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1:1 - Kein Sieg gegen Hansa

Einmal überwand er Stefan Wächter: Club-Stürmer Jan Koller

Nürnberg - Schade, der Club hat den Sprung aus dem Keller nicht geschafft. Am Samstag (09.02.08) kam das Team von Trainer Hans Meyer gegen den FC Hansa Rostock nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vor 36.470 Zuschauern im easyCredit-Stadion fielen beide Treffer vor der Pause. Zunächst hatte Jan Koller mit seinem ersten Pflichtspieltor für den 1.FCN die Hausherren in Front gebracht (19.), ehe Rostocks Christian Rahn nach einer knappen halbe Stunde der 1:1-Ausgleich gelang (28.).

Der Club bleibt damit auf Abstiegsplatz 16, wobei sich die Situation zum Glück nicht verschlechtert hat. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt weitherhin zwei Punkte. Allerdings verpasste es Nürnberg im 75. Bundesliga-Spiel von Hans Meyer als Club-Trainer, Selbstvertrauen für die schwierige UEFA-Cup-Aufgabe bei Benfica Lissabon (Do., 21.45 Uhr) zu tanken. Nach dem vierten Remis in dieser Saison warten die Franken seit drei Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. Dagegen feierte Rostock nach zuletzt drei Niederlagen gegen den Club erstmals wieder einen Punktgewinn. Es war der erste Zähler und Torerfolg in der Fremde für den FC Hansa seit dem 3:1-Erfolg in Berlin am 25. September 2007. In der Tabelle schob sich die Kogge aufgrund des besseren Torverhältnisses vor Arminia Bielefeld auf Rang 14.

Notgedrungen einige Änderungen

Im Vergleich zum letzten Ligaspiel beim KSC (0:2) schickte Meyer eine deutlich geänderte Anfangsformation auf den Rasen: Für den Gelb-Rot-gesperrten Andreas Wolf rückte Michael Beauchamp in die Innenverteidigung. Marek Mintals Platz nahm der wieder genesene "Zwetschge" Misimovic ein - jedenfalls vorläufig. Und für Marco Engelhardt, der sich auf die Bank setzte, besetzte Jan Kristiansen die linke Offensivbahn.

Die erste gute Möglichkeit im Duell der direkten Tabellennachbarn hatten die Gastgeber: In der siebten Spielminute feuerte Dominik Reinhardt einen indirekten Freistoß aufs Hansa-Tor: Stefan Wächter parierte den Ball; Pinola verpasste leider den Nachschuss aus kurzer Distanz. In der neunten Minute zappelte der Ball zwar im Hansa-Tor - Geburtstagskind Angelos Charisteas hatte abgestaubt, aber beim Schuss von Pinola im Abseits gestanden. Und leider blieb auch der berechtigte Pfiff des Unparteiischen Manuel Gräfe nicht aus. Auch auf der anderen Seite wurde es ein ums andere Mal brenzlig: Nach 13 Minuten tauchte der Rostocker Fin Bartels alleine vor 1.FCN-Schlussmann Jaromir Blazek auf. Dieser machte die kurze Ecke zu und parierte reaktionsschnell; so wie er auch eine Minute später erneut gegen den auf ihn zustürmenden Bartels klärte.

Führung durch Koller-Kopfball

In der 19. Minute dann die verdiente Führung: Jan Kristiansen flankte diesmal von rechts - Charisteas schraubte sich hoch, erreichte aber nicht den Ball. Hinter seinem Sturmpartner "lag" Koller auf der Lauer. Mit der Stirn wuchtete der Sturmriese das Leder per Aufsetzer ins lange Eck. In der 25. Minute folgte die erste Nürnberger Auswechslung, die sich bereits früh angedeutet hatte: Misimovic musste wieder heraus, da er in den ersten Minuten mit seinem Knöchel umgeknickt war. Für ihn kam Ivan Saenko ins Spiel. Fortan erspielte Hansa sich eine leichte optische Überlegenheit, die sich bereits schnell auszahlen sollte. Nur sieben Minuten nach dem Führungstreffer der Cluberer senkte sich ein hoher, langer Ball in den Nürnberger Sechzehner und erwischte die Abwehr um Glauber auf dem falschen Fuß. Da auch Kristiansen mit Christian Rahn nicht Schritt halten konnte, wollte Keeper Blazek herauseilen und aushelfen. Der Rostocker Ex-Nationalspieler hatte die Situation erkannt und überwand Blazek mit einem gefühlvollen Heber zum 1:1-Ausgleich (28.).

