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Sonntag, 03.05.2009

1:0 - Vidosic lässt alles kalt!

Australier trifft zum Sieg gegen Ingolstadt. 40.118 Fans im Taumel der Gefühle. Keine Gelb-Sperren vor dem Derby.

Foto: Thomas Langer

Was für ein Krimi im easyCredit-Stadion! Mehr als einmal rutschte den fast 40.000 Club-Fans – unter den 40.118 Zuschauern fanden sich auch 680 Fußballfreunde aus Ingolstadt – das Herz in die Hose. Am Ende aber konnten alle Rot-Schwarzen es dort wieder heraus holen: Ihr Club gewann am Sonntag, 03.05.09, das kleine Derby gegen den FC Ingolstadt mit 1:0 (1:0).

Dario krönt tollen Sturmlauf

Mann des Tages war, wie schon beim 1:0-Erfolg beim SC Freiburg, Dario Vidosic. Der 21-jährige Australier krönte einen Wahnsinns-Sturmlauf des Club vor dem Wechsel mit dem Tor des Tages. In eine eigentlich schon abgewehrte Ecke grätschte Stefan Reinartz, der Ball kam zu Vidosic, der energisch das Leder an zwei Ingolstädtern vorbeilupfte und dann aus vollem Lauf und volley aus 14 Metern eindrosch (23.).

In den ersten 45 Minuten hatten die Cluberer aber mehr als einmal den Torschrei auf den Lippen, doch gegen die Kaninchen-artig auftretenden Gäste wollte der Ball einfach nicht über die Linie. Keeper Michael Lutz tauchte bei einem Kluge-Flachschuss nach Doppelpass mit Gygax in die richtige Ecke (20.) und schaute bei einem Kopfball von Gygax (15.) und einem 20-Meter-Kracher von Pinola (22.) staunend dem knapp sein Gehäuse verfehlenden Ball nach.

5:0 Ecken nach 18 Minuten

Von der Mannschaft von Horst Köppel, die bereits nach 18 Minuten nach Ecken mit 0:5 hinten lag, war über eine Stunde nichts außer ihren gelben Trikots zu sehen. Aber dann kippte das Spiel – just als Christian Eigler mit einem Klasse-Schuss aus der Drehung nur den linken Pfosten traf (62.). Im Gegenzug läutete Sören Dreßler mit einem 14-Meter-Schuss, den der grippegeplagte Raphael Schäfer derweil parierte, eine spektakuläre Schlusshalbestunde ein.

Die größte aus einer Vielzahl von Chancen für die Gäste verpasste Steffen Wohlfahrt, der ebenso wie Freund und Feind nach einer Jungwirth-Flanke am Ball vorbei segelte – dass die runde Kugel die Schäfer-Hütte dann am langen Pfosten um Zentimeter verfehlte, war schlussendlich doppeltes Glück für unseren Club (70.). Am Ende wäre zwar bei Kontern auch noch ein weiterer Treffer für das Team von Trainer Michael Oenning drin gewesen – doch es sollte bis zum Abpfiff im Backofen easyCredit-Stadion ein extrem heißes, weil spannendes Match bleiben.

Schiri Zwayer mit Fingerspitzengefühl

Ebenfalls schön: kein Cluberer muss das Derby in Fürth ob einer Gelb-Sperre verpassen. Zwar war Javier Pinola einmal drauf und dran, in einer Diskussion mit dem coolen Schiedsrichter Felix Zwayer den Kürzeren zu ziehen, doch der Unparteiische zeigte soooooo viel Fingerspitzengefühl für den temperamentvollen Argentinier …