ClubMänner Montag, 05.01.2026

Adam Markhiyev: Gerade erst angekommen

Foto: Sportfoto Zink

Er war einer der Schlüsselspieler des Club in der Hinrunde – und das ohne wirkliche Vorbereitung mit der Mannschaft: Adam Markhiyev lässt im Home Ground sein erstes halbes Jahr beim FCN Revue passieren.

Es war das letzte Auswärtsspiel der Hinrunde: Kenan Karaman vom FC Schalke 04 rennt in einem Konter auf die letzte Abwehrreihe der Klose-Elf zu. Von hinten kommt Adam Markhiyev angegrätscht, klärt den Ball sauber und feiert sich danach für das sehr gelungene Tackling. Allerdings trug unsere Nummer sechs dabei eine  Knieverletzung davon, weshalb er derzeit noch nicht im Mannschaftstraining steht: „Es wird immer besser. Ich hatte heute eine Kontrolluntersuchung und ich denke, dass ich in den kommenden Tagen wieder ins Training einsteigen kann“, verrät er.

Das würde den Aufenthalt des 23-Jährigen im Home Ground noch eine Spur angenehmer machen: „Ich kriege schon Sprüche gedrückt, dass ich hier nur zum Saunieren bin. (lacht) Aber ich bin sehr oft im Kraftraum und kann es kaum abwarten, auf den Platz zurückzukehren. Um ehrlich zu sein, habe ich auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht trainiere. Auch im Weihnachtsurlaub konnte ich eigentlich nur zwei Tage nichts tun, danach musste ich wieder irgendetwas machen“, erzählt er. Auch die Wetterbedingungen machen ihm nichts aus: „Ich bin es ja aus Finnland gewohnt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich es mag, aber ich komme damit klar.“

„Ich bereue nichts“

Wenn er auf seine erste Hinrunde mit dem Club zurückblickt, fällt Adams Fazit wie folgt aus: „Ich denke, wir hatten sehr gute Momente, können aber auch nicht mit allem zufrieden sein. Für mich war es sehr wichtig, dass wir das letzte Spiel gegen Hannover gewonnen haben. Das hebt definitiv die Stimmung. Ich glaube auch, dass wir noch deutlich besseren Fußball spielen können, als wir ihn in der Hinrunde gezeigt haben“, so Markhiyev, der mit der Entscheidung, zum Club zu wechseln, sehr glücklich ist. „Ich bereue nichts. Ich denke, die deutsche Liga und der Fußball passen einfach am besten zu mir. In England sagt man, es ist sehr physisch, in Italien taktisch und in Spanien technisch. Hier in Deutschland gibt es von jeder Komponente etwas – und das mag ich.“

Eine Sache hat ihn dennoch etwas verdutzt: „Am meisten hat mich wirklich die Stimmung überrascht. Luka Hyryläinen, der derzeit bei Magdeburg spielt, hat mir schon viel über die Atmosphäre in den deutschen Stadien erzählt. Aber wenn man es dann selbst erlebt, spürt man es erst so richtig – und ich liebe es“, schwärmt der Sechser, der sich auch neben dem Platz immer wohler fühlt. „Ich denke, die Vorbereitung ist für Fußballer immer eine der schwierigsten Zeiten, weil man sehr hart trainiert. Wenn man diese Zeit zusammen durchsteht, lernt man sich noch besser kennen. Das wird mir auch in der Rückrunde helfen“, erklärt Adam, wie er die Zeit abseits der Einheiten mit der Mannschaft nutzt.

Und wenn er einmal ein paar Minuten für sich findet, arbeitet er weiter an seiner Akklimatisierung: „Ich lerne Deutsch. In einem Café kann ich schon auf Deutsch bestellen“, verrät er – allerdings noch auf Englisch.


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