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Auftaktniederlage in Karlsruhe

Von seinen Mitspielern oft gesucht und gefunden: Jan Koller

Karlsruhe - Der 1. FC Nürnberg hat am Samstag (02.02.08) beim Karlsruher SC leider keinen guten Start in die Rückrunde erwischt. Das Team von Trainer Hans Meyer unterlag vor 29.670 Zuschauern im Wildparkstadion mit 0:2 (0:0). Knackpunkt der Partie war die Gelb-Rote Karte für Andreas Wolf (57.). Danach erzielten Christian Eichner (66.) und ausgerechnet der Ex-Cluberer Joshua Kennedy (74.) die beiden Tore für die Gastgeber.

Es bleibt dabei: Baden ist kein gutes Pflaster für die Franken, die nunmehr zwölf Partien hintereinander nicht mehr beim KSC gewonnen haben. Zudem hat Meyers Truppe in dieser Saison zuletzt sechs Auswärtsspiele in Folge verloren. Der letzte Punktgewinn gelang am 29. September beim 3:3 in Bochum. In der Tabelle blieb der 1.FCN auf Abstiegsplatz 16 mit zwei Punkten Rückstand auf den 15. Hansa Rostock. Für den Aufsteiger aus Karlsruhe, der in den vergangenen sechs Heimspielen nur drei Gegentore zuließ, ging es dagegen zumindest bis zum Sonntagsspiel von Schalke 04 um einen Rang nach oben auf Platz fünf.

Mit Doppelspitze, ohne Saenko

Meyers Mannschaft lief - wie bei den Testspielen erprobt - mit der Doppelspitze Jan Koller/Angelos Charisteas, aber ohne den leicht verletzten Ivan Saenko im Wildpark auf. Entsprechend mutig und munter gingen die Cluberer die Auswärtsaufgabe im nicht ganz ausverkauften Rund an. In der fünften Minute tauchte Koller erstmals gefährlich im KSC-Strafraum auf: Bei seinem Kopfball vom Elfmeterpunkt stand der 2,02-m-Mann leider mit dem Rücken zum Tor. KSC-Keeper Markus Miller, der nur gut drei Monate nach seinem Kreuzbandriss wieder zwischen den Pfosten stand, lenkte Kollers Versuch reaktionsschnell übers Tor. In der zehnten Spielminute sah KSC-Spielmacher Tamas Hajnal Gelb nach einem rüden Foul an Peer Kluge, welches noch Folgen haben sollte.

Die erste Möglichkeit der Gastgeber hatte Alexander Iashvili, der nach einem Einwurf frei im Strafraum an den Ball kam (20.). Andreas Wolf klärte im letzten Moment mit der Brust zum Eckball. Bemerkenswert: Der KSC hatte bis dahin noch keinen Torschuss verbucht! Und der Club blieb vorerst spielbestimmend über die linke Seite: In der 24. Minute legte Koller per Kopf ab auf Marco Engelhardt - dessen Flachschuss von der Strafraumgrenze ging knapp daneben. Nach 25 Minuten war das Spiel für den angeschlagenen Kluge dann beendet: Der Mittelfeldmotor musste mit einer Fußprellung raus; Ralf Schmidt ersetzte den Ex-Gladbacher. Die Folge war ein Bruch im guten Auftreten der Gäste: Nach einer weiteren Chance für den Club (26.: Koller behauptete den Ball - Marek Mintal verfehlte das lange Toreck) ließ der Druck des 1.FCN spürbar nach.

Immer wieder Kennedy

In der 28. Minute passte Joshua Kennedy, der im Winter den Club in Richtung Karlsruhe verlassen hatte, im Sechzehner quer auf seinen Teamkollegen Hajnal. Dessen platzierten Schuss lenkte Blazek knapp am Tor vorbei. Auch der anschließende Eckball brachte Gefahr: Mario Eggimann köpfte - erneut musste Blazek sein ganzes Können aufbieten, um das Leder über die Latte zu lenken. In der Folge kamen die Karlsruher immer besser ins Spiel. Rund 55 Prozent der Ballkontakte im ersten Durchgang gingen auf ihr Konto - aber ein Treffer wollte auch ihnen nicht gelingen. Negativer Schlusspunkt vor der Pause: Wolf fing sich eine Minute vor dem Halbzeitpfiff nach einem Foulspiel im Mittelfeld die Gelbe Karte ein.

Im zweiten Durchgang verpasste Iashvili (55.) gleich zweimal die Führung für den KSC: Beim ersten Mal hatte er einen Pass von Kennedy übers Tor gesetzt. Unmittelbar darauf klärte Glauber in höchster Not gegen den Georgier beim Dribbling im Strafraum. Die Gefahr für die bedrängten Cluberer im KSC-Powerplay war aber noch nicht gebannt: Wolf handelte sich mit einer Grätsche im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte ein. Meyer musste nun den offensiven Marek Mintal für den eingewechselten Verteidiger Michael Beauchamp opfern. In der 65. Minute nutzte Kennedy einen Stellungsfehler von Beauchamp aus und setzte sich über links durch - doch Javier Pinola konnte den Australier im letzten Moment stoppen.

Später Tiefschlag

Der Tiefschlag folgte in der 66. Minute: Nach der Ballbehauptung von Kennedy zog Linksverteidiger Christian Eichner ab. Sein gut platzierter Flachschuss ins lange Eck erwischte Blazek auf dem falschen Fuß. Es stand 0:1 aus Sicht der Franken. Die Hoffnung die Gäste auf eine Trotzreaktion währte nicht wirklich lange: Kennedy scheiterte in der 73. Minute im Alleingang zwar kläglich am cleveren Blazek; nur zwei Minuten später netzte der Ex-Nürnberger aber doch noch ein: Mittelfeldmann Michael Mutzel hatte nach starkem Solo über links in die Mitte gepasst, wo Kennedy keine Mühe hatte zum 2:0 (75.) einzuschieben.

Elf Minuten vor dem Ende hatte Charisteas den Anschlusstreffer auf dem Fuß: Nahezu unbedrängt traf "Harry" allein vor dem Tor aber nur den Fuß von KSC-Keeper Miller. Auch die Einwechslung von "Joker" Nicky Adler sorgte nicht mehr für den gewünschten Erfolg der verbliebenen zehn Nürnberger. Die Gäste hatten sogar noch Glück, als der für Hajnal eingewechselte Sebastian Freis in der Nachspielzeit nur die Latte traf.

Samstag gegen nächsten Aufsteiger

Am nächsten Samstag (09.02.08) empfängt der Club mit dem FC Hansa Rostock den nächsten Bundesliga-Aufsteiger. Anpfiff zum ersten Heimspiel der Rückrunde im easyCredit-Stadion ist um 15.30 Uhr.

Das Spiel im Stenogramm:

 

Karlsruher SC: Miller - Görlitz, Franz, Eggimann, Eichner - Mutzel, Aduobe - Timm, Hajnal (90. Staffeldt), Iashvili (88. Freis) - Kennedy (84. Kapllani)

1. FC Nürnberg: Blazek - Reinhardt, Wolf, Glauber (75. Adler), Pinola - Galasek, Kluge (25. Schmidt) - Mintal (61. Beauchamp), Engelhardt - Koller, Charisteas

Tore: 1:0 Eichner (66.), 2:0 Kennedy (74.)

Zuschauer: 29.670

Schiedsrichter: Kinhöfer

Gelbe Karten: Koller, Reinhardt, Galasek - Hajnal, Aduobe, Staffeldt

Gelb-Rote Karte: Wolf (57.)

Rote Karten: -

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