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0:2 - Doppelschlag besiegelt Niederlage

Mintal (li.) und Engelhardt nehmen Jarolim in die Zange

Nürnberg - Im letzten Heimspiel der Saison hat es den 1.FCN doch noch einmal erwischt. Das Team von Trainer Hans Meyer verlor am Samstag (12.05.07) vor 47.000 Zuschauern im ausverkauften easyCredit-Stadion gegen den Hamburger SV mit 0:2 (0:2). Noch vor der Pause besiegelten Rafael van der Vaart und der Ex-Cluberer David Jarolim mit ihrem Doppelschlag (39., 41.) die erst zweite Heimniederlage der Franken in dieser Saison. Nach dem 1:2 gegen Bremen war der 1.FCN auf eigenem Platz zuletzt zehnmal in Folge unbesiegt geblieben.

Bei der Premiere ihres neuen weinroten Trikots verpassten es die Cluberer, zusätzliches Selbstbewusstsein für das in zwei Wochen in Berlin stattfindende Pokalfinale gegen Stuttgart zu tanken. Stattdessen rutschte das Meyer-Team, das jetzt seit vier Partien auf einen Sieg wartet, auf Rang sechs ab. Neuer Tabellen-Fünfter ist Leverkusen, das in Berlin mit 3:2 gewann. Dagegen untermauerte der Hamburger SV, der fünf seiner letzten sechs Gastspiele gewonnen hat, seinen Nimbus als auswärtsstärkstes Rückrunden-Team der Bundesliga. Zugleich entledigten sich die Rothosen der letzten, allerdings nur noch theoretischen Abstiegssorgen und machten mit jetzt 42 Punkten einen Sprung von Platz zwölf auf Rang neun.

Mintal in seinem 50. Bundesligaspiel von Beginn an

Vor dem Anpfiff bekamen zunächst Raphael Schäfer, Markus Schroth, Ivica Banovic, Gerald Sibon und Thomas Paulus - die Club-Spieler, die den 1.FCN am Ende der Spielzeit verlassen werden - von Präsident Michael A. Roth einen Blumenstrauß überreicht. Dann ging es los. Beide Mannschaften hatten ihre Startelf auf drei Positionen verändert. Bei Nürnberg liefen Dominik Reinhardt, Glauber und Marek Mintal statt Michael Beauchamp, Matthew Spiranovic und Tomas Galasek (Rotsperre) auf. Für Mintal war sein erster Einsatz von Beginn an seit dem Auswärtsspiel des Clubs bei Alemannia Aachen (1:1) vom 12. November des vergangenen Jahres zugleich sein 50. Bundesligaspiel.

Hamburgs Coach Huub Stevens gab diesmal Bastian Reinhardt, Timothee Atouba und Nigel de Jong das Vertrauen, dafür mussten Mehdi Madavikia, Alexander Laas und Paolo Guerrero auf der Bank Platz nehmen. Nach anfänglichem Abtasten nahmen beide Teams schnell Tempo auf. Den ersten Torschuss wagte Javier Pinola in der achten Minute. Frank Rost im Hamburger Tor hielt ohne Probleme. Auf der Gegenseite setzte Rafael van der Vaart seinen niederländischen Landsmann de Jong mit einem Heber über die Nürnberger Abwehr in Szene. De Jong kam links im Strafraum nicht mehr an den Ball (9.). Kurz darauf probierte es van der Vaart mit einem Schuss aus 25 Metern selbst, das Leder flog übers Tor (12.).

