Profis Dienstag, 02.02.2016

Füllkrug: "Im Zentrum kann ich für mehr Gefahr sorgen"

Foto: Sportfoto Zink

Niclas Füllkrug spricht im Interview über sein Comeback nach dem Knorpelschaden, die neue Rolle und was er noch verbessern muss.

fcn.de: Niclas, am Samstag steht der Ligaauftakt beim TSV 1860 München an. Wie fällt dein Fazit nach knapp fünf Wochen Vorbereitung aus?

Niclas Füllkrug: Wir haben die letzten Wochen intensiv trainiert und bereiten uns jetzt gut auf das Spiel beim TSV 1860 München vor. Ich persönlich fühle ich mich gut. Ich bin zuversichtlich, dass wir zum Auftakt topfit sind.

fcn.de: Du hast im März 2015 einen Knorpelschaden erlitten, Ende Juli im Heimspiel gegen Heidenheim aber bereits dein Comeback gefeiert und gerade in den Spielen vor der Winterpause etliche Scorerpunkte gesammelt.

Niclas Füllkrug: Das stimmt, es lief gut für mich. Nach dem Knorpelschaden bin ich schnell wieder zurückgekommen und konnte insgesamt 15 Spiele mitmachen. In den vergangenen Spielen stand ich auch in der Startelf und habe auch das ein oder andere Tor erzielt. Ich bin voll zufrieden, dass ich gesund bin und wieder Fußball spielen kann.

fcn.de: In der vergangenen Saison hast du drei Tore erzielt. In dieser Spielzeit sind es bereits vier. Was hat sich geändert?

Niclas Füllkrug: Ich denke, ich habe mich in meiner Laufbewegung und Dynamik verbessert. Zudem spiele ich jetzt in der Sturmspitze. In der letzten Saison habe ich mehr Tore aufgelegt (sieben, Anm. d. Red.), das war auch okay, aber im Zentrum kann ich für mehr Torgefahr sorgen.

fcn.de: Trotzdem sollten Stürmer nicht nur an Toren gemessen werden.

Niclas Füllkrug: Nein, überhaupt nicht. In der Öffentlichkeit werden sie oft nach Toren bewertet, aber die Defensivarbeit in einem funktionieren System ist ebenso wichtig. Die Stürmer müssen die Abwehrspieler unterstützen. Ich selbst musste an meinem Defensivverhalten arbeiten und habe es verbessert, auch wenn immer noch Luft nach oben ist. Zum Ende der Hinrunde haben wir das als Mannschaft gut verinnerlicht. Das Zusammenspiel mit Burgi klappt auch super.

fcn.de: Was genau klappt jetzt besser?

Niclas Füllkrug: Das Anlaufen des Gegners. Wir pressen gemeinsam und laufen den Gegner hoch an. Wenn wir überspielt werden, versuchen wir so schnell wie möglich hinter den Ball zu kommen. Das ist zwar immer mit Arbeit verbunden, aber mit dem Erfolg macht das natürlich mehr Spaß.

fcn.de: Nochmal zu deinem Positionswechsel. In wie fern tat dir dieser gut?

Niclas Füllkrug: Ich glaube mein Spielerprofil ist mehr auf die Sturmmitte zugeschnitten. Ich kann der Mannschaft mit meiner Zweikampfstärke helfen, beispielsweise beim Kopfballduell oder wenn ich den Ball behaupte. Auf den Außenbahnen, auf denen ich auch schon gespielt habe, sind mehr kleine, quirlige Spieler gefragt. Und im Zentrum bin ich oft schneller als meine Gegenspieler und kann für Gefahr sorgen.

fcn.de: Nach dem guten Lauf bis zur Winterpause: Welche Ziele hast du dir für den Rest der Saison gesetzt?

Niclas Füllkrug: Ich hoffe, dass ich gesund bleibe. Der Rest kommt dann von selbst. Natürlich möchte ich in dieser Saison noch das eine oder andere Tor machen, aber wichtiger ist mir, dass wir weiter so erfolgreich spielen. Das ist einfach ein gutes Gefühl.