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Mathias Hochreuther und Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97,1 mit dem Vergleich der beiden Finalisten.

Hochspannung bis zum Finale

Maßgeblich am Weg ins Endspiel beteiligt: Elfmeter-"Killer" D. Klewer

Nürnberg - Der 9. September 2006. Helle Aufregung an der Friesoyther Straße in Cloppenburg. Der Club kommt, und die vermeintlich "Kleinen" aus der Oberliga Niedersachen hoffen mit 7.000 Fans auf die Sensation. Ganz Cloppenburg zeigt sich von seiner freundlichsten Seite, der Club wird herzlichst aufgenommen. Doch Ivica Banovic hat etwas dagegen. Er schießt nach gut einer Stunde das einzige Tor des Tages, der 1.FCN gewinnt "nur" mit 1:0.

"Wir hatten ein Chancenverhältnis von sechs zu eins, deshalb kann man nicht unbedingt von einem glücklichen Sieg sprechen", kommentiert Hans Meyer die 90 einseitigen Minuten, "man kann natürlich sagen: Wir haben die Aufgabe nicht so souverän bewältigt, aber so sind eben diese Pokalspiele." Als er diese Sätze spricht, ahnt er noch nicht, was auf ihn zukommt. Schon in der 2. Runde wird es ungemütlicher.

Vittek schießt Club ins Achtelfinale

Der 25. Oktober ist ein nasskalter Mittwochabend im Ostwestfälischen. Bei Zweitligist SC Paderborn sieht es auch in anderer Beziehung nicht gut aus: Thomas Bröker hat die Blau-Weißen nach einer Stunde in Führung gebracht. Doch Marek Mintal gelingt neun Minuten vor dem Abpfiff der Ausgleich. Torhüter Daniel Klewer macht in der Pause zur Verlängerung fleißig Liegestütze (!), um gleich darauf hoch in die Luft zu springen. Denn Robert Vittek schießt den Club in der 93. Minute eine Runde weiter.

Im Achtelfinale kommt die SpVgg Unterhaching ins easyCredit-Stadion, und die Spannung steigert sich ins schier Unermessliche. Wieder gibt's Verlängerung und längst interessiert Freund und Feind kein Klassenunterschied mehr - nur das Weiterkommen zählt. Dann das Elfmeterschießen. Die ersten drei Schützen scheitern, darunter zwei Hachinger an Klewer. Dann trifft Pinola, doch Omodiagbe gleicht aus. Gresko? Vergibt! Die Chance für Haching! Nicht mit Klewer, der Sträßers Schuss hält. Jetzt trifft Sibon - und wieder hält der Nürnberg-Keeper, diesmal gegen Page. Endergebnis 2:1. Spannender geht's nicht! Oder doch?

Schäfer und Klewer die Matchwinner im Viertelfinale

Hannover 96 scheint im Viertelfinale schon nach drei Minuten auf der Siegesstraße - aber Raphael Schäfer hält mit der Parade des Jahres gegen Frank Fahrenhorst und rettet in der Verlängerung noch einmal sensationell gegen Silvio Schröter. Nur einmal will der Ball ins Tor, doch an Hanno Balitschs Einwurf in die Maschen war kein Spieler mehr am Ball.

Dann explodiert das easyCredit-Stadion. Klewer streift sich in der 119. Minute auf der Ersatzbank seinen Torhüterpullover über, und als er eingewechselt wird, liegen sich auf den Tribünen die ersten Fans schon in den Armen... Tatsächlich scheitern die Niedersachsen im folgenden Elferschießen, Klewer hält wieder zwei Bälle, wird gemeinsam mit Schäfer zum Matchwinner.

Kurzer Prozess gegen Frankfurt im Halbfinale

Im Halbfinale empfängt der Club vor 47.000 Zuschauern Eintracht Frankfurt. Den Nürnbergern winkt nun nicht nur der DFB-Pokal, sondern nach 19 Jahren auch wieder die Möglichkeit, international zu spielen. Und der 1.FCN macht gleich mächtig Dampf, geht schon in der dritten Spielminute durch Marco Engelhardt in Führung. Dann aber die Gäste mit Benjamin Huggel, dessen Distanzschuss Schäfer pariert. Nach 25 Minuten gelingt Ivan Saenko nach schöner Vorarbeit von Andreas Wolf ein Tunneltor - 2:0 für den Club.

Auch in der zweiten Halbzeit sind die Meyer-Schützlinge spielbestimmend. Und sie legen nach - Galasek trifft per Freistoß (54.). Die Frankfurter agieren in der Folge viel zu harmlos, um das Nürnberger Gehäuse ernsthaft in Gefahr zu bringen. Drei Minuten vor Schluss dann großer Jubel auf den Rängen - Marek Mintal läuft nach seiner langen Verletzungspause wieder im Club-Trikot auf. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzt schließlich Chhunly Pagenburg nach einem schönen Nürnberger Konter.

Unser Weg ins Finale nochmals im Überblick

09.09.06 15:30 BV Cloppenburg - 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0)
25.10.06 19:30 SC Paderborn - 1. FC Nürnberg 1:2 n.V. (1:1/0:0)
19.12.06 19:30 1. FC Nürnberg - SpVgg U'haching 2:1 i.E. (0:0, 0:0)
27.02.07 19:00 1. FC Nürnberg - Hannover 96 4:2 i.E. (0:0/0:0)
17.04.07 20:30 1. FC Nürnberg - Eintr. Frankfurt 4:0 (2:0)
Will nun auch den zweiten Titel: Stuttgarts Trainer Armin Veh

Stuttgart ohne große Mühen

Im Vergleich zum Nervenkitzel, der die Cluberer auf ihrem Weg ins Finale begleitet hat, zog der VfB Stuttgart vergleichsweise unspektakulär ins Endspiel ein. In den ersten beiden Runden schlug die Mannschaft von Trainer Armin Veh zunächst zwei Oberligisten. Sowohl bei der Auswärtspartie beim TSV Alemannia Aachen II (4:0) als auch beim SV Babelsberg 03 (4:2) gingen die Schwaben souverän als Sieger vom Platz.

Auch beim VfL Bochum im Achtelfinale erzielte der Deutsche Meister vier Tore - mit 1:4 mussten sich die Mannen aus dem Ruhrgebiet geschlagen geben. Im Viertelfinale hatten die Roten dann endlich ein Heimspiel. Hertha BSC kam ins Gottlieb-Daimler-Stadion und durfte anschließend mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck nach Hause fahren. Das Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg gewann der VfB ebenfalls mit weißer Weste (1:0), hatte aber auch Glück, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark den Ausgleichstreffer von Marcelinho wegen angeblicher Abseitsposition fälschlicherweise annullierte. Das Ticket nach Berlin war gelöst.

Stuttgarts Weg ins Finale nochmals im Überblick

09.09.06 18:30 Alemannia Aachen II - VfB Stuttgart 0:4 (0:1)
24.10.06 19:15 SV Babelsberg 03 - VfB Stuttgart 2:4 (0:1)
19.12.06 19:30 VfL Bochum - VfB Stuttgart 1:4 (0:1)
28.02.07 20:30 VfB Stuttgart - Hertha BSC 2:0 (1:0)
18.04.07 20:30 VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 0:1 (0:1)