Van der Vaart und Jarolim treffen innerhalb von zwei Minuten

Die 47.000 Zuschauer im ausverkauften easyCredit-Stadion sahen weiterhin eine muntere Partie. Die ganz großen Chancen blieben jedoch zunächst aus. In der 36. Minute zog Mintal an der Strafraumgrenze ab, sein Versuch wurde geblockt. Der Ball gelangte zu Ivan Saenko, der sofort schoss. HSV-Keeper Rost rettete mit einer guten Parade. Wenig später bekamen die Hamburger einen Freistoß rund 30 Meter vor dem Tor zugesprochen. Van der Vaart zirkelte den ruhenden Ball unhaltbar für Club-Torhüter Schäfer über die Mauer hinweg ins linke obere Eck - 1:0 für die Rothosen (39.). Und es kam noch dicker, denn nur zwei Minuten später steckte Ivica Olic auf der rechten Seite für David Jarolim durch. Der Tscheche überwand Schäfer aus spitzem Winkel mit einem "Beinschuss" zum 2:0.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte Glauber noch den Anschlusstreffer erzielen können. Nach einer Reinhardt-Flanke war der Brasilianer acht Meter vor dem Tor zum Kopfball gekommen, nickte die Kugel jedoch genau in Rosts Arme. So ging es mit 0:2 in die Pause.

Wolf mit der größten Club-Chance in der zweiten Halbzeit

Nach dem Wechsel passte Jan Polak am Sechzehner zu seinem Namensvetter Kristiansen. Der Däne schoss direkt, die Kugel ging links am Tor vorbei (48.). Nächste Chance in der 59. Minute: Pinola hatte einen Freistoß von der rechten Seite mit links geschossen. HSV-Torhüter Rost flog am Ball vorbei, leider aber auch das Spielgerät am Gehäuse. Hamburg blieb vor allem bei Kontern gefährlich - wie in der 63. Minute, als Olic auf der linken Seite bis zur Grundlinie durchgelaufen war, anschließend zurückpasste und der Ball über Umwege am Elfmeterpunkt bei Juan Pablo Sorin landete. Der Argentinier schoss aus der Drehung - übers Tor. Kurz darauf startete Olic erneut einen Angriff über die linke Seite und legte das Leder im Sechzehner quer auf van der Vaart. Der Holländer zog ab, zielte zum Glück aber knapp rechts neben das Tor (67.).

Riesenmöglichkeit dann für Andreas Wolf: Der Club-Verteidiger kam am Fünfmeterraum frei zum Ball, jagte das Spielgerät jedoch über den Querbalken (69.). Auf der anderen Seite lief Guy Demel Richtung Club-Tor und hatte nur noch Glauber und Keeper Schäfer vor sich. Anstatt quer zum völlig frei stehenden Olic zu spielen, versuchte es Demel selbst - ohne Glück. Der Ball trudelte am linken Pfosten vorbei (74.). Weil die Hausherren in der Schlussphase kein Mittel gegen die gut postierte HSV-Abwehr fanden, passierte nicht mehr viel. Es blieb beim 0:2.

Am letzten Spieltag in Hannover

Für Hans Meyers Truppe gilt es, jetzt noch einmal alle Kräfte zu sammeln und sich auf das Auswärtsspiel am nächsten Samstag (19.05.07, 15.30 Uhr) bei Hannover 96, das zeitgleich mit 1:3 in Bielefeld verloren hat, zu konzentrieren. Ein Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss wäre genau die richtige Einstimmung auf das DFB-Pokalfinale eine Woche darauf in Berlin.


Das Spiel im Stenogramm

1. FC Nürnberg:  Schäfer - Reinhardt, Wolf, Glauber, Pinola - Engelhardt (60. Sibon), Kristiansen - Mintal - Polak (65. Mnari), Schroth, Saenko (46. Pagenburg)

Hamburger SV: Rost - Demel (75. Mahdavikia), Reinhardt, Mathijsen, Atouba - Jarolim, de Jong, Benjamin, Sorin - van der Vaart (90. Guerrero) - Olic (80. Sanogo)

Tore: 0:1 van der Vaart (39.), 0:2 Jarolim (41.)

Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Kircher

Gelbe Karten: -/Demel, Sorin, Atouba

Gelb-Rote Karten: -/-

Rote Karten: -/-

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