Profis Spielbericht Dienstag, 19.12.2017

Club scheitert nach großem Kampf

Foto: Sportfoto Zink

Der 1. FC Nürnberg bietet dem VfL lange Paroli, muss sich am Ende aber geschlagen geben.

Der 1. FC Nürnberg ist im Achtelfinale des DFB-Pokals ausgeschieden, verabschiedet sich aber erhobenen Hauptes. Der Club hielt lange Zeit mit dem VfL Wolfsburg mit und musste sich vor 26.104 Zuschauern erst durch zwei Tore in der Verlängerung mit 0:2 geschlagen geben.

  • Highlights

30. Minute: Schöne Bewegung von Eduard Löwen, der von der linken Seite nach innen zieht und mit rechts abschließt. Außennetz!

31. Minute: Hanno Behrens chippt den Ball aus dem Halbfeld hinter die Abwehr. Kevin Möhwald läuft ein und bugsiert das Ding Richtung Tor. Knapp links vorbei.

41. Minute: Starker Pass von Yunus Mall in die Tiefe auf Landry Dimata, der jedoch an Fabian Bredlow scheitert.

53. Minute: Langer Ball die Linie entlang auf Mario Gomez, der Georg Margreitter umkurvt und dann abschließt, aber deutlich verzieht.

56. Minute: Starkes Zusammenspiel zwischen Ishak und Tim Leibold. Der hält drauf, Grün lässt nach vorne prallen. Behrens lenkt den Ball irgendwie Richtung Tor, doch Marcel Tisserand kratzt die Kugel noch von der Linie.

60. Minute: Schöner Ball von Ishak auf Edgar Salli, der das Leder aus 16 Metern aufs Tor hämmert, doch Grün klärt. Nur Sekunden später taucht Ishak alleine vor dem VfL-Schlussmann auf, doch wieder bleibt der Wolfsburger Sieger.

68. Minute: Einmal durchatmen! Leibold will mit der Brust auf Bredlow zurücklegen. Gomez geht dazwischen, dreht sich und hämmert die Kugel an den Pfosten.

79. Minute: Wieder Pfosten! Malli bedient den eingewechselten Divock Origi, der noch einen Haken schlägt und dann aus der Drehung schießt, doch das Leder klatscht wieder ans Aluminium.

87. Minute: Salli versucht es von links mit einem Schlenzer. Knapp am rechten Pfosten vorbei.

94. Minute: Nach einem Valentini-Freistoß prallt der Ball quer durch den Strafraum und landet bei Ewerton. Der Schuss des Brasilianers wird gerade noch zur Ecke geklärt. Die landet auf dem Kopf von Behrens, dessen Kopfball nur knapp übers Tor geht.

96. Minute: Tor für Wolfsburg. Der Club bringt den Ball nach einer Ecke nicht weg. Felix Uduokhai reagiert am schnellsten und drückt die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie.

118. Minute: Tor für Wolfsburg. Die Club-Abwehr klärt eine Flanke von links direkt vor die Füße von Daniel Didavi, der aus elf Metern cool bleibt und rechts unten versenkt.

  • Fazit

Der Club startete mutig und schlug gleich mal den Vorwärtsgang ein. Nach rund zehn Minuten übernahmen die Gäste das Kommando und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Der Club wirkte defensiv aber äußerst stabil und hielt Wolfsburg weit vom eigenen Tor weg. Nach rund einer halben Stunde befreite sich der Club dann etwas aus der Umklammerung und kam selbst zum einen oder anderen guten Abschluss.

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten den Gästen. Der Club stand allerdings weiterhin gut, wurde noch vorne von Minute zu Minute griffiger und hätte nach einer Stunde in Führung gehen können. Mit der Hereinnahme von Daniel Didavi (65.) wurde der VfL wieder stärker und hätte offensiv nun seine beste Phase. Der Club stemmte sich allerdings dagegen, überstand die Wolfsburger Druckmomente und verdiente sich die Verlängerung.

