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Sonntag, 19.04.2009

Der Wahnsinn geht weiter!

Club ringt St. Pauli 2:0 nieder. Bieler und Mintal treffen. Boakye und Eger sehen Rot.

Was für ein verrückter, schweißtreibender Fußballnachmittag. Mit einem glücklichen Ende für den Club – der Wahnsinn geht weiter! Denn unsere „Jungen Wilden“ rangenam Sonntag, 19.04.09, den starken FC St. Pauli vor ausverkauften Rängen mit 2:0 nieder, sprangen nach dem 0:0-Patzer der Mainzer gegen Rot Weiss Ahlen – ein dickes Dankeschön an Ex-Club Keeper Dirk Langerbein im Ahlener Kasten - auf Rang zwei! Und jetzt wollen am kommenden Sonntag mindestens 15.000 Club-Fans zum Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt reisen.

Ein 45-Minuten-Krimi vor ausverkauftem Haus

Aber was war das vor allem in den ersten 45 Minuten für ein Krimi! Das Spiel bestimmte nämlich der forsche Gast aus Hamburg. Das ersatzgeschwächte Team von Trainer Holger Stanislawski spielte ganz frechen Fußball, brachte das Club-Gehäuse ein ums andere Mal in Bedrängnis. Aber zum Glück ohne Glück: Hoillet (21.) und Morena (29.) versemmelten Riesenchancen, Schultz‘ 16-Meter-Kracher prallte von der Latte auf die Linie und dann wieder ins Spielfeld (32.).

Und 60 Sekunden später erkannte Schiedsrichter Frank Willenborg mit Argusaugen eine Abseitsstellung von Marius Ebbers, der den Ball mit einem artistischen Rückenzieher im Liegen in die Maschen künstelte – eine umstrittene Szene, in der der Referee mit seinen Assistenten aber wohl, wie auch in den übrigen 89 Minuten, alles richtig sah. Pauli-Coach Holger Stanislawski: „Es ist doch müßig, über die Szene zu reden - wir müssen vorher das Tor machen!“

Unser Club schlägt eiskalt zu

So kam, was gemeinhin kommt, aber sonst immer nur der eigenen Mannschaft widerfährt: der Club nutzte seine immerhin auch schon achte Ecke im Gegenzug zur Führung. Kluges Eingabe verlängerte Stefan Reinartz auf Pascal Bieler, und der im Winter noch von den Hanseaten umworbene Verteidiger köpfte zur Club-Führung ein (39.). Das Start-Signal für den fünften Club-Sieg in Folge (12:0 Tore!), denn jetzt lief es richtig rund bei den Oenningen.

„Ein Spiel mit zwei Gesichtern“, gab deshalb auch Stanislawski nach dem Abpfiff zu; die zweiten 45 Minuten gehörten den frenetisch gefeierten Hausherren (Stanislawski: „Was für eine wundervolle Atmosphäre“). Marek Mintal, der kurz zuvor noch am Innenpfosten gescheitert war, machte mit seinem dreizehnten Saisontor alles klar; der Slowake steuerte nach einem überragenden Frantz-Pass allein auf Mathias Hain zu, genoss den Moment, wartete, schaute, blickte noch einmal nach hier und nach da - und überwand den Kiez-Keeper dann zur Entscheidung (64.). Oenning aufatmend: „Das war ein Vorgeschmack auf das, was uns jetzt erwartet.“

Doppel-Rot nach 55 Minuten

Ärgerlich: Isaac Boakye wird in den kommenden Spielen wohl fehlen. Denn der Stürmer sah nach 55 Minuten in einem Getümmel die Rote Karte, nachdem ihm sein Gegenspieler Marcel Eger den Ball nach dem Pfiff des Schiedsrichters – Boakye lag gefoult auf dem Boden – noch in besonders empfindliche Körperregionen donnerte. Weshalb auch Eger, bereits vor dem Wechsel verwarnt, in die Kabine geschickt wurde. Es waren die einzigen unpassenden Farbtupfer eines bunten Nachmittags.