Berichterstattung zur Partie Hannover 96 – 1. FC Nürnberg / 19. Spieltag (1. Bundesliga 2011/2012)

Im Teamcheck: Hannover 96

Die Niedersachsen unter der Lupe: Wissenswertes über Hannover 96. Anpfiff: Freitag, 20.30 Uhr.

Unentschieden

Den letzten Dreier für die Jungs von Trainer Mirko Slomka gab es am 10. Spieltag beim 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern. Darauf folgten acht sieglose Spiele, die letzten fünf endeten allesamt Unentschieden. Trotzdem halten sich die 96er seitdem konstant zwischen den Plätzen sechs und acht und damit in Schlagdistanz zu den Euro League-Plätzen.

Apropos Euro League: Für diese qualifizierten sich die Hannoveraner in der letzten Saison und schafften es durch starke Leistungen im europäischen Wettbewerb zu überwintern - am 16. Februar 2012 geht es dann im Sechzehntelfinale gegen den FC Brügge unter Trainer Christoph Daum.

Africa-Cup, Verletze

Mit Didier Ya Konan (Elfenbeinküste) und Karim Haggui (Tunesien) sind zwei Akteure des letztjährigen Tabellenvierten beim diesjährigen Afrika Cup vertreten. Während Ya Konan in dieser Saison noch nicht an vergangene Leistungen anknüpfen konnte und erst ein Tor erzielte, stand Haggui in allen 17 Spielen der Hinrunde über 90 Minuten auf dem Platz.

Seine Position in der Innenverteidigung wird wie beim 0:0 am letzten Spieltag in Hoffenheim der Schweizer Mario Eggimann übernehmen. Im Vergleich zu diesem Spiel wird auch Jan Schlaudraff nach überstandener Erkältung wieder mit von der Partie sein und gegen unseren 1. FCN wohl wie in der Hinrunde mit Mohammed Abdellaoue das Sturmduo bilden. Neben den Langzeitverletzten Carlitos und Hauger sind zudem die Einsätze von Sergio Pinto (eingeklemmter Rückennerv) und Christian Schulz (Muskelfaserriss) fraglich.

4-4-2 und die 10 Sekunden-Regel

Für den Club neu, für Hannover altbewährt: Auch die 96er spielen im 4-4-2 mit je zwei zentralen defensiven Mittelfeldspielern und offensiven Außen. Gefährlich sind vor allem Stürmer Abdellaoue (neun Tore) und die Standards von Linksfuß Christian Pander.

Mirko Slomka hat bei seiner Mannschaft eine „10 Sekunden-Regel“ eingeführt, die das Ziel hat, nach Ballgewinn möglichst geradlinig und schnell nach vorne zu spielen und dort direkt den Abschluss zu suchen. Dementsprechend müssen die Jungs von Trainer Dieter Hecking in der Defensive hellwach sein und schnell umschalten.

(K)einmal Clubberer

Im Kader von Hannover 96 befinden sich weder Spieler noch Trainer, deren Lebenslauf von einer Vergangenheit beim 1. FC Nürnberg geschmückt wird. Allerdings waren vier heutige Cluberer in früheren Tagen bei den Niedersachen tätig: Kapitän Raphael Schäfer spielte im zarten Alter von zwölf bis 19 Jahren bei Hannover 96, bevor er über die Zwischenstation VfB Lübeck zum 1. FCN wechselte. Bei 96 traf er auch das erste Mal auf seinen heutigen Trainer, der damals noch als aktiver Spieler in Hannover unter Vertrag stand.

Dort spielte Hecking zwischen 1996 und 1999 und erzielte in 74 Spielen 22 Treffer. Sieben Jahre später kehrte er als Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurück und ist dort mit 101 Spielen der 96-Trainer mit den meisten Einsätzen an der Seitenlinie. Ihm an der Seite stand damals wie heute sein Co-Trainer Dirk Bremser, der Hecking 2010 zum Club folgte. Unter beiden spielte Winterneuzugang Hanno Balitsch auch schon bei den Niedersachsen, für die er es in fünf Jahren auf 150 Spiele brachte.

Eingeholt

4:0 nach Ehemaligen! Und auch wenn ein Sieg unseres 1. FCN geringer ausfallen sollte, hätte der Club bei einem Auswärtserfolg die Hannoveraner nach Punkten eingeholt. Dies wäre gleichzeitig der dritte Bundesliga-Sieg in Folge. Wir drücken natürlich die Daumen.

Dienstag, 24.01.2012


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