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"Im nächsten Jahr wieder international"

Kündigt totale Einsatzbereitschaft seines Teams an: Dédé

Nürnberg - Dédé ist nach Lars Ricken der dienstälteste Akteur im Profikader von Borussia Dortmund. Der Brasilianer spielt seit acht Jahren im schwarz-gelben Dress und hat bei den Westfalen schon einige Höhen und Tiefen miterlebt. Größter Triumph war sicherlich der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2001/02. Dass es beim BVB nach eher mäßigem Saisonverlauf und dem Aus im DFB-Pokal zurzeit mal wieder etwas kriselt, ist für Dédé kein Grund zur Sorge.

Die Integration der neuen Spieler brauche seiner Meinung nach etwas Zeit: "Ich bin sicher, dass wir in Kürze auch fußballerisch wieder überzeugen." Vor dem Heimspiel des 1. FC Nürnberg am Samstag (28.10.06, 15.30 Uhr) gegen Dortmund bat fcn.de den Abwehrspieler der Borussia zum Gespräch.


fcn.de: Dédé, die Saison verlief für den BVB bislang eher mäßig. Am Dienstagabend gab's beim 0:1 gegen Hannover 96 dann auch noch das Aus im DFB-Pokal. Wie tief sitzt die Enttäuschung?

Dédé: Ganz klar, dass unsere Enttäuschung sehr tief sitzt. Wir haben unsere große Chance, in einem Heimspiel die nächste Runde im DFB-Pokal zu erreichen, nicht genutzt. Das ist mehr als ärgerlich.

Am Samstag geht es bereits weiter mit der Auswärtspartie beim 1. FC Nürnberg. Wird Trainer Bert van Marwijk die Mannschaft bis dahin wieder aufgerichtet haben, dass der BVB selbstbewusst an den Valznerweiher reisen kann?

Dédé: Ja, ich bin sicher, dass wir den Pokal aus den Köpfen raus haben und in Nürnberg selbstbewusst auf den Platz gehen.

Eine der Schlüsselszenen im Spiel war sicher die Rote Karte gegen Roman Weidenfeller. Wie haben Sie die Situation, die zum Platzverweis des Torhüters führte, gesehen?

Dédé: Ich habe zunächst geglaubt, dass die Rote Karte unberechtigt war. Aber im Fernsehen habe ich dann gesehen, dass der Schiedsrichter das Handspiel von Roman geahndet hat. Damit lag er wohl richtig.

In der Nachspielzeit hat Schiedsrichter Dr. Felix Brych nach einem vermeintlichen Foul an Ihnen zunächst auf den Elfmeterpunkt gezeigt, nach Absprache mit seinem Linienrichter die Entscheidung aber wieder revidiert. Fühlen Sie sich betrogen?

Dédé: Nein, ich würde einem Schiedsrichter niemals Betrug unterstellen. Aber als ich in den Strafraum hineinging und von meinem Gegenspieler berührt wurde, war ich sicher, zurecht einen Elfmeter zu bekommen.

Nach dem enttäuschenden 1:1 in der Liga gegen Schlusslicht Bochum war die Mannschaft im Pokalspiel zumindest kämpferisch um Wiedergutmachung bemüht. Fußballerisch lag jedoch wieder einiges im Argen. Woran hapert es zurzeit in Ihrer Mannschaft?

Dédé: Wir müssen auf  wichtigen Positionen neue Spieler integrieren. Dazu braucht man ein bisschen Zeit und Geduld. Ich bin sicher, dass wir in Kürze auch fußballerisch wieder überzeugen.

Gilt das auch für die Neuen Tinga sowie Steven Pienaar, die die Erwartungen bislang noch nicht erfüllen konnten?

Dédé: Tinga und Steven Pienaar haben beide ein großes fußballerisches Potenzial.

Als Saisonziel hatte die Vereinsführung im Sommer den fünften Platz ausgegeben. Passt das Ziel noch zu den bisher gezeigten Leistungen des BVB?

Dédé: Ich habe gar keine Zweifel daran, dass wir Platz fünf erreichen und in der nächsten Saison wieder international dabei sind.

Die Ziele beim 1. FC Nürnberg sind niedriger gesteckt. Zurzeit belegt die Truppe von Hans Meyer aber punktgleich mit Dortmund den fünften Rang. Ist der Club für Sie ein ernst zu nehmender Konkurrent im Kampf um die UEFA-Cup-Plätze?

Dédé: Auf jeden Fall.

Die Cluberer sind Saison-übergreifend seit 12 Pflichtspielen ungeschlagen. Mit welchen Mitteln wird Ihr Team am Samstag im easyCredit-Stadion versuchen, die Nürnberger Serie zu stoppen?

Dédé: Mit großem Engagement und totaler Einsatzbereitschaft. Im übrigen hat der BVB eine sehr gute Bilanz in Nürnberg vorzuweisen.

Vielen Dank, Dédé!