Profis Donnerstag, 24.03.2016

Ein verschworener Haufen

Foto: Sportfoto Zink

Beim Club läuft es derzeit richtig gut, auch weil sich die Spieler untereinander richtig gut verstehen.

Es war eine besonders schöne Episode dieses tollen Nachmittags im Grundig Stadion, die angesichts der sportlichen Highlights allerdings fast ein bisschen unterging. Zum Heimspiel gegen RB Leipzig lief die Mannschaft, anders als sonst, in weißen T-Shirts ein. Vorne waren die Shirts mit einem Foto bedruckt, die Rückseite zierte die Zahl 29 und der Schriftzug: Alles Gute, Pati!

Dieser ganz spezielle Gruß war für Patrick Erras bestimmt. Der 21-Jährige hatte sich in den Tagen vor dem Duell gegen Leipzig im Training schwer am Knie verletzt, konnte deshalb nicht mit dabei sein und wird auch für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

Erras-Dank via Facebook

Die Botschaft der Kollegen bekam Erras vor dem TV-Gerät im Krankenhaus in Augsburg mit und freute sich riesig darüber. "Vielen lieben Dank, Jungs, für diese super tolle Aktion", postete er auf seinem Facebook-Account. "Ich bin einfach stolz, Teil so einer Mannschaft zu sein."

Genau das wollte die Mannschaft mit ihrer Geste ausdrücken: Auch wenn Erras in den nächsten Wochen und Monaten fehlen und vornehmlich in der Reha an seinem Comeback arbeiten wird, ist er nach wie vor Teil dieser Mannschaft. "Wir wollten auch für Patrick Erras ein überragendes Spiel abliefern", erklärte Sebastian Kerk nach der Partie. "Bei uns steht immer die Mannschaft im Vordergrund."

"Wir verstehen uns super"

Der ausgeprägte Teamgeist ist in dieser Saison sicherlich eine der herausragenden Qualitäten der Mannschaft von Trainer René Weiler. Brecko, Burgstaller und Co. sind das, was man einen verschworenen Haufen nennt. Man versteht sich auch außerhalb des Platzes gut, viele Spieler unternehmen privat etwas miteinander. Längst sind viele mehr als nur Kollegen.

Und das wirkt sich auch auf die sportlichen Leistungen aus. "Man merkt einfach, dass bei uns eine richtige Mannschaft auf dem Platz steht", sagt Niclas Füllkrug. "Wir verstehen uns untereinander super, das ist unser großes Plus. Es geht bei uns nie um den einzelnen Spieler", erklärt Sebastian Kerk. Und Guido Burgstaller, aktuell Top-Torjäger der Weiler-Elf, betont regelmäßig: "Mir ist völlig egal, ob ich die Tore mache oder ein anderer." Hauptsache die Mannschaft ist erfolgreich.