Im Anschluss an den Aufstieg in die Bayernliga zum Saisonende 2024/25 folgte die Umstrukturierung der U20 zu einer U19. Die bessere Entwicklung der Talente durch die Ermöglichung des „Paradeweges“ ist der Grund für die Entscheidung.
Ein packender Rückrundenauftakt am Sportpark Valznerweiher neigt sich dem Ende zu. Die ClubFrauen verteidigen in den Schlussminuten einen knappen 3:2-Vorsprung gegen den FC Ingolstadt. Der perfekte Jahresstart für die Mission Wiederaufstieg. Kurz vor dem Schlusspfiff tauscht Cheftrainer Thomas Oostendorp letztmalig. Die Doppeltorschützin Nastassja Lein, 2016 aus Bamberg in die U17 des Club gekommen, macht Platz für die Debütantin Hanna Deuber.
Der „Paradeweg“ in Rekordzeit
Im Sommer 2023 war die Oberfränkin Deuber aus ihrer Geburtsstadt vom FC Eintracht Bamberg in die U17 des FCN gewechselt und durchlief anschließend binnen kürzester Zeit die Nachwuchsteams. Bereits nach einem halben Jahr trainierte sie in der nächsthöheren Mannschaft, der bisherigen U20, mit und empfahl sich durch gute Leistungen in ihrem zweiten FCN-Jahr für die Chance bei den Profis. Mittlerweile ist die nun 17-Jahrige fester Bestandteil des Profitrainings.
Den Weg, den die Stürmerin gegangen ist, betitelt Nachwuchskoordinatorin Isabel Bauer als den „Paradeweg“ einer jungen Spielerin: Aus der Region in die Jugend des Club, dort die Nachwuchsmannschaften durchlaufen und anschließend den Sprung in die Profimannschaft schaffen. Die Tür zum Endspurt dieses Weges hat Deuber spätestens mit der Unterschrift unter einen langfristigen Vertrag beim FCN im April 2025 geöffnet.
Entwicklungschancen der Talente optimieren
Um auch in Zukunft viele Spielerinnen auf diesem Weg zu begleiten, folgte zur Saison 2025/26 die freiwillige Umstellung der U20 zu einer U19. „Dadurch haben Talente, die aus der U17 in die nächste Altersklasse kommen, bessere Chancen auf Einsatzzeiten“, erklärt Bauer die Entscheidung. Ab da agiert die U19 als reine Nachwuchsmannschaft, welche durch wenige ältere Führungsspielerinnen ergänzt wird. Mit dem SCR Altach gingen die ClubFrauen zudem eine Partnerschaft ein, die ebenfalls zur Entwicklung der jungen Spielerinnen beitragen soll. Talente, denen der Sprung aus der U19 in die Profimannschaft nicht auf Anhieb gelingt, können in Altach den Zwischenschritt in einer adäquaten Liga gehen.
Bayernliga als wichtiger Faktor
Ein wichtiger Schritt war dabei der Aufstieg in die viertklassige Bayernliga. Nachdem die Mannschaft von Isabel Bauer im Vorjahr trotz lediglich einer Saisonniederlage knapp scheiterte, gelang ihr 2024/25 der Aufstieg – diesmal ohne Pleite.
„In der Bayernliga haben die Mädels super Voraussetzungen, sich zu entwickeln, da sie dort auf starke Gegner in einem professionellen Umfeld treffen und ohne großen Leistungsdruck agieren können“, erläutert Bauer die Relevanz des Aufstiegs. Durch diese Schritte sollen zukünftig noch häufiger Talente, die den „Paradeweg“ bestritten, ihr Profidebüt feiern.