Profis Mittwoch, 29.11.2017

Georg Margreitter: "Die Richtung stimmt"

Foto: Sportfoto Zink

Zwei Monate lang stand Georg Margreitter der Mannschaft krankheitsbedingt quasi nicht zur Verfügung. Nun ist der Verteidiger wieder zurück auf dem Platz und hilft, für die nötige Stabilität in der Defensive zu sorgen.

Mit seiner Rückkehr gelang dem Club in den vergangenen beiden Spielen die Trendwende. Gegen den aktuellen Tabellenführer Holstein Kiel verspielte der 1. FCN zwar spät eine 2:0-Führung, gegen Eintracht Braunschweig gelang dann aber schließlich der erste Sieg im November. In beiden Partien spielte Georg Margreitter über die volle Distanz und meldete sich damit endgültig zurück.

"Rein physisch habe ich wieder aufgeschlossen. Vom Spielrhythmus her fühle ich mich auch gut. Ich bin auf einem ganz guten Weg", sagt der Österreicher, der seit seinem Comeback Seite an Seite mit dem Brasilianer Ewerton verteidigt. "Wir verstehen uns ganz gut, vor allem vom Spielerischen her. Ich weiß, was er auf dem Platz für Ideen hat und umgekehrt fühle ich mich auch verstanden, auch wenn wir jetzt allein aufgrund der Sprachbarriere nicht über alles philosophieren können", erzählt Margreitter, der darüber hinaus betont, dass er sich mit Ewerton als Partner in der Innenverteidigung sehr wohl fühle.

Aufarbeitung in Videoanalysen

In ihren Karrieren sind beide Club-Verteidiger ordentlich rumgekommen: Ewerton spielte schon in Brasilien, Portugal und Russland, Margreitter in Österreich, England und Dänemark. Ob die beiden nun über längere Zeit ein Innenverteidiger-Gespann hier in Nürnberg bilden? "Ich habe langfristig unterschrieben und habe auch vor, hier zu bleiben. In Nürnberg fühle ich mich wohl, ich will mit dem Verein auch was erreichen. Wenn Ewerton das genauso sieht – warum nicht?", so der 29-Jährige.

An einer Sache will das Duo aber erstmal kurzfristig arbeiten: Seit dem zweiten Spieltag kassierte der Club in jeder Partie immer mindestens ein Gegentor. Das soll sich möglichst schnell ändern, schließlich sieht Margreitter die Mannschaft auf einem guten Weg: "Bis zur letzten Länderspielpause haben wir nicht geschlossen nach hinten gearbeitet, das haben wir in den Videoanalysen aufgearbeitet. Nicht alle Mannschaftsteile hatten dort das Verteidigen im Kopf. Das ist in den letzten beiden Spielen viel besser geworden. Die Gegentore zuletzt haben wir uns durch individuelle Fehler gefangen", erklärt Margreitter. "Die können wir aber abstellen, die Richtung stimmt also."

Eine Frage der Erfahrung und Reife

Womöglich gelingt dies ja schon im Heimspiel gegen den SV Sandhausen, so könnten Margreitter und Co. gleichzeitig die Punkteausbeute im Max-Morlock-Stadion, die in dieser Saison Luft nach oben aufweist, ausbessern. "Vielleicht wollen wir zuhause auch einfach zu viel? Gegen Kiel war das auch so, da hätten wir das 2:1 halten sollen, einfach cleverer runterspielen. Das ist aber auch eine Frage der Erfahrung und der Reife", sagt Margreitter und ergänzt: "Man kann auch im eigenen Stadion die Uhr runterspielen lassen. Das ist keine Schande, das machen die besten Teams auch so."