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Nullnummer gegen den HSV

Pech! Misimovic scheitert mit seinem Strafstoß an HSV-Keeper Rost

Nürnberg - Trainer Thomas von Heesen muss weiter auf seinen ersten Sieg mit dem Club warten. Am Sonntag (09.03.08) trennte sich seine Mannschaft vor 44.900 Zuschauern im easyCredit-Stadion vom Hamburger SV mit 0:0. Einen möglichen dreifachen Punktgewinn verpassten die Hausherren, als Zvjezdan Misimovic in der 43. Minute mit einem Foulelfmeter an HSV-Keeper Frank Rost scheiterte.

Nach dem siebten Spiel in Folge ohne "Dreier" geht das Warten in der Noris weiter. Obwohl beim 1.FCN zum zweiten Mal in dieser Spielzeit am Ende die Null stand, liegen die Franken weiter auf einem Abstiegsplatz. Da die unmittelbare Konkurrenz sich aber selbst die Punkte abknöpfte (Duisburg - Rostock 1:1) oder aber ganz leer ausging (Cottbus in Wolfsburg 0:3, Bielefeld gegen Schalke 0:2) hat der Club auf Rang 16 mit einem Punkt Rückstand zum rettenden Ufer nach wie vor alle Chancen auf den Klassenerhalt. Derweil blieb der HSV auch im achten Liga-Spiel in Folge unbesiegt, verpasste mit seiner neunten Punkteteilung in dieser Saison aber den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

Vier Änderungen in der Startelf

Gegenüber dem jüngsten Liga-Spiel bei Hannover 96 (1:2) fehlte das Tschechen-Trio: Für den verletzten Kapitän Tomas Galasek, den gesperrten Jan Koller und Keeper Jaromir Blazek liefen "Zwetschge" Misimovic, Marco Engelhardt und Schlussmann Daniel Klewer auf. Für Angelos Charisteas spielte diesmal Robert Vittek von Anfang an. Der HSV musste auf Guy Demel und Vincent Kompany verzichten; für sie durften Jerome Boateng und Piotr Trochowski ran. 20 Minuten lang nahm die Partie nur langsam Fahrt auf, aber die Gastgeber deuteten mit schnellen Konterversuchen an, dass sie willens waren, den Kampf gegen den Favoriten aufzunehmen. Nürnbergs neue Nummer eins Klewer führte sich bei seinem Saisondebüt gut ein. Der 31-Jährige zeigte mit zwei starken Paraden innerhalb von nur einer Minute (21.) seine Klasse: Die beiden Fernschüsse von Rafael van der Vaart und Ivica Olic lenkte Klewer souverän am Tor vorbei bzw. an den Pfosten.

Auch bei einem Freistoß von van der Vaart in der 26. Spielminute wurde es gefährlich - die Nürnberger Mauer bewahrte Klewer & Co. vor dem Rückstand. Erst nach einer halben Stunde hatte der Club seine erste gute Chance: Nach Foul von Bastian Reinhardt gegen Vittek hatte Marco Engelhardt den fälligen Freistoß von der Strafraumgrenze knapp drüber gesetzt. Der Nürnberger Schwung ging mit weiterer Spielzeit etwas verloren. Linksverteidiger Pinola handelte sich seine fünfte Gelbe Karte ein, nachdem er Paolo Guerrero am Trikot gehalten hatte. Der kleine Argentinier fehlt damit im nächsten Spiel. Diesen Ärger hätten die Club-Fans allerdings bald vergessen, weil es in der 43. Minute einen Elfmeter für die Hausherren gab: Bei einem Konter über Peer Kluge hatte Collin Benjamin sein Bein gegen den Ex-Gladbacher stehen lassen. Erst nach kurzem Zögern und Blickkontakt mit seinem Assistenten hatte Schiedsrichter Markus Schmidt auf Strafstoß entschieden. Aber die erste Halbzeit fand kein Happy End: "Elfmeterkiller" Frank Rost parierte den Schuss von Misimovic ins rechte untere Eck.

Kaum Fußball-Feinkost in Franken

Der zweite Durchgang brachte kaum spielerische Fußball-Feinkost; echte Torchancen waren Mangelware. Vittek und Kluge schossen das Leder bei zwei Versuchen (46./55.) weit übers HSV-Tor. Auch der UEFA-Cup-Achtelfinalist erlaubte sich eine kleine Kreativ-Pause. Erst David Jarolim weckte das Publikum in der 65. Minute auf: Der Tscheche feuerte einen Fernschuss auf Klewers Kasten, der Ball donnerte ans Lattenkreuz - und prallte zur Erleichterung der Club-Fans wieder zurück ins Spielfeld. Der "Hallo-Wach-Effekt" blieb jedoch auf beiden Seiten weitgehend aus. Bei einem Nürnberger Konter passte Ivan Saenko quer auf Engelhardt; dessen Schuss sauste nur knapp übers gegnerische Tor (72.).

Kurz darauf (75.) scheiterte der immer wieder gefährlich aufblitzende HSV-Stürmer Olic mit einem Seitfallzieher nach einer kleinen Unsicherheit von Klewer beim Herauslaufen. Auch die Einwechslung der beiden Offensivkräfte Marek Mintal und Angelos Charisteas führte nicht zum Erfolg durch eine Schlussoffensive. Auf beiden Seiten folgten nur noch gelegentliche Vorstöße in den Strafraum. Zumindest der HSV schien zufrieden mit dem einen Zähler.

Auch die nächste Bundesliga-Partie des Club steigt wiederum am Sonntag: Um 17.00 Uhr müssen die Nürnberger in der Leverkusener BayArena antreten. Dann wartet ein weiteres Topteam im Oberhaus auf die Franken, deren Kampf um den Klassenerhalt unvermindert anhält.

Das Spiel im Stenogramm:

1. FC Nürnberg: Klewer - Reinhardt, Wolf, Glauber, Pinola - Kluge (56. Kristiansen), Mnari, Engelhardt (79. Mintal) - Misimovic - Vittek (79. Charisteas), Saenko

Hamburger SV: Rost - Boateng (68. Brecko), Reinhardt, Mathijsen, Benjamin - Jarolim, de Jong - Trochowski (83. Choupo-Moting), van der Vaart, Olic (89. Odjidja-Ofoe) - Guerrero

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 44.900

Schiedsrichter: Schmidt

Gelbe Karten: Pinola (5. Gelbe Karte), Glauber, Vittek/Jarolim

Gelb-Rote Karten: -/-

Rote Karten: -/-

Besondere Vorkommnisse: Misimovic scheitert mit Foulelfmeter an Rost (43.)

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