Profis Freitag, 22.01.2016

Brecko & Sepsi: Ein überzeugendes Tandem

Fotos: Sportfoto Zink

Laszlo Sepsi und Miso Brecko kamen vor dieser Saison zum Club und überzeugten sofort – und das, obwohl zu Beginn nicht alles nach Plan lief.

Die Startbedingungen beim 1. FC Nürnberg waren alles andere als einfach. Laszlo Sepsi kam im Sommer ebenso wie Miso Brecko an den Valznerweiher. Sie sollten die vakanten Positionen auf den defensiven Außenbahnen besetzen. Obwohl beide die Sommer-Vorbereitung verpassten, überzeugten sie von Beginn an im Club-Dress.

Doch zunächst lief es für Sepsi alles andere als rund. Der Linksverteidiger kam vom rumanischen Vizemeister Targu Mures, verletzte sich früh in der Vorbereitung. So bestritt er, auch aufgrund einer zweiten Verletzungspause, erst am 6. Spieltag im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth sein Pflichtspieldebüt für den 1. FCN. Doch seitdem absolvierte der Rumäne 14 der 16 Pflichtspiele.

Kraftpaket Laszlo Sepsi

Dabei beschränkte sich Sepsi in den ersten Partien vor allem darauf, seine linke Abwehrseite dicht zu halten. Mit fortlaufender Saison fügte er sich immer besser in die Mannschaft ein und wagte sich auch immer mehr in die Offensive – und das durchaus überzeugend. Am 18. Spieltag gegen Freiburg beispielsweise lieferte der 28-Jährige die Hereingabe, die zum 2:1-Siegtreffer führte. "Sepsi wird davon profitieren, dass er die Vorbereitung komplett mitmachen kann", ist sich René Weiler sicher, dass der Rumäne noch besser werden kann.

"Laszlo Sepsi ist sehr zuverlässig und ein Teamplayer. Ich habe ihn gerne in meiner Mannschaft", führt der Club-Coach die Merkmale auf, die er am 1,79m großen Linksverteidiger schätzt, der auch durch seine Athletik besticht. Eine Eigenschaft, die Sepsi zweifelsohne in den Zweikämpfen zu Gute kommt. Stets bissig in den Duellen mit dem Gegner, ist Sepsi nur schwer zu überspielen und so ein Gewinn für die linke Abwehrseite. 

Brecko – 300 Spiele geballte Erfahrung

Etwas anders lief der Wechsel von Miso Brecko zum Club. Der slowenische Nationalspieler stieß erst unmittelbar vor dem zweiten Spiel zum Club-Kader. Nach nur einer Einheit stand er am zweiten Spieltag beim 3:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim direkt in der Startelf. Doch er überzeugte auf Anhieb und verlieh der Defensive des Club merklich mehr Stabilität.

Seit seinem Wechsel nach Nürnberg bestritt Brecko alle 21 möglichen Spiele und bestach vor allem mit seiner Abgeklärtheit und Ruhe am Ball. Es war diese Unaufgeregtheit eines 31-Jährigen, der bereits knapp 300 Ligaspiele in der ersten und zweiten Bundesliga auf dem Buckel hat. Mit der Zeit fand er immer besser in die Abläufe mit seinen Mitspielern - dass er seit dem 6. Spieltag keine Gelbe Karte mehr gesehen hat, darf als Indiz dafür gewertet werden.

Sepsi und Brecko – noch längst nicht am Ende

Vier Torvorlagen zeugen zudem davon, dass der Rechtsverteidiger durchaus offensiv für Gefahr sorgen kann und sich damit nicht nur auf das Verteidigen beschränkt. Brecko übernahm sofort Verantwortung und führte die Mannschaft in Abwesenheit von Jan Polak und Even Hovland als Kapitän aufs Feld. Große Ansprüche stellt er dennoch nicht. Vielmehr will Brecko "einfach die Arbeit machen" und meint damit die Duelle auf dem Feld, aber auch das Führen der jungen Spieler mit seiner Erfahrung.

Brecko bildete zusammen mit Sepsi ab der Hälfte der Hinserie ein mehr als solides Außenverteidigerpärchen, das defensiv für Stabilität sorgte und offensiv hin und wieder für Akzente sorgte. Im Trainingslager bietet sich nun die Möglichkeit, die Abläufe mit den Teamkollegen weiter zu verbessern, immerhin ist "immer Luft nach oben", wie Brecko erklärt.