Dienstag, 01.12.2009

Auswärts nach Dortmund?

Dortmund und Umgebung hat für einen Ausflug rund um Eure Fußballreise einiges zu bieten. fcn.de sagt euch was!

Einige, wenn auch wenige Teile der Stadt Dortmund – und das mag überraschen – erinnern stark an unsere fränkische Metropole. Die Rede ist von den zahlreichen Burgen, die mit ihrer Architektur einen Hauch von Nürnberg durch Dortmund wehen lassen. Grund: Eine Vielzahl ehemaliger Adelssitze liegt auf dem Dortmunder Stadtgebiet. Von der ehemaligen Wall- und Befestigungsanlage der freien Reichsstadt Dortmund zeugen der Adlerturm und, als vorgelagerte Warte, der Steinerne Turm.

Oberhalb des Zusammenflusses von Ruhr und Lenne in den Hengsteysee auf dem Rücken des Ardeygebirges liegt außerdem die historisch bedeutsame Hohensyburg. Bereits 775 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt – heute ist sie Sitz des umsatzstärksten Casinos Deutschlands. Aber denkt immer daran: „Glück im Spiel heißt Pech in der …!“ Von der Hohensyburg habt Ihr jedenfalls einen phantastischen Blick über das Ruhrtal.

Industriemuseum und Florian

Empfehlung Nummer zwei ist das Westfälische Industriemuseum. Was wäre ein Besuch im Ruhrgebiet ohne den Besuch einer Zeche? Das Museum hat seine Zentrale auf der Zeche Zollern II/IV, einem Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH). Die 1903 fertig gestellte Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks-AG glänzt durch eine Jugendstilarchitektur mit Zügen norddeutscher Backstein-Gotik. Das Jugendstilportal rettete die Halle 1969 vor dem drohenden Abriss und machte sie damit zum Pionierbau der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Heute ist die Zeche Zollern Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus.

Tipp Nummer drei: Geht in luftiger Höhe (208,56 Meter hoch) im „Florians“, dem Restaurant im Dortmunder Florianturm, lecker Essen. Vom Turmrestaurant habt Ihr einen tollen Ausblick auf die Stadt. Die Bungee-Sprung-Anlage auf der oberen Aussichtsplattform wurde nach einem durch ein gerissenes Seil verursachten Todesfall im Jahre 2003 fünf Jahre später glücklicherweise stillgelegt. Über den Aussichtsplattformen sind die Fernmeldeeinrichtungen und Antennenanlagen der Deutschen Telekom untergebracht – von hier wurde seit 1959 terrestrisches Fernsehen ausgestrahlt. Zunächst gab es dort lediglich ein Stockwerk; später kam ein zweites dazu, das dem Florianturm sein jetziges Aussehen verlieh.