Profis Freitag, 20.05.2016

Weiler und Schäfer zu Statements nach dem Spiel

Foto: Sportfoto Zink

Nach der Partie sorgten Aussagen von René Weiler und Raphael Schäfer für Unverständnis. Beide bezogen in der Nacht nochmals Stellung.

Die schreckliche Nachricht der schweren Erkrankung von Marco Russ kurz vor dem ersten Relegationsspiel bei Eintracht Frankfurt hat die Bedeutung der Partie für alle Seiten in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Auch beim Club reagierte man tief betroffen auf die Botschaft, die Mannschaft und Trainer am Donnerstagmorgen, 19.05.16, erreichte.

Wenige Stunden vor der Partie wollten alle Beteiligten, wie Marco Russ selbst auch, den sportlichen Aspekt in den Vordergrund rücken. Unmittelbar nach dem Spiel wurden Spieler und Trainer des Club von Medienvertretern mit der Thematik konfrontiert. Trainer René Weiler äußerte dabei sein Unverständnis, über den Zeitpunkt der Veröffentlichung der Erkrankung, den er als "Inszenierung" bezeichnete.

Schäfer: "Meine Worte waren dumm"

Dazu stellt der Club-Coach klar: "Es ist pietätlos, dass ein Klub und ein erkrankter Spieler fast dazu genötigt werden, die intimsten Dinge preisgeben zu müssen, um nicht als Dopingsünder in Verdacht zu stehen. Ich wünsche Marco Russ nur das Beste. Es geht mir immer um den Menschen - und Gesundheit ist dabei das allerwichtigste. Meine Aussage sollte auch keinerlei Vorwurf Richtung Eintracht Frankfurt sein, sondern ging an diejenigen, die den Fußball als Bühne nutzen und mit so einer Nachricht mitten in der Nacht an die Öffentlichkeit gehen. Mir waren die Vorgänge bei der Eintracht nicht im Detail bekannt. Ich habe meine Aussage auch bei Marco Russ sowie den Frankfurter Verantwortlichen persönlich unmittelbar klargestellt."

Auch Raphael Schäfer entschuldigte sich noch auf der Heimreise aus Frankfurt bei Marco Russ für seine unbedachte Antwort in einem Interview nach Spielende. "Meine Worte waren dumm, dafür kann ich mich nur aufrichtig entschuldigen. Ich habe mich voreilig geäußert, ohne Bescheid zu wissen. So etwas darf mir nicht passieren, das ist absolut nicht in Ordnung. Ich wünsche Marco das Allerbeste und bin sicher, dass er wieder gesund wird."

Der 1. FC Nürnberg entschuldigt sich bei Eintracht Frankfurt für die Unruhe, die nach dem Spiel entstanden ist und hofft, dass künftig das Sportliche wieder im Mittelpunkt steht.