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Profis Mittwoch, 19.02.2020

Ausfälle aufgefangen: "Wenn sie gebraucht werden, sind sie da"

Foto: Sportfoto Zink

Häufiger als ihm lieb ist, muss FCN-Cheftrainer Jens Keller aktuell Leistungsträger im Team ersetzen. Was in der Hinrunde noch große Bauchschmerzen bereitet hat, scheint inzwischen kein entscheidendes Problem mehr zu sein.

Der ganz große Jubel blieb aus. Das Herz für seine Liebste gab es von Nikola Dovedan trotzdem – nachdem er am vergangenen Freitag die 1:0-Führung für den Club gegen seinen Ex-Verein Heidenheim geschossen hatte. Vor der Partie hatte sich der ein oder andere noch gefragt, wer den gelbgesperrten Robin Hack ersetzen soll und ob ein gleichwertiger Ersatz überhaupt möglich ist. „Niko hat das sehr gut gemacht. Wir waren zufrieden mit ihm. Sein Tor war unheimlich wichtig, er hat aber auch in der Defensive mitgearbeitet“, fasste Cheftrainer Jens Keller den Auftritt des Mittelfeldspielers zusammen.

Schon beim 1:0-Auswärtssieg gegen den VfL Osnabrück musste Keller basteln. Angreifer Michael Frey, gegen Sandhausen mit Gelb-Rot belegt, musste passen. Vertreter Adam Zrelak haute sich aber nicht weniger intensiv in jeden Zweikampf. „Wir haben einen breiten Kader, jeder hängt sich im Training rein, auch die Ersatzspieler. Und wenn sie gebraucht werden, sind sie da. Das ist sehr wichtig für die ganze Mannschaft“, weiß auch Kapitän Hanno Behrens.

"Jeder muss sich dazugehörig fühlen"

Aber wie bekommt ein Cheftrainer seine Spieler dazu, nicht den Kopf hängen zu lassen, auch wenn sie nicht zu ihren gewünschten Einsatzzeiten kommen? „Jeder muss sich dazugehörig fühlen. Deswegen reden wir viel. Die Spieler sollen wissen, was sie verbessern müssen und wo sie bei uns im Trainerteam stehen", erklärt Keller. "Eine Saison ist lang und wir brauchen jeden einzelnen Spieler, das sage ich der Mannschaft auch immer. Ich behandle jeden Spieler gleich, das honorieren sie auch."

Am Sonntag gegen den SV Darmstadt muss Keller erneut umbauen. Dieses Mal wird Johannes Geis aufgrund seiner Sperre (5. Gelbe Karte) fehlen. Lange gehadert hat Keller mit dem Ausfall seines Mittelfeld-Dirigenten nicht: „So ist es im Fußball. Deshalb hat man einen Kader mit einer gewissen Größe. Wir können auch Geis ersetzen. Klar wird er uns fehlen, aber wir haben Alternativen, die auch den Anspruch haben, zu spielen“, so der 49-Jährige.