Ein Tapir namens Pinola
Javier Pinola hat einen tierischen Namensvetter im Nürnberger Tiergarten.
Zu sagen, dass die Ähnlichkeit verblüffend ist, würde wohl zu weit gehen... Fakt ist: Publikumsliebling Javier Pinola hat seit kurzem einen Namensvetter im Tiergarten der Stadt Nürnberg. Am Samstag, 28.01.12, erblickte dort ein süßes Schabrackentapir-Mädchen das Licht der Welt, den die Mitarbeiter des Tiergartens auf Wunsch einiger Cluberer kurzerhand Pinola tauften.
Das aktuell bereits 18 kg schwere Jungtier wächst im Gehege seiner stolzen Mutter Indah auf. „Pinola“ setzt sich aus dem Namen des Vaters, der Pi heißt, und dem weiblichen Namen Nola zusammen. Pinola: Das passt natürlich perfekt zum Club! In diesem Fall ist Pinola jedoch eine Frau. Mit ihrem sehr beweglichen, kurzen Rüssel wühlt sie sich durch das Stroh im Gehege und lässt sich von den entzückten Zuschauern kaum beirren.
So lässt sich’s leben!
Am liebsten hat sie es jedoch, wenn Pfleger Thorsten Krist ihr das Fell krault. „Pinola besteht auf ihre täglichen Streicheleinheiten, das hat sie sehr gern. Aber es ist Vorsicht geboten, mit ihrem scharfen Gebiss kann die junge Dame schon so einiges anrichten“, erklärt der Tierpfleger.
Der Name „Schabrackentapir“ leitet sich übrigens von der farblich abgesetzten Rückenpartie ab, die an einen im Reitsport als Schabracke bezeichneten Überwurf erinnert. Die Jungtiere ähneln mit ihrem dunkelbraunen weißgefleckten Fell jedoch eher den Frischlingen der bei uns heimischen Wildschweine. Während ihres Lebens kann Pinola ein Gewicht von 375 kg erreichen. Das dürfte unser „Pino“ wohl schwerlich schaffen.
Pino wird auf Pino treffen
Spielertransfers gibt es übrigens nicht nur im Fußball. Pinola muss Nürnberg nach ca. einem Jahr verlassen und sich einen neuen „Verein“ suchen. Dr. Helmut Mägdefrau, stellvertretender Direktor des Tiergartens, erklärt: „Hier gibt die Biologie das Tempo vor. Die Mutter wird dann wieder schwanger und das Jungtier muss sich eine neue Zooheimat suchen, um eine eigene Familie zu gründen.“ Einen Unterschied gibt es aber doch: „Bei unseren Transferverhandlungen spielen finanzielle Überlegungen keine Rolle. Unsere Spieler gehen dahin, wo sie gute Lebensbedingungen vorfinden“, betont Dr. Mägdefrau.
Und was sagt der „echte“ Pinola zu dieser Geschichte? „Ich war sehr positiv überrascht, dass der Nürnberger Tiergarten und unsere Fans bei der Namensfindung gleich an mich gedacht haben. Aber ich hoffe doch, dass ich besser aussehe als ein Tapir“, grinst der Defensivspieler. Mit seiner Frau und seinen Söhnen möchte er der jungen Tapirdame bald einen Besuch abstatten und ein Erinnerungsfoto machen.




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