Profis Freitag, 06.05.2016

Längere Wartezeiten beim Einlass: Woran liegt's?

Im Interview mit fcn.de gibt Sarah Herrmann, Sicherheitsbeauftragte des 1. FC Nürnberg, Einblick zum Thema Stadioneinlass.

fcn.de: In den letzten Heimspielen des Club kam es vor den Stadiontoren schon einmal zu längeren Wartezeiten beim Einlass. Welche Erklärung gibt es dafür?

Sarah Herrmann: Personenkontrollen an den Eingängen sind in hoher Intensität unumgänglich. Natürlich bedauern wir entstandene Unannehmlichkeiten und arbeiten intensiv daran, Wartezeiten möglichst zu vermeiden. Durch den Berufsverkehr ist bei Spielen an Werktagen stets mit sehr hohem Verkehrsaufkommen und Stauungen zu rechnen, und dann ist da noch der Weg vom Parkplatz oder der S-Bahn hin zum Stadion. Um die Dauer der Personenkontrollen dann im Rahmen halten zu können, bitten wir darum, gerade etwa an Abendspielen mit frühen Anstoßzeiten, eine möglichst frühe Anreise einzuplanen. Zudem können alle Club-Fans mithelfen, indem sie etwaige Ermäßigungsnachweise bei der Hand halten und Jacken und Rucksäcke schon geöffnet haben.

fcn.de: Was kann der Club-Fan noch tun, wenn die Schlange vor dem Stadioneinlass einmal etwas größer ausfällt? Gibt es Alternativen?

Sarah Herrmann: Was vielleicht nicht alle Besucher wissen: Wer ein Ticket für die Sektoren Gegengerade und Nordkurve besitzt, kann die drei Eingänge Gegengerade, Nord und Nord-West nutzen. Nur bei Risikospielen ist die Sektorentrennung aktiviert, zu denen die Besucher den auf dem Ticket vermerkten Eingang nutzen müssen. Wenn dies der Fall ist, weisen wir aber im Vorfeld des Spiels darauf hin, damit alle Besucher rechtzeitig informiert werden. Für Fragen aller Art können sich alle Fans gerne die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes und an die CLUB VOLUNTEERS wenden. Die Volunteers stehen gut sichtbar und einheitlich gekleidet vor und hinter den Eingängen bereit.

fcn.de: Sind am Spieltag wirklich immer alle Stadiontore geöffnet?

Sarah Herrmann: Ja, das ist so. Insgesamt stehen im Grundig Stadion sechs Stadioneingänge und 58 Drehkreuze zur Verfügung, über die der Einlass ins Stadion bewältigt wird. Mit Stadionöffnung eineinhalb Stunden vor Spielbeginn ist jeder dieser Eingänge geöffnet und mit Sicherheitspersonal besetzt. Links und rechts davon gibt es Tore, die lediglich als Notausgänge dienen. Diese sehen für den einen oder anderen Besucher vielleicht wie nicht genutzter Spielraum für den Einlass aus, dem ist aber de facto nicht so. Übrigens: Seit dieser Saison gibt es auch speziell markierte Fraueneingänge an den Eingängen Nord, Nord-West, Gegengerade und Süd, die von weiblichem Ordnungspersonal betreut werden und den Einlassprozess zusätzlich optimieren.