Geschockt vom unnötigen Gegentreffer tat sich der Club schwer. In der 32. Minute schrammte ein Koller-Kopfball ganz knapp am linken Pfosten vorbei. Etwas weniger eng war es beim Fernschuss von Reinhardt drei Minuten später. Wirklich zwingende Chancen für den Club blieben jedoch aus. Ein Aufatmen ging in der 45. Minute durchs Nürnberger Rund: Rostocks Amir Shapourzadeh war nahezu unbedrängt im Strafraum an den Ball gekommen, der gebürtige Iraner war im letzten Moment aber noch abgeblockt worden, bevor die Meyer-Mannschaft Gelegenheit zum Durchschnaufen hatte.

Viel Leerlauf nach der Pause

Der zweite Durchgang begann mit viel Leerlauf. Der 1.FCN hatte lange Zeit Mühe, seinen guten Lauf vom Spielbeginn wieder zu finden. Erst  "Joker" Nicky Adler belebte nach seiner Einwechslung (67.) das Spiel der Gastgeber sichtlich und setzte auf der rechten Außenbahn erste Akzente. In der Schlussphase gab der Club dann nochmal richtig Gas. Und sofort waren die treuen Fans wieder wach. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff  flankte Kluge von links, Ivan Saenko köpfte zurück in die Mitte, wo sich Koller aufgebaut hatte. Mit dem Rücken zum Tor brachte der Mittelstürmer das Leder aber nicht unter. Nur eine Minute später versuchte es Saenko energisch aus der Distanz. Sein Flachschuss ging knapp am linken Pfosten vorbei.

Aber auch die Rostocker hatten noch Torgefährliches zu bieten, als Rahn ansatzlos in der 78. Minute abzog. Sein Schuss aus 20 Metern rauschte rechts am verdutzen Blazek vorbei - ins Toraus. Koller & Co. gaben jedoch nicht auf. Der Tscheche wuchtete einen weiteren Kopfball (85.) in Richtung von Hansa-Schlussmann Stefan Wächter. Diesmal - und auch bei einer Abseitsstellung von Nicky Adler kurz vor dem Abpfiff blieb den Gastgebern das Pech aber treu. Eine durchwachsene zweite Hälfte ging ohne weitere Treffer zu Ende, da in der Nachspielzeit Adler am Fünfmeterraum eine Koller-Ablage unglücklich verpasste.

Vollbeschäftigung

Es folgt eine Englische Woche für den Club: Nach dem UEFA-Cup-Auftritt in Lissabon steigt weniger als 48 Stunden später am Samstag, 15.30 Uhr, das Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Bremen. Im Weserstadion kann Meyer dann zwar wieder auf Andi Wolf zurückgreifen, jedoch muss der Nürnberger Coach dieses Mal auf Tomas Galasek verzichten. Der Tscheche sah gegen Rostock seine fünfte Gelbe Karte und ist für eine Begegnung gesperrt.

Zum Nachlesen - das Spiel im   !

Das Spiel im Stenogramm:

1. FC Nürnberg: Blazek - Reinhardt, Beauchamp, Glauber (82. Abardonado), Pinola - Galasek, Kluge - Charisteas, Misimovic (25. Saenko), Kristiansen (67. Adler) - Koller

FC Hansa Rostock: Wächter - Langen (83. Lukimya), Orestes, Sebastian, Stein - Bülow, Bartels (90. Yelen), Rathgeb, Rahn - Kern, Shapourzadeh (70. Dorn)

Tore: 1:0 Koller (19.), 1:1 Rahn (28.)

Zuschauer: 36.470

Schiedsrichter: Gräfe

Gelbe Karten: Pinola, Galasek (5. Gelbe Karte)/Bartels, Lukimya

Gelb-Rote Karten: -/-

Rote Karten: -/-

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