Nachwuchs Freitag, 05.12.2014

U21-Fazit: Ein Trend mit Luft nach oben

Mit dem jüngsten Kader der Liga angetreten, benötigte die U21 eine Weile, um sich in der Regionalliga zurecht zu finden. Doch zuletzt zeigte die Formkurve nach oben.

Foto: Sportfoto Zink

Winterpause in der Regionalliga Bayern. Für die U21 des 1. FC Nürnberg heißt das Pflichtspielpause bis März 2015 - Zeit also für ein Resümee. Mit 23 Punkten nach 22 Spielen liegt der Club auf dem 14. Tabellenrang. Eine Situation, die auch U21-Trainer Roger Prinzen nicht zufriedenstellt: "Natürlich ist der 14. Tabellenplatz nicht das, was wir uns vorgestellt haben."

Doch der Übungsleiter weiß auch um die Gründe für den vor allem zu Saisonbeginn schwierigen Verlauf. "Wir haben vor der Spielzeit bewusst den Schritt von der U23 zur U21 gemacht und auf einen jungen Kader gesetzt. In einigen Spielen hat man gemerkt, dass uns ein wenig die Erfahrung gefehlt hat."

Jüngster Kader der Liga

Insgesamt zehn von 18 Spielern im Kader sind erst 19 Jahre alt, der Club-Nachwuchs hat den mit Abstand jüngsten Kader in der Regionalliga – ein entscheidender Altersunterschied im Vergleich zu vielen anderen Mannschaften. Immerhin ist doch der Sprung von der U19 in die vierte Liga nicht zu verachten, die Umstellung benötigt Zeit. "Zu Beginn der Saison haben uns die Robustheit und die Cleverness gefehlt", spricht Prinzen die Punkte an, die er mit seiner Mannschaft Schritt für Schritt verbessern möchte. Hierzu gehört auch das eigene Offensivspiel. "Wir haben häufig die Entschlossenheit vor dem Tor vermissen lassen."

Doch allzu hart ins Gericht will er mit seiner Mannschaft nicht gehen. Denn oftmals war die Mannschaft des 45-Jährigen mindestens auf Augenhöhe mit dem Gegner. "Wir hatten in den meisten Partien die Möglichkeit, das Spiel für uns zu entscheiden." Die Entwicklung der jungen Mannschaft braucht Zeit, Formschwankungen sind programmiert, wie Prinzen bereits zu Saisonbeginn im Interview betonte.

Dittgen, Bihr & Co. haben den Sprung geschafft

"Wir sind uns bewusst, dass die Spieler noch in der Ausbildung sind", erläutert Prinzen auch nach dem halben Jahr, merkt jedoch zugleich an, dass die Spieler auch das Bewusstsein für den Fußball-Profi entwickeln müssen, ist die U21 doch der letzte Schritt vor dem Profi-Bereich. "Wenn ich Profi werden möchte, muss ich meine Fehler minimieren, in allen Bereichen."

Einer, der dabei ist, diese Stufe zu erreichen, ist Maximilian Dittgen, der jüngst gegen den FC St. Pauli sein Profi-Debüt feierte. Auch Manuel Bihr konnte sich in der aktuellen Spielzeit im Profi-Kader festsetzen. Die Kehrseite der Medaille: Der Abwehrspieler, der bereits in der vergangenen Saison in der Regionalliga zum Einsatz kam, konnte seine Erfahrung nur selten in den Spielen mit den U21-Kollegen weitergeben. Auch Tobias Pachonik ist regelmäßig bei den Profis mit dabei.

Formkurve zeigt nach oben

Zuletzt zeigte die Formkurve der Mannschaft von Roger Prinzen jedoch nach oben. In den sechs Spielen vor der Winterpause mussten sich die Club-Junioren lediglich dem Tabellenführer FC Kickers Würzburg geschlagen geben. In diesem Zeitraum kassierte die Prinzen-Elf zudem nur drei Gegentore. Die Defensive gewann also an Stabilität, ein Indiz dafür, dass sich die Spieler an das Niveau in der Regionalliga gewöhnt haben.

Eine Entwicklung ist also erkennbar, auch wenn Prinzen konstatiert, dass "in den letzten sechs Partien noch ein paar Punkte mehr drin gewesen wären." Diesen Trend gilt es nach der Winterpause zu bestätigen und in den ausstehenden zwölf Partien die Entwicklung weiter voranzutreiben – als Spieler, als Mannschaft. Weiter geht es dann am 7. März 2015 mit dem Heimspiel gegen den TSV Buchbach.