber - Lochoshvili - Yilmaz - Markhiyev - Becker (70. Porstner) - Fernandez
(70. Nzingoula) - Justvan (60. Baack) - Zoma (25. Lubach) - Grimaldi (46. Scobel) - Reservebank
- Mathenia, Mkrtchyan, Porstner, Baack, Lubach, Soldic, von der Hitz, Scobel, Nzingoula
- Trainer
- Miroslav Klose