Der Club beim FC St. Pauli - der Nachbericht
Nach der bitteren und unnötigen 0:1-Niederlage am Millerntor will der 1. FCN ab Montag mit voller Konzentration nach vorne gucken.
Den Samstag gab Chef-Trainer René Weiler seiner Mannschaft frei. Kein Auslaufen am Sportpark Valznerweiher und auch der Sonntag soll den Spielern dazu dienen „den Kopf zu lüften“. Es ist die Reaktion auf ein wiederholt unbefriedigendes Ergebnis, das der Club am Freitagabend, 17.04.15, in Hamburg eingefahren hatte.
Kurz vor Anpfiff hatte sich Jan Polak mit einer Zerrung im Oberschenkel spieluntauglich melden müssen, doch Ersatzmann Jürgen Mössmer fügte sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein. 90 Minuten lang waren die Gäste aus Nürnberg vor ausverkauftem Haus das bessere Team – nach 90 Minuten hieß es aber: 1:0 für Pauli. Bei eigenen Chancen hatten über die gesamte Spieldauer ein ums andere Mal nur Zentimeter gefehlt. Einen fragwürdigen Eckball hatte Lasse Sobiech per Kopf in der letzten Minute zum Sieg verwandelt.
„Mannschaft muss so weiter spielen“
Es ist der Wurm drin im Ligaalltag des Club. Der Gegner sei dominiert worden, die Chancenverwertung müsse verbessert werden, die Mannschaft belohne sich nicht für ihre Leistung – die „Erklärungsversuche“ von Spielern und Trainer variierten nach Abpfiff wenig bis gar nicht von denen der vergangenen Wochen.
„Die Mannschaft spielt regelmäßig gegen die Stärken des Gegners gut an“, sagte René Weiler nach der Partie aber auch noch. „Sei es das Pressing von Leipzig, Bochum mit dem Offensivfußball, den sie spielen wollen, oder St. Pauli mit den Emotionen und ihrem Publikum.“ Gleichzeitig bringe der Club seine eigenen Stärken auf den Platz. „Die Mannschaft muss – mit Ausnahme ihrer Effizienz – so weiter spielen.“
Freitagabend gegen Sandhausen
Also heißt es erst einmal die Köpfe lüften. Hängen lassen wollen und werden die Protagonisten ihre Häupter fünf Spieltage vor dem Saisonende freilich nicht. Bei noch 15 zu vergebenden Punkten und der sichtlichen Stabilisierung der fußballerischen Auftritte geht der Glaube nicht verloren. „Das“, sagte Weiler, „hat man nach dem Rückstand gesehen, wie jeder einzelne noch einmal alles nach vorne geworfen hat.“
Um die eigenen Stärken am Freitag, 24.04.15, gegen den SV Sandhausen wieder auf den Platz zu bringen, geht es nach zwei freien Tagen am Montagnachmittag mit voller Konzentration weiter. Die Niederlage von Hamburg sollte dann abgehakt sein. „Das ist auch für die Fans hart“, weiß René Weiler. „Ich kann nur darum bitten, dass sie uns weiter so toll unterstützen.“
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- FC St. Pauli
- 90. Lasse Sobiech (Kopfball) 1:0
- 1. FC Nürnberg
- –
- Stadion
- Millerntor-Stadion
- Datum
- 17.04.2015 17:30 Uhr
- Schiedsrichter
- Manuel Gräfe
- Zuschauer
- noch unbekannt
- FC St. Pauli
- Himmelmann - Kalla - Sobiech - Gonther - Schachten
(67. Thy) - Koch - Daube
- Sobota (77. Cooper) - Buballa - Verhoek (85. 18466) - Kyoung-Rok
- Reservebank
- Tschauner, Ziereis, Alushi, Cooper, 18466, Rzatkowski, Thy
- Trainer
- Ewald Lienen
- 1. FC Nürnberg
- ?? - Celustka - Petrak - Hovland - Pinola - Polak - Burgstaller
- Stark - Schöpf - Kerk (75. Sylvestr) - Mlapa (68. Blum)
- Reservebank
- Rakovsky, Sylvestr, Blum, Bulthuis, Mössmer
, Nikci, Pachonik
- Trainer
- René Weiler




