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Profis Samstag, 20.07.2019

1:1! Club entzaubert PSG-Stars

Foto: Sportfoto Zink

Der FCN trotzt den Superstars von Thomas Tuchel ein Remis ab.

Eine Woche vor dem Ligastart hat der 1. FC Nürnberg einen echten Achtungserfolg gelandet. Das Team von Trainer Damir Canadi trotzte dem europäischen Spitzenteam Paris St. Germain ein 1:1-Remis ab. Vor 30.252 Zuschauern glich Enrico Valentini per Handelfmeter die zwischenzeitliche Führung der Gäste aus.

Highlights

1. Minute: Blitzstart des Club. Nach Ballverlust von Verratti steckt Behrens im Strafraum auf Ishak durch, der sich den Ball ein Stück zu weit vorlegt. Torhüter Areola verhindert die Führung für den FCN.

16. Minute: Riesenchance für PSG! Der Ball findet den französischen Superstar Mbappé im Nürnberger Strafraum. Dieser schließt aufs kurze Eck ab. Mathenia kriegt jedoch seinen Fuß dazwischen, lenkt den Ball an den Pfosten und kann ihn im Nachfassen sichern. 

28. Minute: Kurz nach der Trinkpause starten die Gäste einen Angriff über die rechte Seite. Meunier bringt den Ball flach vor den Strafraum, wo Draxler mittig lauert und völlig frei zum Abschluss kommt. Die Kugel fliegt jedoch weit über das Tor. 

35. Minute: Verratti bringt einen Freistoß hoch in den Nürnberger Strafraum und findet seinen Mitspieler Mbappé, der den Ball an den linken Pfosten setzt. Große Chance für die Gäste.

36. Minute: Der Club lässt sich nicht einschüchtern und startet den Gegenzug. Kapitän Behrens und Kerk kombinieren sich durch die gegnerische Hälfte. Behrens schließt kurz vor dem Strafraum ab, der Ball segelt jedoch links am Tor vorbei.

43. Minute: Tor für Paris Saint-Germain. Mbappé tunnelt an der Grundlinie Mühl und findet am Fünfer Sarabia. Die Nummer 19 der Franzosen nickt zur 1:0-Führung ein.

 47. Minute: Wieder ein Riesending für den Club. Der eingewechselte Palacios setzt sich am Strafraum durch, knallt den Ball dann aber alleine vor Trapp über die Latte.

52. Minute: Und noch ein Riesenbrett für den FCN. Ishak legt wunderbar quer für Jäger, der alleine vor dem Tor ganz knapp verzieht.

71. Minute: TOOOR für den Club!!! Palacios setzt sich im Strafraum erneut gut durch. Seinen Abschluss klärt ein PSG-Verteidiger mit der Hand. Den anschließenden Elfer schnappt sich Enrico Valentini und netzt links unten ein.

78. Minute: Toufiqui versucht es mit einem Schlenzer aus gut 22 Metern. Die Kuegl segelt knapp am linken Pfosten vorbei.

87. Minute: Palacios flankt nach innen auf Rhein, dessen Kopfball knapp rechts am Tor vorbeigeht.

Fazit

Noch keine Minute war gespielt, da hätte es eigentlich schon 1:0 stehen müssen, aber nicht für den großen Favoriten aus Paris, sondern für den Club. Nach dieser hochkarätigen Chance von Ishak verriegelte der Club die eigene Hälfte, stand tief und mit elf Mann hinter dem Ball. In der Anfangsviertelstunde kam Paris so zu keinem gefährlichen Abschluss. Danach fanden die Gäste die eine oder andere Lücke im Nürnberger Defensivverbund, mit Geschick und etwas Pfostenglück hielt der FCN seinen Kasten aber sauber, bis Mbappe kurz vor der Pause mit einem Geniestreich den ersten Franzosen vorbereitete.

In Durchgang zwei startete der Club deutlich mutiger und hatte durch Palacios gleich die dicke Chance zum Ausgleich. Wenig später hatte auch Jäger das 1:1 auf dem Fuß. Der Club machte es in Durchgang zwei richtig gut, sowohl in der Defensive als auch nach vorne, wo die Canadi-Elf nach Ballgewinn einige Male gut umschaltete und so auch zum nicht unverdienten Ausgleich kam. Am Ende wäre für den Club fast sogar noch der Siegtreffer möglich gewesen.

Personal

Aufstellung: Mathenia – Mühl, Erras, Sörensen (86. Fuchs) – Valentini (90. Goden), Behrens (63. Margreitter), Petrak (46. Palacios), Jäger, Kerk (46. Sorg) – Hack (82. Rhein), Ishak (63. Knöll)

Wie zuletzt beim Test in Wien ließ Damir Canadi seine Elf mit einer Dreierkette agieren, die sich bei gegnerischem Ballbesitz zur Fünferkette formierte. Die linke Außenbahn übernahm dieses Mal Sebastian Kerk für den angeschlagenen Tim Handwerker. Vor der Abwehr postierte der Club-Coach mit Behrens, Jäger und Petrak drei Sechser. Ganz vorne stürmten Hack und Ishak.

Neuzugang Iuri Medeiros fehlte im Aufgebot noch, ebenso wie Fabian Schleusener, Virgil Misidjan und Adam Zrelak sowie die angeschlagenen Nikola Dovedan und Felix Lohkemper. Zur zweiten Halbzeit schickte Canadi sein Team etwas offensiver ins Rennen und brachte mit Palacios einen offensiven Flügelspieler für Sechser Petrak. Nach einem weiteren Doppellwechsel nach rund einer Stunde, rückte Sörensen von der Dreierkette ins defensive Mittelfeld und Margreitter ging in die Abwehrreihe.

Stimmen

Enrico Valentini: "Die Kulisse war richtig toll, das hat sich fast wie bei einem Liga-Heimspiel angefühlt. Es war natürlich schön, den Elfmeter reinzumachen. Ich hatte sofort ein gutes Gefühl und war mich sicher, dass ich treffe."

Christian Mathenia: "Das Ergebnis ist natürlich positiv. Aber wir müssen das schon realistisch einordnen und brauchen jetzt nicht anzuheben. Wir haben defensiv ganz gut gestanden, haben nur wenige hochkarätige Chancen zugelassen. Da muss ich die Jungs loben: Sie haben alles reingehauen. Es hat riesigen Spaß gemacht, gegen solche Superstars zu spielen. Dennoch gilt es für uns kommende Woche in Dresden. Die zweite Liga ist unser Kerngeschäft."