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Hilbert: "Wir sind sehr gut vorbereitet"

Gut drauf und mit gutem Gefühl in die neue Saison: Roberto Hilbert

Nürnberg - Beim offiziellen Saisonopening des VfB Stuttgart war Roberto Hilbert der Erste, der all seine Autogrammkarten signiert hatte.

Diese Schnelligkeit soll der Ex-Cluberer nach Wunsch der VfB-Verantwortlichen auch auf dem Platz einbringen, um am Gegenspieler vorbeizukommen und anschließend auf Rechtsaußen die Stürmerkollegen mit gefährlichen Flanken zu versorgen.

Vor seiner ersten Bundesliga-Saison fand der 21-Jährige Zeit, um mit fcn.de über das "neue Gesicht" des VfB und die Partie am Samstag (12.08.06) im Gottlieb-Daimler-Stadion zu reden.


fcn.de: Roberto Hilbert, am Samstag gastiert der FCN zum Bundesliga-Auftakt in Stuttgart. Bei den Fans beider Lager ist die Vorfreude auf die neue Saison groß: Die Saison-Openings waren mit jeweils rund 30.000 Zuschauern sehr gut besucht. Rein sportlich scheint der Start für den VfB aber noch etwas zu früh zu kommen - bei der Generalprobe in Augsburg gab's eine 0:1-Niederlage...

Roberto Hilbert: Das denke ich nicht, denn unsere Vorbereitung war auf den 12. August ausgerichtet. Vom nackten Ergebnis steht eine 0:1-Niederlage in Augsburg, aber wir waren die klar bessere Mannschaft und haben uns eine Vielzahl an guten Torchancen erarbeitet, nur mit dem Toreschießen hat es noch nicht so geklappt, aber daran haben wir in dieser Woche gearbeitet.

Der VfB gilt vor der Saison so ein bisschen als "Wundertüte". Die beiden Mexikaner und Spielmacher Farnerud weiß man noch nicht so recht einzuschätzen, zudem tut man sich beim VfB schwer, sportliche Ziele zu formulieren. Was haben Sie für ein Gefühl?

Roberto Hilbert: Ich habe ein gutes Gefühl, denn wir gehen sehr gut vorbereitet in die Saison und auch die Stimmung in der Mannschaft ist trotz des Konkurrenzkampfs gut. Ich halte nicht sehr viel davon, irgendeine Platzierung als Ziel auszugeben. Wenn man auf dem Platz steht, will man immer gewinnen.

Nach dem Weggang von Stuttgarter "Urgesteinen" wie Zvonimir Soldo, Andreas Hinkel und Christian Tiffert steht der VfB vor einem Umbruch. Wie geht die Mannschaft mit den Veränderungen um und kristallisiert sich schon eine neue Hierarchie heraus?

Roberto Hilbert: Die letzte Saison kann ich nur schwer beurteilen, aber mit den erfahrenen Spielern wie Hildebrand, Babbel, Meira, Meißner, Pardo und Tomasson gibt es schon ein paar Leitwölfe, an denen sich speziell wir jungen Spieler orientieren können.

Nach der verkorksten letzten Saison erwartet man in Stuttgart Besserung. Bei einem Fehlstart gegen den FCN würden kritische Stimmen wieder laut werden. Spüren Sie besonderen Druck vor ihrer Auftakt-Begegnung?

Roberto Hilbert: Es gibt keinen besonderen Druck, wir alle wollen gut in die Saison starten und ich kann mich nur wiederholen: Wir sind gut vorbereitet

Mit Ihnen, dem Mexikaner Pardo sowie Farnerud und da Silva könnte zum Saisonstart gleich ein komplett neues Mittelfeld auflaufen. Wie gut klappt da schon die Abstimmung?

Roberto Hilbert: Die Verständigung klappt trotz der Sprachschwierigkeiten sehr gut. Auch die Abstimmung, v.a. die Laufwege stimmen bereits größtenteils, doch es wird sicherlich noch ein paar Spiele dauern, bis ein Rädchen in das andere greift.

Sie haben in der Jugend insgesamt fünf Jahre beim FCN verbracht und vor Ihrem Wechsel nach Stuttgart beim Lokalrivalen Greuther Fürth gespielt. Was bedeutet Ihnen das Wiedersehen mit dem Club am Samstag?

Roberto Hilbert: Das Spiel am Samstag ist, sofern ich zum Einsatz komme, sicherlich kein normales für mich, was aber eher daran liegt, dass es mein erster Einsatz in der Bundesliga wäre.

Der FCN war in jüngster Zeit eine Art Angstgegner im Daimlerstadion. Was erwarten Sie vom ersten Saisonspiel?

Roberto Hilbert: Dass es so endet wie in der vergangenen Saison, denn da gewann der VfB mit 1:0.

Der Platz im Gottlieb-Daimler-Stadion ist nach dem Konzert der Rolling Stones in keinem guten Zustand. Wem kommen die widrigen Bodenverhältnisse Ihrer Meinung nach eher gelegen?

Roberto Hilbert: Da hat es die Gastmannschaft sicherlich etwas einfacher, da sie nicht ganz so viel für das Spiel tun muss, aber wir suchen nicht schon im Vorfeld nach Ausreden, denn der Platz ist für beide Teams gleich.

Würde sich der VfB am Samstag mit einem Unentschieden zufrieden geben?

Roberto Hilbert: Nein.

Vielen Dank für das Gespräch, Roberto Hilbert!