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Dienstag, 24.04.2012

Gründung des Club-Museums besiegelt

Der Club kooperiert mit den Museen der Stadt Nürnberg. Raphael Schäfer nahm am Dienstag, 24.04.12, symbolisch die Stuhlfauth-Mütze entgegen.

Foto: picture alliance

Darauf warten die Club-Fans schon lange: Die Eröffnung des Club-Museums, das im neuen Funktionsgebäude am Sportpark Valznerweiher eingerichtet und im Sommer dieses Jahres eröffnet wird, rückt näher. Die Planungen für das Club-Museum, in dem der 1. FC Nürnberg erstmals seine ruhmreiche Vergangenheit aufarbeitet, laufen auf Hochtouren. Am Dienstag, 24.04.12, hatten der 1. FC Nürnberg und die Museen der Stadt Nürnberg gemeinsam zur Bekanntgabe der Gründung des Club-Museums zu einem Pressetermin eingeladen.  

Im  Museum für Industriekultur, in dem sich seit dem 100-jährigen Club-Geburtstag im Jahre 2000 eine Präsentation zur Geschichte des 1. FCN befindet, wurde die Zusammenarbeit des 1. FC Nürnberg und der museen der stadt nürnberg besiegelt. Objekte daraus werden künftig in das als Dependance der Museen der Stadt Nürnberg geführte Club-Museum übernommen. Club-Vorstand Martin Bader und Dr. Matthias Henkel, Direktor der Nürnberger Museen, unterschrieben vor den anwesenden Medien-Vertretern zur symbolischen Grundsteinlegung offiziell den Kooperationsvertrag beider Institutionen.

Geschichte nach Hause bringen

Martin Bader freut sich auf die Eröffnung des Club-Museums und des neuen Funktionsgebäudes im August 2012: „Wir wollen die großartige Tradition des 1. FC Nürnberg endlich für unsere Fans sichtbar machen. Ich freue mich, dass jetzt der erste Schritt gemacht wurde und wir mit den Museen der Stadt Nürnberg einen starken Partner gefunden haben.“

Im zukünftigen Club-Museum wird ein echtes Highlight zu sehen sein, das bis zur Eröffnung des Club-Museums noch im Museum Industriekultur ausgestellt sein wird: Die Mütze des legendären Club-Torhüters Heiner Stuhlfauth. Der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly leitete mit der Übergabe der Mütze an den Torwart und Kapitän der aktuellen Club-Elf, Raphael Schäfer, die Zusammenarbeit auch sinnbildlich ein.

Im Sinne des Vaters

Die berühmte Mütze des fünffachen Deutschen Meisters Heiner Stuhlfauth ist eines der Glanzstücke unter den Exponaten aus der Sammlung der Stadt Nürnberg, das im Club-Museum ausgestellt wird. Sie gehört der Nürnberger Familie Falke, die sie ursprünglich dem Museum Industriekultur überlassen hatte. Wie Rosi Falke berichtete, hat Heiner Stuhlfauth selbst seine Mütze ihrem Mann Willy Falke geschenkt.

Willy Falke, ebenfalls Torhüter, hegte und pflegte das gute Stück bis zu seinem Lebensende und vererbte es seiner Tochter. Rosi Falke erzählte dazu im Rahmen der Übergabe lächelnd: „Ich wollte die Mütze einmal waschen, aber da hat mein Mann gesagt: ‚Da ist doch der Schweiß von Heiner Stuhlfauth drin.‘“ Ihre Tochter Kathrin Falke fügte hinzu: „Die Übergabe findet im Sinne meines Vaters statt. Er hätte sich sehr gefreut, dass die Mütze im Club-Museum ausgestellt wird.“

„Das Herz der Geschichte soll dort schlagen, wo es hingehört“

Mit weiteren ausgesuchten Exponaten aus dem Museum Industriekultur und hoffentlich vielen sehenswerten Neuzugängen der Club-Anhänger soll „Geschichte an ihren Platz zurück finden“, wie es Nürnbergs Oberbürgermeister treffend beschrieb. Für die inhaltliche Konzeption des Club-Museums hat der 1. FCN Bernd Siegler gewonnen, der bereits für zahlreiche Bücher über die Club-Historie verantwortlich zeichnet. Matthias Murko, Direktor des Museum Industriekultur, unterstützt den Club mit museologischer Kompetenz.

Wenn im August 2012 die Pforten der neuen Geschäftsstelle öffnen, dürfen auch die treuen Fans endlich einen Blick auf die bewegte Club-Vergangenheit werfen und die einzigartige Ausstellung, die im Eingangsbereich auf einer Fläche von ca. 150 Quadratmetern gestaltet wird, bewundern. Der Mütze von Heiner Stuhlfauth sollen unter anderem das 1954er WM-Trikot von Max Morlock, die Torjäger-Kanone von Marek Mintal und viele weitere Ausstellungsstücke folgen: „Das Herz der Geschichte soll dort schlagen, wo es hingehört – am Sportpark Valznerweiher“, waren sich Martin Bader und Dr. Ulrich Maly einig.

Club sucht weitere Neuzugänge – meldet euch!

Um eine möglichst lückenlose Sammlung ausstellen zu können, ist der Club auf die weitere Mithilfe seiner Fans angewiesen. Wenn auch ihr uns Kostbarkeiten der Club-Geschichte, die sich in Eurem Besitz befinden, zur Archivierung überlassen wollt (gerne auch leihweise per Vertrag), meldet euch bei Club-Mitarbeiter Arndt Sonneck unter der E-Mail-Adresse: museum(at)fcn.de.