Mittwoch, 12.12.2012

Sicherheitspapier verabschiedet

"Es entspricht unserem Demokratieverständnis, dass Mehrheitsentscheidungen zu respektieren sind", erklärte Martin Bader.

Am Mittwoch, 12.12.12, haben die 36 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga das neue Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) verabschiedet. Für den 1. FC Nürnberg nahmen die Vorstände Martin Bader und Ralf Woy an der Ligaversammlung in Frankfurt am Main teil.

„Egal, ob Sitzplatz oder Stehplatz, schweigend oder nicht schweigend, Teilnehmer einer Fan-Demonstration oder Besucher des Familienblocks: Wir können allen Fans versichern, dass die heutigen Beschlüsse die Fußball-Kultur in Deutschland nicht gefährden“, verkündete Liga-Chef Reinhard Rauball auf der Pressekonferenz in Frankfurt.

Differenziert entschieden

Der 1. FC Nürnberg stimmte nicht in allen Punkten für das Sicherheitspapier: „Über jeden der 16 Anträge haben wir unsere Vorstellungen sehr differenziert eingebracht, kontrovers diskutiert und dann in einigen Punkten zugestimmt, aber auch einige Punkte abgelehnt“, erläuterte Martin Bader nach der Sicherheitskonferenz die Entscheidung des 1. FC Nürnberg.  

„Es entspricht unserem Demokratieverständnis, dass Mehrheitsentscheidungen zu respektieren sind und wir dann auch dahinter stehen“, ergänzte Martin Bader. Im Vorfeld hatte der 1. FC Nürnberg in Absprache mit Vertretern einiger Fangruppierungen definierte Punkte aus dem ersten Entwurf des Sicherheitspapieres im Sinne der Vereinsinteressen entfernt oder angepasst.  

DFB-Präsidium stimmt am 25. Januar 2013 ab

„Der 1. FC Nürnberg setzt auch weiterhin auf seinen eigenständigen Weg, den wir seit Jahren in vielen Bereichen im Dialog mit unseren Fans beschritten haben, das wird auch in der Zukunft Bestand haben“, bekräftigte Martin Bader und versprach weiter: „den Anhängern verschiedener Meinungen weiterhin Gehör zu verschaffen“.

Die Anträge, die die Richtlinien des DFB betreffen, müssen vom DFB-Präsidium bei seiner Sitzung am 25. Januar 2013 noch abgesegnet werden. Dabei könne es jedoch nur noch zu "unwesentlichen inhaltlichen Anpassungen" kommen, erklärte die DFL.