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Donnerstag, 21.02.2013

Javier Pinola: "Ich muss noch besser spielen"

Am Sonntag wird Pinola 30. Er wünscht sich einen Sieg und nimmt sich selbst in die Pflicht.

Seit 2005 ist Javier Pinola nun schon beim 1. FC Nürnberg. Aus dem aktuellen Kader ist nur Alexander Stephan länger ohne Unterbrechung im Verein. 207 Liga-Spiele hat der Argentinier in mittlerweile fast acht Jahren für den Club bestritten und dabei einiges erlebt. So gelang ihm beispielsweise bereits bei seinem dritten Einsatz im Club-Trikot sein erstes von fünf Liga-Toren - ausgerechnet gegen den Erzrivalen Bayern München. Beim DFB-Pokalsieg 2007 war Pinola genauso dabei, wie beim Bundesliga-Abstieg ein Jahr später und dem sofortigen Wiederaufstieg 2009.

Keine Frage: Die spannendste Zeit seiner Fußballer-Karriere hat der Linksverteidiger in Nürnberg erlebt. Am Sonntag, 24.02.13, feiert "Pino", wie er von allen nur gerufen wird, seinen 30. Geburtstag. Viel Aufhebens will er darum allerdings nicht machen. "Wir spielen ja am Samstag in Stuttgart. Erstmal wollen wir da gewinnen", sagte er mit einem Schmunzeln. "Dann kann ich am Sonntag in Ruhe feiern."

Pinola selbstkritisch

Pinola stellt sich nicht gerne in den Mittelpunkt, für ihn steht die Mannschaft an erster Stelle. "Die Mannschaft ist das Wichtigste, daran muss man immer denken", sagte er. Deshalb freut es ihn auch, dass "wir uns in den vergangenen Wochen verbessert haben". Auch seine Leistungen, stellte Pinola fest, haben davon profitiert. "Ich denke, ich habe in den letzten drei Wochen im Vergleich zur Vorrunde wieder einen Schritt nach vorne gemacht", so Pinola, der offen zugibt, dass es "vorher nicht so lief, wie ich mir das vorstelle".

Nach wie vor nimmt er sich allerdings in die Pflicht: "Ich bin sehr selbstkritisch und sage: Ich muss noch besser spielen. Noch bin ich nicht zufrieden." Pinola weiß, woran er arbeiten muss, stellt sich dabei allerdings in den Dienst der Mannschaft. "Vor fünf, sechs Jahren bin ich dauernd nach vorne gerannt. Jetzt weiß ich, dass das nicht immer geht, weil ich der Mannschaft auch Sicherheit in der Defensive geben muss."

"Das besprechen wir intern"

Die Arbeit gegen den Ball und den Defensivgedanken bezeichnet auch Trainer Michael Wiesinger als "unsere Basis. Wir müssen immer aggressiv und zweikampfstark auftreten." In Sachen Aggressivität und Einsatzwillen konnte man Pinola in all den Jahren beim Club nie etwas vorwerfen, vor allem dafür wird er von den Club-Fans auch geschätzt. Im Sommer läuft sein Vertrag in Nürnberg aus. Wie es weitergeht? "Das", sagt Pinola, "besprechen wir intern." Am Sonntag wird nun ohnehin erstmal Geburtstag gefeiert. Am liebsten natürlich nach einem Sieg in Stuttgart.