Donnerstag, 06.06.2013

Daniel Ginczek: Das erste Interview

Neu-Cluberer Daniel Ginczek über seine Entscheidung für den Club, seine Ziele und sich selbst.

fcn.de: Herzlich willkommen beim Club, Daniel! Der 1. FC Nürnberg war bei weitem nicht der einzige Verein, der an dir interessiert war. Warum hast du dich für den Club entschieden?

Daniel Ginczek: Ich hatte richtig gute Gespräche mit Martin Bader, Michael Wiesinger und Armin Reutershahn. In solchen Gesprächen merkt man als Spieler, ob es passt oder nicht. Und ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gefühl. Auch das Trainingsgelände und die Bedingungen hier haben mir gefallen. Dazu ist der Club ein Verein mit sehr viel Tradition und tollen Fans. Auf all das freue ich mich einfach.

fcn.de: Wie sehr hat deine Entscheidung beeinflusst, dass beim Club schon viele junge Spieler die Möglichkeit bekommen haben, in der Bundesliga zu spielen und den Sprung auch gepackt haben?

Daniel Ginczek: Spielpraxis ist für eine solche Entscheidung natürlich immer ein Kriterium. Und beim Club gibt es genügend Beispiele von jungen Spielern, die ihre Chance erhalten, genutzt und sehr viele wichtige Erfahrungen gesammelt haben. Ich denke da zum Beispiel an Julian Schieber, Mehmet Ekici oder Ilkay Gündogan, mit dem ich vor dem Wechsel auch mal gesprochen habe. Er hat mir nur positive Dinge über den Club erzählt.

fcn.de: Noch ist es ein bisschen hin, bis die Vorbereitung startet. Was weißt du schon über Nürnberg und den Club?

Daniel Ginczek: Die Tradition und die Fans habe ich ja schon angesprochen. Von der Stadt weiß ich bislang noch nicht so viel, aber ich hoffe, dass ich mich schnell einlebe. Von den Spielern kenne ich Alex Esswein aus der U21. Mit Marvin Plattenhardt habe ich beim DFB auch zwei, drei Lehrgänge absolviert. Und mit Markus Feulner habe ich während unserer gemeinsamen Zeit in Dortmund trainiert. Auf ein paar bekannte Gesichter werde ich also schon treffen, wenn die Vorbereitung startet (lacht).

fcn.de: Du hast mit der zweiten Mannschaft des BVB in der Regionalliga und 3. Liga gespielt und zuletzt zwei Jahre zweite Liga in Bochum und St. Pauli. Ab Sommer heißt es für dich nun Bundesliga.

Daniel Ginczek: Die Vorfreude darauf ist richtig groß. Der Traum eines jeden jungen Fußballers ist es, in der Bundesliga zu spielen. Ich habe in Dortmund regelmäßig bei den Profis mittrainiert und weiß deshalb in etwa, was auf mich zukommt. Ich traue mir das auch zu. Das muss nun nach den zwei Jahren in der zweiten Liga einfach der nächste Schritt sein. Ich freue mich, dass es in ein paar Wochen losgeht.

fcn.de: Wie lauten deine persönlichen Ziele und was willst du mit der Mannschaft erreichen?

Daniel Ginczek: Für mich persönlich gilt: Ich will vom ersten Tag an Gas geben und es den Trainern so schwer wie möglich machen, wen sie vorne drin aufstellen. Das Ziel ist natürlich, möglichst viele Spiele und Tore zu machen. Dafür bin ich als Stürmer geholt worden. Große Ziele mit der Mannschaft will ich gar noch nicht ausgeben. Ich will die Mannschaft erstmal richtig kennenlernen.

fcn.de: In der vergangenen Saison warst du in der zweiten Liga der zweitbeste Torschütze und hast 18 Treffer erzielt. Wie würdest du deine Spielweise beschreiben?

Daniel Ginczek: Ich versuche, meinen Körper einzusetzen und dadurch die Bälle vorne zu halten. Wenn es die Möglichkeit gibt, versuche ich auch, den direkten Weg zum Tor zu suchen und meine Schnelligkeit einzusetzen.

fcn.de: Und wie würdest du dich abseits des Platzes charakterisieren?

Daniel Ginczek: Ich würde sagen, dass ich ein eher ruhiger Typ bin und keiner, der einfach so Ansprüche stellt. Ich versuche mich in die Mannschaft hineinzuarbeiten – charakterlich, sportlich, menschlich. Ich bin ein offener und umgänglicher Typ, der in der Vergangenheit selten ein Problem mit jemandem gehabt hat. Ich denke, das wird auch hier nicht der Fall sein (lacht).