Profis Donnerstag, 18.02.2016

Die Club-Defensive: Sorgenkind war gestern

Foto: Sportfoto Zink

Seit elf Ligaspielen ist der Club ungeschlagen und kassierte in diesem Zeitraum nur acht Gegentreffer. Keine Frage: Die Weiler-Elf verteidigt mittlerweile richtig gut.

"Beide Mannschaften haben das bekommen, was sie verdient haben", resümierte Bochums Trainer Gertjan Verbeek nach dem 1:1 seines VfL beim 1. FC Nürnberg am Montag, 15.02.16. Der Niederländer konnte alles in allem leben mit dem Ausgang der Partie, wenngleich er gerne drei Punkte mit nach Hause genommen hätte. So wie bei seinem letzten Auftritt mit dem VfL im März 2015.

Damals gewann Bochum mit 2:1 und ist damit bis heute die letzte Mannschaft, der es gelang, den Club in der Liga im Grundig Stadion zu bezwingen. 15 Partien in Folge ist die Mannschaft von Trainer René Weiler vor heimischer Kulisse inzwischen ungeschlagen. Eine beeindruckende Serie - allerdings nicht die einzige. Denn auch auswärts war der Club zuletzt nicht zu schlagen und hat damit in den letzten elf Liga-Spielen nicht mehr verloren. Eine bessere Serie hat aktuell kein anderer Zweitligist vorzuweisen.

"Abwehrleistung seit Wochen sehr gut"

Womit die derzeitige Erfolgsserie unter anderem zusammen hängt, war auch gegen Bochum erkennbar, vor allem in Halbzeit eins: Defensiv arbeitet der Club mittlerweile richtig gut, lässt nur wenige Chancen für den Gegner zu und ist im Spiel gegen den Ball extrem aufmerksam und fokussiert. "Wir haben Bochum nicht spielen lassen und hatten sie gut im Griff", zeigte sich René Weiler mit der Abwehrarbeit gegen den VfL in Durchgang eins zufrieden.

Der Club störte die Verbeek-Elf früh im Spielaufbau und ließ eines der spielstärksten Teams der Liga überhaupt nicht zu Entfaltung kommen. "Man kann natürlich nicht immer alles verhindern", sagte Weiler mit Blick auf das Gegentor und die eine oder andere Chance für den VfL nach der Pause. Aber grundsätzlich, so der Club-Coach, "ist die Abwehrleistung seit Wochen sehr gut".

Nur acht Gegentore in elf Spielen

Das belegt auch ein Blick auf die Zahlen. Kassierte der Club in den ersten zehn Spielen noch 20 Gegentore, so waren es in den letzten elf nur noch acht. Nur einmal musste man in diesem Zeitraum mehr als einen Gegentreffer pro Spiel hinnehmen (beim 3:3 in Berlin) und blieb zudem in fünf der elf Partien komplett ohne Gegentor.

"Wir reden auf dem Platz viel miteinander und helfen uns gegenseitig", erklärt Patrick Erras, warum die Defensivarbeit momentan so gut funktioniert. Der Youngster selbst trägt zur defensiven Stabilität auch einen nicht unerheblichen Teil bei. Als defensiver Mittelfeldspieler sorgt er zusammen mit Hanno Behrens in der Zentrale für Ruhe, Sicherheit und die nötige Balance. Und das funktioniert im Moment sogar so gut, dass er auch immer mal wieder vorne auftauchen und als Torschütze in Erscheinung treten kann.