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Teamcheck Freitag, 25.01.2013

BVB: Das schwarz-gelbe Puzzle

Dortmund war in den letzten beiden Jahren das Maß der Dinge in Deutschland. Der Club-Gegner im Teamcheck.

Foto: Picture Alliance

Acht Mal Deutscher Meister, drei DFB-Pokalsiege und einmal der Gewinn der Champions League – auf den ersten Blick hat Borussia Dortmund richtig viel vorzuweisen. Und wenn man die letzten beiden Jahre betrachtet, dann bleibt festzuhalten: Der BVB ist wieder in der absoluten Spitze der Bundesliga angekommen und wird wohl auch in den kommenden Jahren um Titel mitspielen.

Man muss allerdings ein bisschen tiefer blicken, um den Apparat BVB zu verstehen und zu erkennen, warum er just seit ein paar Jahren wieder Erfolge und Titel produziert. Den wichtigsten Bestandteil, den Treibstoff, liefert dabei Jürgen Klopp. Mit diesem Trainer installierten die Verantwortlichen am 23. Mai 2008 ein Puzzlestück, das sich mittlerweile ohne sichtbare Nahtstelle eingefügt hat. Im schwarz-gelb angehauchten Teil des Ruhrpotts ist dadurch eine regelrechte "Kloppomanie" entstanden.

Das Team schleudert den Ertrag aus

"Wir haben den Anspruch, jenseits der Bayern mit Schalke 04, Werder Bremen oder dem Hamburger SV in zwei bis fünf Jahren wieder auf Augenhöhe zu sein", verkündete Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, im Jahr 2006 gegenüber der FAZ. Bis dato befand sich der Verein nahe dem Abgrund. Der Gang an die Börse, teure und nicht immer einschlagende Transfers und die damit hohen Gehälter zerrten am Gewand bis nur noch einzelne Fäden daran hängen blieben.

An diese wurde aber in der Folgezeit ganz behutsam neuer Stoff angenäht. Genauer: der Stoff der Jugend. Junge Spieler wurden und werden gefördert sowie aufgebaut. Der Ertrag spricht für sich: Mit Marcel Schmelzer, Kevin Großkreutz oder Mario Götze finden sich deutsche Toptalente in der Meistermannschaft der beiden letzten Jahre wieder – ja sogar in der Nationalelf. Der Nachwuchs vom Nachwuchs, die zweite Garde des Vereins, kickt mittlerweile auch schon in der 3. Liga.

Das Geld fließt wieder

Kontinuierliche Steigerungen in der Bundesliga gaben Klopps junger Mannschaft aber auch die Zeit, sich an die Anforderungen anzupassen. Während 2008/09 das internationale Geschäft noch verpasst wurde, konnte sich das Team in den Jahren danach an die Europa und dann an die Champions League anpirschen. Anfangs wirkten die Jungspunde und auch der international noch unerfahrene Trainer nicht ganz bereit für das internationale Geschäft. Was es aber einbrachte, war Geld. Geld, mit dem der Verein sinnvoll umzugehen wusste.

Schuldentilgung, Nachwuchsförderung und die Verlängerung sämtlicher Verträge standen auf der Agenda und eben diesmal nicht die Verschleuderung für angebliche Stars. "Wir standen einen Millimeter vor der Insolvenz", so Watzke noch 2006. Doch Borussia Dortmund bekam eine zweite Chance. Und diese wurde sinnvoll genutzt. Der Verein vertraute dem Trainer, der Trainer seinen Spielern. Mit Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller verstand der Verein auch früh, dass ein junges Rudel Leitwölfe benötigt, die den Nachwuchs in die Welt einführen.

Dieses Jahr hängen die Dortmunder Früchte in Europa

"Den Bayern ist die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen", verkündete Klopp jüngst im Trainingslager gegenüber der dpa. Dass die Bayern nun in dieser Spielzeit so furios vorne wegpreschen, liegt aber auch ganz klar an den vergangenen Jahren. Der BVB setzte mit den zwei Meisterschaften und dem 5:2-Pokalsieg in Berlin direkt gegen die Münchner Nadelstiche, die der FC Bayern nun behandeln will.

So liegt das Hauptaugenmerk in dieser Spielzeit ganz klar auf den Pokalwettbewerben. Vor allem in der Champions League konnte das Team nach dem schwachen ersten Jahr auftrumpfen und Kolosse wie Manchester City und Real Madrid hinter sich lassen. "Platz zwei wäre super, Platz drei mehr als in Ordnung", sieht Klopp in der Bundesliga aber immer noch als Vorgabe. Nächstes Jahr wollen die Dortmunder Fans und Verantwortliche schließlich auch internationalen Topfußball sehen.

Spieldaten

19. Spieltag, 1. Bundesliga 2012/2013
3 : 0
Borussia Dortmund
18. 18466 (Elfmeter) 1:0
21. 18466 2:0
88. Robert Lewandowski 3:0
1. FC Nürnberg
Stadion
SIGNAL IDUNA Park
Datum
25.01.2013 19:30 Uhr
Schiedsrichter
Michael Weiner
Zuschauer
80000

Aufstellung

Borussia Dortmund
18466 - Schmelzer, 18466, Santana, 18466 - 18466 (77. Bender), Gündogan (89. Leitner), Reus, Götze, 18466 (77. Sahin) - Lewandowski
Reservebank
Langerak, 18466, Sahin, Großkreutz, Bender, Leitner, Schieber
Trainer
Jürgen Klopp
1. FC Nürnberg
Schäfer - Pinola, Nilsson, Chandler, Klose - Feulner (66. Mak), Balitsch, Kiyotake, Simons - Gebhart (78. Frantz), Pekhart (78. Polter)
Reservebank
Rakovsky, Frantz, Cohen, Mak, Esswein, Polter
Trainer
unbekannt

Ereignisse

18. min Spielstand: 1:0
18466

21. min Spielstand: 2:0
18466

66. min Spielstand: 2:0
Robert Mak kommt für Markus Feulner

77. min Spielstand: 2:0
Sven Bender kommt für 18466

77. min Spielstand: 2:0
Nuri Sahin kommt für 18466

78. min Spielstand: 2:0
Sebastian Polter kommt für Tomas Pekhart

78. min Spielstand: 2:0
Mike Frantz kommt für Timo Gebhart

88. min Spielstand: 3:0
Robert Lewandowski

89. min Spielstand: 3:0
Moritz Leitner kommt für Ilkay Gündogan