In die startete der Club wieder besser, fing sich dann aber nach einer Ecke das 0:1. Wolfsburg ließ danach den Ball geschickt und clever durch die eigenen Reihen laufen und nahm so das Tempo aus dem Spiel. Der Club probierte in der Schlussphase nochmal alles, doch am Ende sorgte Didavi kurz vor Schluss für die Entscheidung.

  • Personal & Taktik

Michael Köllner änderte seine Startelf im Vergleich zum Lautern-Spiel auf zwei Positionen: Eduard Löwen und Patrick Erras rückten für Tobias Werner und Ondrej Petrak ins Team. Taktisch blieb der Club-Coach dagegen beim 4-1-4-1. Vor Fabian Bredlow verteidigten Enrico Valentini, Georg Margreitter, Ewerton und Tim Leibold. Den Part vor der Abwehr übernahm Erras, der Edgar Salli, Kevin Möhwald, Hanno Behrens und Eduard Löwen den Rücken frei hielt. Den Mittelstürmer gab wie gewohnt Mikael Ishak.

In Minute 81 wechselte Köllner zum ersten Mal. Für Löwen kam fortan Tobias Werner über den linken Flügel. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit ersetzte Rurik Gislason den entkräfteten Salli. Zu Beginn der zweiten Halbzeit der Verlängerung kam Patrick Kammerbauer für Patrick Erras. Köllner beorderte nun Ewerton in den Angriff und ließ hinten nur noch mit einer Dreierkette verteidigen. Mit dem im DFB-Pokal vierten und letzten Wechsel brachte Köllner noch Cedric Teuchert für Ishak.

  • Sonstiges

Beim VfL Wolfsburg stand mit Daniel Didavi ein ehemaliger Nürnberger in der Startelf. Durch die Niederlage verpasste der Club die erste Viertelfinal-Teilnahme seit 2010/2011.

  • Statistiken:
NürnbergWolfsburg
gew. Zweikämpfe in %5545
Ballbesitz in %4060
Torschüsse2320
Ballgewinne6759
Pässe484721
Passgenauigkeit in %7785

 

 

 

Spieldaten

Achtelfinale, DFB-Pokal 2017/2018
0 : 2
1. FC Nürnberg
VfL Wolfsburg
96. Felix Uduokhai 0:1
118. Daniel Didavi 0:2
Stadion
Datum
19.12.2017 20:45 Uhr
Schiedsrichter
Daniel Siebert
Zuschauer
26104

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Bredlow - Leibold - Ewerton José - Margreitter - Valentini - Erras (106. Kammerbauer) - Möhwald - Behrens - Löwen (82. Werner) - Salli (90. Gíslason) - Ishak (116. Teuchert)
Reservebank
Kirschbaum, Werner, Sepsi, Gíslason, Teuchert, Kammerbauer, Mühl
Trainer
Michael Köllner
VfL Wolfsburg
Grün - Tisserand - Uduokhai - Bruma - de Asevedo Furtado - Arnold - Guilavogui - Ntep (65. Didavi) - Malli (120. Jung) - Landry Dimata (103. Gerhardt) - 18466 (75. Origi)
Reservebank
Jung, Didavi, Knoche, Gerhardt, Origi, Menzel, Osimhen
Trainer
Martin Schmidt

Ereignisse

64. min Spielstand: 0:0
Marcel Tisserand

65. min Spielstand: 0:0
Daniel Didavi kommt für Paul-Georges Ntep

75. min Spielstand: 0:0
Divock Origi kommt für 18466

82. min Spielstand: 0:0
Tobias Werner kommt für Eduard Löwen

90.(+1) min Spielstand: 0:0
Rúrik Gíslason kommt für Edgar Salli

96. min Spielstand: 0:1
Felix Uduokhai

103. min Spielstand: 0:1
Yannick Gerhardt kommt für Nany Landry Dimata

105. min Spielstand: 0:1
Hanno Behrens

106. min Spielstand: 0:1
Patrick Kammerbauer kommt für Patrick Erras

112. min Spielstand: 0:1
Divock Origi

116. min Spielstand: 0:1
Cedric Teuchert kommt für Mikael Ishak

118. min Spielstand: 0:2
Daniel Didavi

120. min Spielstand: 0:2
Sebastian Jung kommt für Yunus Malli