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Profis Mittwoch, 16.05.2018

Das Aufstiegsjahr: Magische Momente

Fotos: Sportfoto Zink

Diese Saison hatte viele Highlights parat. fcn.de hat sich mal zehn besondere Partien herausgesucht.

  • Test-Highlight gegen Inter

„Ich habe schon in der Vorbereitung gespürt, dass die Mannschaft zusammen wächst und sich etwas entwickelt“, sagte Hanno Behrens nach dem perfekten Aufstieg. Ein Schlüsselerlebnis war dabei das vorletzte Testspiel der Vorbereitung. In Südtirol schlugen Behrens und Co. damals den italienischen Spitzenklub Inter Mailand. Und das absolut verdient. „Es war der perfekte Abschluss eines perfekten Trainingslagers“, freute sich Michael Köllner damals.

  • Auswärtsgala in Duisburg

Zwei Siegen zum Auftakt waren ein Remis und zwei Niederlagen gefolgt. Vor dem Duell beim MSV Mitte September war klar: Der Ausgang der Partie würde Klarheit verschaffen, in welche Richtung es für den Club im weiteren Saisonverlauf gehen würde. Coach Köllner musste verletzungsbedingt auf die eine oder andere Stammkraft verzichten. Doch die, die auf dem Platz standen, schossen am Ende den höchsten Sieg der gesamten Saison heraus. Alle voran Mikael Ishak, bei dem mit einem Dreierpack der Knoten platzte. „Diese Tore sind sehr wichtig für mich“, so der Schwede, der fortan regelmäßig traf.

  • DERBYSIEGER FCN

Mehr als 20 Jahre hatte der Club kein Derby-Heimspiel der Fürther mehr für sich entscheiden können. Ende September 2017 machte die Köllner-Elf von Beginn an deutlich, dass man diese schwarze Serie endlich durchbrechen will. 90 Minuten und drei Club-Tore (Ishak, Teuchert, Behrens) später war’s endlich soweit. Die Fans feierten hinter „Die Nummer 1 in Franken“. Und Keeper Fabian Bredlow schwärmte: „Es fühlt sich überragend an. Der Support der Fans war richtig geil!“

  • Wasserschlacht von Braunschweig

Vier Spiele in Folge hatte der Club vor dem Auswärtsspiel in Braunschweig nicht mehr gewinnen können. Und bei den Niedersachsen hatte man dann nicht nur mit einem bissigen Gegner zu kämpfen, sondern auch mit den Wassermassen, die Stunden vor dem Spiel darnieder geprasselt waren und den Platz teilweise unter Wasser gesetzt hatten. Als die Eintracht nach einer Stunde mit 2:1 in Führung ging, schienen die Punkte weg. Doch das gute Händchen des Trainers bei seinen Einwechslungen (Werner, Petrak, Sepsi) und ein Ishak-Doppelpack ließen am Ende noch den FCN jubeln.

  • Sieg im Spitzenspiel

Zwei unterschiedliche Halbzeiten gab’s für die Fans beim Auswärtsspiel in Düsseldorf. Halbzeit eins: dominierte die Fortuna. Halbzeit zwei: dominierte der Club. Der Unterschied: Während der FCN vor der Pause seinen Kasten sauber hielt, mussten die Hausherren nach dem Seitenwechsel zwei Gegentreffer schlucken. Einmal Werner, einmal Margreitter. Der Club war wieder auf einem Aufstiegsplatz – und das Selbstvertrauen endgültig zurück. „Wir sind schwer zu schlagen“, so Köllner.

  • K.o. und trotzdem froh

Im letzten Spiel des Jahres hatte der Club den VfL Wolfsburg zu Gast und hatte am Ende im DFB-Pokal-Achtelfinale das Nachsehen gegen den Bundesligisten. Business as usual also? Keineswegs! Der Club bestimmte die Partie phasenweise, hatte mehrfach die Chance zum Knockout und musste sich erst nach packenden 120 Minuten geschlagen geben. Fazit: „Wir waren auf Augenhöhe. Aus diesem Auftritt können wir sehr viel mitnehmen“, sprach Hanno Behrens – und sollte damit Recht behalten.

  • Triumph in der Hauptstadt

Im Stadion „An der alten Försterei“ spielt Michael Köllner besonders gerne. Atmosphäre, Kulisse und Flair machen die Auswärtsspiele in der Hauptstadt bei Union für den Club-Coach zu einem der Saison-Highlights. Und dass es dieses Mal auch etwas zu Feiern gab, lag an einer bärenstarken Defensive – namentlich festgemacht an Ewerton. Der Brasilianer erzielte die 1:0-Führung, die der Club anschließend bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich verteidigte. „Bei uns haben sich alle reingehauen. Das war überragend“, schwärmte Eduard Löwen nach dem ersten "zu Null" des neuen Jahres

  • Blitz-Comeback und Traumtor-Schock

Es schien wie gemacht, um die 5-Spiele-sieglos-Serie zu brechen: erstmals nach seiner langen Verletzungspause stand Mikael Ishak wieder im Kader – und durfte sogar gleich von Beginn an ran. Doch Heidenheims John Verhoek machte einen auf Stimmungskiller und traf in Minute 28 aus über 30 Metern per Traumtor zum 1:0. Der Club? Geschockt? Keine Sekunde! Binnen zwei Minuten drehten Behrens und Löwen die Begegnung zu Gunsten des FCN. Am Ende hieß es 3:2 – und der Club war wieder in der Spur, auch dank der Fans. „Die Fans haben uns heute durch das Spiel getragen. Das war ganz, ganz großer Sport“, so Köllner.

  • Magische Nacht von Kiel

Das Schlüsselspiel im Saisonendspurt. Erstmals überhaupt trat der Club zu einem Pflichtspiel in Kiel an und landete einen Sieg, „an den man sich hinterher noch lange erinnern wird“, so Köllner. „Ein magischer Abend.“ Margreitter hatte schon beim „Warmmachen gespürt, dass eine ganz giftige Stimmung bei uns herrscht“. Durch den Sieg war der vorentscheidende Schritt Richtung Aufstieg getan und Köllner war begeistert vom „Riesenherz dieser Mannschaft“.

  • Der letzte Schritt

Matchball in Sandhausen! Rund 10.000 Club-Fans waren dabei im kleinen Städtchen am Hardtwald – das Stadion des SVS so fest in rot-schwarzer Hand. Und als schließlich Behrens das 1:0 erzielte, Leibold das 2:0 nachlegte und Schiri Heft das Spiel abpfiff, brachen alle Dämme. Der Club war zurück in Liga eins. „Der Traum ist wahr geworden“, jubelte der Kapitän. „Es ist wahnsinnig schön“, frohlockte der Trainer, ehe schließlich alle Cluberer ausgelassen miteinander feierten. Erst in Sandhausen und später am Vereinsgelände, wo rund 10.000 Anhänger den Aufstiegshelden einen unglaublichen Empfang bereiteten: „Der Club ist wieder da, wo er hingehört.“