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Kolomaznik will seine Serie fortsetzen

Schattenkopfball: Ein Sechziger und Michal Kolomaznik (li.)

Nürnberg - Wenn der Club am Dienstagabend (19.12.06) die SpVgg Unterhaching im Pokal-Achtelfinale zum Tanz bittet, ist Obacht bei einem Gäste-Spieler ganz besonders angebracht: Michal Kolomaznik. Der 30-Jährige zeichnet sich durch einen ausgeprägten Torinstinkt aus, was auch schon der 1.FCN zu spüren bekam. Kolomaznik schenkte den Cluberern bei zwei Aufeinandertreffen drei Treffer ein.

Auch für den TSV München 1860, seinem letzten Verein, netzte der technisch gute und bewegliche Stürmer, der sich als hängende Spitze genauso wohl fühlt wie im offensiven Mittelfeld, regelmäßig ein. Gleich in der ersten Saison markierte der Tscheche 15 Treffer in 34 Zweitligaspielen. Wegen Leistenproblemen musste er in der darauffolgenden Rückrunde fast komplett aussetzen. Seine Karriere in Deutschland begann "Kolo" beim SSV Jahn Regensburg (4 Tore in 16 Spielen).


fcn.de: Michal Kolomaznik - schön, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben. Am Dienstag hofft ihre Mannschaft auf eine Pokal-Sensation beim Club. Wie schätzen Sie die Chancen auf ein Weiterkommen ein?

Michal Kolomaznik: Ich denke schon, dass wir eine gute Chance haben, weiter zu kommen. Wir sind zwar nicht der Favorit, aber das ist eher ein Vorteil für uns. Wichtig wird sein, so lang wie möglich ohne Gegentor zu bleiben.

In der 1. Runde gegen den Oberligisten SSVg Velbert haben Sie ein Tor gemacht, in der 2. Runde gegen den Regionalligisten FK Pirmasens zwei: Wie viele Kolomaznik-Tore muss der 1. FC Nürnberg heute befürchten?
 
Michal Kolomaznik: Wer die Tore macht, sollte nicht so wichtig sein. Hauptsache, wir sind erfolgreich. Es wäre natürlich schön, wenn ich mit einem Tor von mir die Mannschaft in die nächste Runde schießen könnte.

Mit dem Club haben Sie bisher zwei Erfahrungen gemacht. Im Zweitligaspiel mit Regensburg in der Saison 2003/04, als ihr Tor zum 1:0-Endstand laut eigener Aussage das schönste ihrer Karriere gewesen sei. Und in dieser Spielzeit im Testspiel mit Unterhaching, als Sie mit zwei Toren die Begegnung im Alleingang entschieden. Treffen Sie gegen den 1.FCN besonders gern?
 
Michal Kolomaznik: Es gibt sicherlich Mannschaften, gegen die läuft es besser, gegen andere schlechter. Man sollte sich aber nicht zu sehr darauf verlassen, was in der Vergangenheit war. Jedes Spiel entwickelt seinen eigenen Charakter. Ich hätte aber, ehrlich gesagt, nichts dagegen, wenn ich diese Serie heute fortsetzen könnte.

In Ihren zwei Jahren beim TSV 1860 lief es eigentlich sehr gut - außer in der letzten Rückrunde, als Ihnen Leistenprobleme zu schaffen machten. Nach nur einem Einsatz am 18. Spieltag legte der Klub auf ihre Dienste keinen Wert mehr und gab Sie im Sommer ab. Die Begründung: Sie seien zu verletzungsanfällig. Für Unterhaching haben Sie in dieser Hinrunde aber 15 Spiele gemacht. Wie passt das zusammen?

Michal Kolomaznik: Ich war natürlich lange Zeit verletzt. Da fehlt Spielpraxis und man kann nicht zeigen, was man drauf hat. Der Wechsel nach Unterhaching war absolut positiv für mich. Zurück schaue ich nicht. In der Winterpause möchte ich mich weiter verbessern und für Unterhaching noch mehr Spiele und wenn möglich auch noch weitere Tore schießen.

Ihre Mannschaft liegt mit 18 Punkten ganz nahe der Abstiegszone auf Platz 14. Wie bewerten Sie die Leistungen der Spielvereinigung in der Hinrunde?

Michal Kolomaznik: Wir haben mit unseren fünf unglücklichen 0:1-Niederlagen viele Punkte verspielt. Außerdem kamen zwei ganz schwache Heimspiele gegen Augsburg und Burghausen dazu. Uns fehlen jetzt natürlich einige Punkte, aber ich bin überzeugt, dass wir uns in der Winterpause noch weiter festigen und konstanter werden. Wir sollten dann hoffentlich so früh wie möglich den Klassenerhalt schaffen.

Das Feld in der unteren Tabellenregion liegt sehr dicht beieinander. Wie sehen Sie die Chancen?

Michal Kolomaznik: Wir haben eine junge, willenstarke Mannschaft, die in der Vorrunde gezeigt hat, dass sie absolut das Potenzial hat, gegen jeden zu bestehen. Wenn wir es schaffen, unsere Chancen noch besser zu nutzen und wir weiterhin defensiv so diszipliniert spielen, sollten wir mit den Abstiegsplätzen gar nichts zu tun haben. Aber wir wissen, dass es bis zum Schluss schwer wird, so ausgeglichen, wie die Liga ist. Aber am Ende werden wir, da bin ich hundertprozentig sicher, mindestens vier Mannschaften hinter uns lassen.

Vielen Dank, "Kolo". Für den Klassenerhalt wünschen wir Ihnen viel Glück!

Weitere Informationen zu Kolomaznik findet ihr auf seiner Homepage.