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Fiebern auf der Tribüne

Gegen Aachen leider nicht am Ball: Dominik Reinhardt

Nürnberg - Unglaubliche 2368 Minuten hat Dominik Reinhardt in dieser Saison für den Club auf dem Rasen gestanden - und damit als einziger aller Clubspieler in jeder Sekunde dieser Bundesliga-Saison 2006/07. Vor zwei Wochen, im Heimspiel gegen Hertha BSC, dann aber der Schock: Muskelfaserriss in der 28. Minute - das (vorläufige) Aus für den "Dauerbrenner" im Team von Trainer Hans Meyer. Für ein Interview stand Reinhardt gerne zur Verfügung.

Dominik, erste Frage: wie geht es dir?

Dominik Reinhardt: Wenn Sie nach den Schmerzen fragen, dann geht es mir gut, es geht aufwärts. Aber natürlich ist es kein gutes Gefühl, von der Tribüne mitzufiebern, wenn man so lange dabei war. Es zuckt schon in den Füßen. Hoffentlich bin ich bald wieder bei den Jungs.

Für die Medien bist du angesichts deiner starken Saison schon zum "Dominator" mutiert...

Reinhardt: Ach, das sind lustige Wortspielchen, mehr auch nicht. Wir haben uns als Mannschaft weiter entwickelt, davon profitieren wir alle. Fußballspielen macht beim Club seit Monaten richtig Spaß. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass wir jetzt in der Woche mit den Spielen gegen Aachen, im Pokal gegen Frankfurt und dann in Leverkusen auch wieder das Quäntchen Glück haben, dass uns letzten Sonntag in Bremen gefehlt hat...

...und auch im Hinspiel in Aachen.

Reinhardt: Oh je, das war ein Spiel, das man wirklich nur alle Jubeljahre erlebt. Wir haben Riesen-Chancen gehabt, aber das zweite Tor wollte einfach nicht  fallen. Die Alemannia hat am Ende dann noch einmal alles versucht, mit dem Publikum im Rücken, und zu Zehnt mit dem Schlusspfiff noch das 1:1 erzielt. Aber wir haben aus diesem Spiel auch gelernt, sind reifer geworden. Damals wollten wir unbedingt die endgültige Entscheidung, jetzt spielen wir bei einem solchen Verlauf in der Schlussphase viel überlegter, ruhiger, abgeklärter. Das hat man zuletzt beim 2:1 gegen Hertha BSC ganz deutlich erkennen können.

Alemannia Aachen steckt wie die halbe Liga im Abstiegskampf. Bleibt der Neuling drin?

Reinhardt: Zumindest würde ich es unseren früheren Spielern Thomas Stehle und Kristian Nicht wünschen, auch wenn sie hoffentlich am Samstag ohne Punkte wieder heimfahren. Es wäre schade, wenn der Tivoli wieder in der Zweitklassigkeit verschwinden würde.

Eine Frage muss einfach noch kommen - steht demnächst nach 25 Jahren wieder ein Reinhardt im DFB-Pokalfinale?

Reinhardt: Tja, mein Vater hat das Finale mit dem Club 1982 gegen die Bayern leider 2:4 verloren. Dafür hat er dann ja sechs Jahre später den UEFA Cup geholt. Es wäre eine tolle Sache, wenn wir am Dienstag Frankfurt schlagen und nach Berlin fahren könnten. Aber wir haben ja in dieser Saison noch zwei Eisen im Feuer - lass' uns bitte am Samstag erst Alemannia Aachen bezwingen, danach reden wir über alles andere.

Der 1. FCN unterstützt am Samstag im easyCredit-Stadion die Aktion "Alphabetisierung". Du unterstützt das Projekt ebenfalls - was versteckt sich dahinter?

Reinhardt: Kaum jemand weiß, dass in Deutschland über vier Millionen Menschen nicht richtig lesen oder schreiben können. Dabei reden wir von Erwachsenen, die teils ihre Schulbildung abgebrochen haben. Diesen Menschen möchten wir sagen: Sie können auch jetzt noch den Schritt in die Lese- und Schreibkurse wagen. Ich finde es klasse, dass wir so eine Aktion unterstützen!

Mehr Infos zur Aktion Alphabetisierung unter www.alphabetisierung.de